Zuerst Frankreich, später dann insbesondere
die USA, waren ganz klar die Aggressoren. Jedoch ist bis heute keine
Entschuldigung seitens der Amerikaner erfolgt, geschweige denn irgendwelche
Reparationszahlungen. Der Krieg wurde als eine Art Kreuzzug gegen
den Kommunismus betrachtet.
Es wurde auf beiden Seiten brutal gekämpft; beide Seiten gingen
nicht zimperlich mit der Zivilbevölkerung um. Insbesondere
das Vorgehen der Amerikaner war egoistisch, feige und rücksichtslos.
Sie verrieten ihre „Freunde“ als sie merkten, dass es
brenzlig für sie werden würde. Dies machten sie sowohl
mit Diem, den sie ja sogar selbst einsetzten, wie auch mit der ganzen
südvietnamesischen Bevölkerung 1973. Was den Punkt der
Zivilbevölkerung angeht, muss man den USA vorhalten, dass sie
mit dem Einsatz von Agent Orange und den systematischen Bombardements
vor allem diese trafen. Die Amerikaner missachteten das humanitäre
Recht und hielten sich nicht an die Genfer Konventionen, die sie
1947 mit unterzeichneten.
Dasselbe Muster können wir aber auch heute finden. Osama Bin
Laden wurde als Waffe in Afghanistan gegen die Sowjets missbraucht.
Ja, sie selbst setzten sogar die Taliban ein um gut zehn Jahre später
diese wieder zu stürzen. Alles im Namen der Demokratie. In
ähnlicher Weise gingen die Amerikaner aber auch im Irak vor.
Heute versuchen die USA den Geist, den sie einst riefen, wieder
loszuwerden; wieder einmal unter Protest der Weltgemeinschaft und
auf dem Rücken der Zivilbevölkerung. Amerika setzt sich
einmal mehr über das internationale Recht hinweg und niemand
hält es auf. Offiziell wieder im Namen der Demokratie, inoffiziell
aber wegen des Geldes, oder besser, des Öles wegen.
Zurück zu Vietnam. Wir finden es einen Skandal, was Amerika
angerichtet hat.
Die Amerikaner sind zwar schon lange abgezogen, die Menschen leiden
aber immer noch unter den Folgen. Wir sind der Meinung, dass die
Amerikaner für die begangenen Kriegsverbrechen zur Rechenschaft
gezogen werden müssten. Leider leben wir nicht in einer gerechten
Welt. Den neu geschaffenen internationalen Strafgerichtshof erkennen
die USA nicht an, die UNO wird grosszügig ignoriert. Wer sollte
da schon der Supermacht etwas vorschreiben? Wir sind überzeugt,
wäre China nicht kommunistisch oder nicht da gewesen, hätten
die USA die Atombombe zum Einsatz gebracht.
Den Amerikanern gelang es jedoch – zumindest auf der westlichen
Hemisphäre – mittels Hollywoodproduktionen den Eindruck
zu erwecken, sie seinen absolut rein und würden niemals gegen
die Genfer Konventionen oder gar gegen die Menschenrechte verstossen.
Oft kehren sie in ihren Filmen geschichtliche Ereignisse um 180°
und präsentieren sie zu ihren Gunsten. Unwissenden fällt
dies jedoch überhaupt nicht auf, sie glauben einfach was sie
sehen ohne zu hinterfragen.
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