| Pressearbeit
Im folgenden sind die Presseartikel dokumentiert, die sich mit Nazis
in Treptow beschäftigen bzw. Reaktionen auf Pressemitteilungen der
Treptower Antifa Gruppe beinhalten.
1997 1998
1999 2000 2001
2002 2003 2004
2005 2006

1999
Mehr
rechtsextreme Straftaten 1998 >
TAZ 20.01.1999
Bewährung für rechten Bombenbastler > TAZ
03.08.1999
TAZ 20.01.1999
Mehr rechtsextreme
Straftaten 1998
Berlins Innensenator Eckart Werthebach (CDU) zieht Zwischenbilanz.
Rechte wechseln häufig Treffpunkte in der Hauptstadt
Der
Sprengstoffanschlag auf das Grab des früheren Vorsitzenden des Zentralrats
der Juden in Deutschland, Heinz Galinski; das über den Alexanderplatz
gejagte Schwein mit der Aufschrift Ignatz Bubis (jetziger Zentralratsvorsitzender)
- beides waren nur unrühmliche Höhepunkte in der rechtsextremen
Chronik Berlins des Jahres 1998. Wie Berlins Innensenator Eckart Werthebach
(CDU) jetzt erläuterte, ist in der Hauptstadt die Zahl rechtsextremistischer
Straftaten im vergangenen Jahr deutlich angestiegen.Waren es in Berlin
im gesamten Jahr 1997 noch 52 gegen Personen gerichtete Straftaten, so
zählte das Landesamt für Verfassungsschutz von Januar bis Oktober
1998 bereits 68 solcher Taten. Insgesamt kommt das Berliner Landeskriminalamt
allein in dem Zeitraum auf 437 Straftaten, 1997 waren es insgesamt 552.
Schon im Verfassungsschutzbericht 1997 weist das Amt jedoch auf einen
Anstieg dieser Gewalt um sieben Prozent hin. Fremdenfeindlichkeit und
Antisemitismus sind zwei Schwerpunkte der Neonazis. So zählt der
Innensenator 90 antisemitische Straftaten auf. Dabei konzentrieren sich
die Rechten stark auf die Ostberliner Stadtteile. Allein im Bezirk Lichtenberg
haben die Neonazis 57mal propagandistisch oder real zugeschlagen, 40mal
in Treptow, 36mal in Pankow, 34mal in Marzahn und 33mal in Mitte - dem
künftigen Regierungsbezirk. Traurige Spitze im Westteil hat der gutbürgerliche
Bezirk Charlottenburg übernommen: 32 Straftaten. Die Konzentration
der Straftaten spiegelt den Organisierungsgrad von Neonazis in den verschiedenen
Bezirken Berlins relativ deutlich. "Erfahrungsgemäß",
so betont der Innensenator jedoch, nutzen die Rechtsextremisten ganz bestimmte
Treffpunkte "nur über kurze Zeiträume". Dem Senat
sei eine Vielzahl von Treffpunkten des rechtsextremen Spektrums bekannt,
"in der Regel Wohnungen, Gaststätten und Diskotheken".
Derzeit kennt der Innensenator fünf Treffpunkte von Rechtsextremen
in Lichtenberg, zwei im Bezirk Köpenick und einen in Hohenschönhausen.
Einer der gefährlichsten Orte der Hauptstadt ist wie in den vergangenen
Jahren der Bahnhof Lichtenberg. Von den gezählten 1.845 Rechtsextremen
werden 660 der gewaltbereiten Szene zugeordnet. Organisatorisch gehen
die Sicherheitsexperten von 270 Neonazis in sogenannten unabhängigen
Kameradschaften und 870 in rechtsextremen Parteien aus.
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TAZ 03.08.1999
Bewährung
für rechten Bombenbastler
Die
zweijährige Bewährungsstrafe für einen 19-jährigen
rechtsextremistischen Bombenbastler ist rechtskräftig. In der gestern
unter Ausschluss der Öffentlichkeit geführten Verhandlung vor
dem Landgericht nahmen Staatsanwaltschaft und Verteidigung die eingelegten
Rechtsmittel gegen das Urteil der Erstinstanz zurück. Das Schöffengericht
Tiergarten hatte den Angeklagten im April 1998 der Vorbereitung eines
Sprengstoffverbrechens an einem Mitglied der PDS schuldig gesprochen.
Die als Elektrogerät getarnte Rohrbombe sollte auf dessen Balkon
explodieren. Die Wirksamkeit von Rohrbomben hatte das Mitglied der so
genannten Kameradschaft Treptow bereits erprobt. Bei einer Razzia waren
vom Staatsschutz Teile für den Bau gefunden worden. Das Aussetzen
der Strafe zur Bewährung war in der Öffentlichkeit auf Kritik
gestoßen. Ein 21-jähriger Komplize bei den Attentatsplänen
war im Mai 1998 zu zwei Jahren und neun Monaten Gefängnis verurteilt
worden. ADN
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