Der
Vietnamkrieg

 
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  Die Französische Kriegsphase
  1946-1954

Während des Imperialismus schuf Frankreich 1887 im Rahmen seiner Kolonialpolitik Indochina, das Kambodscha, Laos und Vietnam umfasste. Die Wirtschaft in diesen Ländern litt unter der Rohstoffausbeutung der Herrscher, was zur Entstehung von Unabhängigkeitsbewegungen führte, welche nach den Revolutionen in Russland und China grosse Hoffnungen auf Erfolg hatten. Viele Proteste wurden jedoch niedergeschlagen.

Die führende Person im Kampf um Freiheit und Unabhängigkeit Vietnams war Ho Chi Minh. Er wurde 1890 in Zentralvietnam geboren und hatte später die Möglichkeit in Frankreich und England zu leben, wo er unter anderem als Journalist arbeitete. Nach dem Ersten Weltkrieg bemühte er sich an der Versailler Friedenskonferenz um mehr Rechte für Vietnam, blieb jedoch erfolglos. Erst 1941, als Japan Vietnam eroberte und die französischen Besatzer vertrieb, begab er sich in seine Heimat zurück, wo er die kommunistisch geführte, vietnamesische Unabhängig-keitsbewegung Vietminh gründete.

Nach der Niederlage Japans im Zweiten Weltkrieg und dem Abzug japanischer Truppen aus Indochina, liess Ho Chi Minh die „Demokratische Republik Vietnam“ ausrufen.

Frankreich wollte sich nun aber seine Kolonien in Südostasien wieder zurückholen, was einen militärischen Konflikt mit der vietnamesischen Republik zur Folge hatte. 1946 beschossen französische Kriegsschiffe die vietnamesische Hafenstadt Haiphong, weil sich der Vietminh geweigert hatte, seine Truppen aus dieser Stadt zurückzuziehen. Diese Agression, welche 6 000 zivile Opfer forderte, war der Auslöser des Krieges.

Es folgte die Anerkennung der „Demokratischen Republik Vietnam“ durch China und die Sowjetunion. Offizielle Unterstützung wurde jedoch nicht zugesagt.

Die Franzosen stiessen entgegen ihren Erwartungen auf immensen Widerstand, so dass sie die USA offiziell um Hilfe baten. Diese sagten finanzielle Unterstützung zu und beteiligten sich mit 80 % an den französischen Kriegskosten.

Doch auch dies konnte den Krieg nicht zu Gunsten der Franzosen entscheiden. Sie unterlagen 1954 an der Schlacht von Dien Bien Phu, was gleichzeitig ihre Niederlage bedeutete.

Es wurde ein Waffenstillstandsabkommen ausgearbeitet, welches Vietnam am 17. nördlichen Breitengrad aufteilte und die unabhängigen Staaten Nord- und Südvietnam bestätigte, mit der Option der Wiedervereinigung, welche 1956 mittels Wahlen ermöglicht werden sollte.

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