Pressearbeit
Im folgenden sind die Presseartikel dokumentiert, die sich mit Nazis in Treptow beschäftigen bzw. Reaktionen auf Pressemitteilungen der Treptower Antifa Gruppe beinhalten.

1997 1998 1999 2000 2001 2002 2003 2004 2005
2006

1998

Durchsuchungen bei rechtsextremen Jugendlichen > TAZ 26.02.1998
"Kameradschaft Treptow" vor Gericht Berlin > TAZ 03.03.1998
Bombenanschlag geplant > TAZ 04.03.1998
Razzia gegen Kameradschaft Treptow > TAZ 05.03.1998

TAZ 26.02.1998
Durchsuchungen bei rechtsextremen Jugendlichen

Die Polizei hat gestern die Wohnungen rechtsextremer Jugendlicher durchsucht. Dabei sei Propagandamaterial gefunden worden, teilte die Justizverwaltung mit. Die Durchsuchungen bei vier Personen stünden im Zusammenhang mit Ermittlungen gegen Angehörige des "Freikorps Berlin" und der "Kameradschaft Treptow" im Alter von 14 bis 19 Jahren. Ihnen würden politisch motivierte Überfälle auf andere Jugendliche vorgeworfen. Bereits verhaftete Mitglieder ihrer Gruppierung seien verdächtig, einen Sprengstoffanschlag auf ein PDS-Mitglied geplant zu haben. rtr

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TAZ 03.03.1998
Rechte "Kameradschaft Treptow" vor Gericht Berlin

(dpa) - Zwei Rechtsextremisten müssen sich heute wegen der Vorbereitung eines Bombenanschlags gegen ein PDS-Mitglied vor Gericht verantworten. Die Mitglieder der rechtsextremen "Kameradschaft Treptow" im Alter von 17 und 20 Jahren wollten laut den Ermittlungsbehörden einen Sprengsatz mit Nägeln und Kugeln auf dem Balkon eines PDS-Anhängers plazieren. Das Urteil fällt eventuell heute.

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TAZ 04.03.1998
Bombenanschlag geplant

Junger Rechtsextremist vor Gericht. Durchsuchungen bei Kameradschaften

Ein 17jähriger Rechtsextremist muß sich gestern wegen der Planung eines Bombenanschlags gegen ein PDS-Mitglied verantworten. Die Staatsanwaltschaft wirft dem Jugendlichen vor dem Amtsgericht Tiergarten vor, zusammen mit einem 20jährigen an dem Bau der Bombe und der Planung des Anschlags beteiligt gewesen zu sein. Die beiden Mitglieder der rechtsextremen "Kameradschaft Treptow" waren am 8. Dezember im Rahmen einer Durchsuchung von 17 Wohnungen festgenommen worden. Nachdem das Verfahren gegen den mitangeklagten 20jährigen abgetrennt wurde, verhandelte das Gericht gegen den Jugendlichen unter Ausschluß der Öffentlichkeit. Während der 17jährige nach Angaben von Justizsprecherin Michaela Blume die Planung des Anschlags gestanden hat, bestreitet der Ältere die Vorwürfe.Bei der Razzia Anfang Dezember waren neben Propagandamaterial und Schußwaffen auch die Bestandteile für die Bombe gefunden worden. In diesem Zusammenhang waren in der vergangenen Woche die Wohnungen weiterer Anhänger rechtsextremer Gruppen durchsucht worden. Die vier Mitglieder des "Freikorps Berlin" und der "Kameradschaft Treptow" stehen unter
anderem in dem Verdacht, linksgerichtete Jugendliche angegriffen und mißhandelt zu haben. dpa

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TAZ 05.03.1998
Razzia gegen Rechts "Kameradschaft Treptow"
erneut durchsucht. Schulungsmaterial gefunden

Die Sicherheitsbehörden lassen die rechtsextreme "Kameradschaft Treptow" nicht mehr aus den Augen. Gestern durchsuchten in einer großangelegten Aktion etwa 60 PolizistInnen vier Stunden lang die Wohnungen von Mitgliedern der Kameradschaft. Fünfzehn Wohnungen in Schöneberg, Marzahn und Treptow wurden dabei ausgeforscht. Gefunden hat die Staatsanwaltschaft Propagandaflugblätter und "weitere rechtsgerichtete Druckerzeugnisse", wie die Sprecherin der Staatsanwaltschaft, Michaela Blume, mitteilte.Der Durchsuchung liegt ein Ermittlungsverfahren gegen fünfzehn Rechtsextremisten wegen Verunglimpfung von Verfassungsorganen und Verbreitung rechtsextremer Propaganda zugrunde. Den Beschuldigten wird nach Angaben Blumes vorgeworfen, "zum Todestag von Horst Wessel ein Flugblatt mit Texten, in denen die Zeit des Nationalsozialismus und die Strukturen der NSDAP verherrlicht werden und die verfassungsrechtliche Ordnung der Bundesrepublik als verachtenswert dargestellt wird", verbreitet zu haben. Die Beschuldigten sind zwischen 17 und 29 Jahre alt.Blume bezeichnete die Durchsuchung gestern als Erfolg, man habe neben den Flugblättern auch neonazistisches Schulungsmaterial gefunden. Die Ermittlungen dauerten jedoch noch an.
Die Durchsuchung war bereits die dritte innerhalb von vier Monaten bei einer der aktivsten Vereinigungen von NeofaschistInnen in der Stadt. Seit Dienstag steht ein Jugendlicher, ebenfalls aus der Kameradschaft Treptow, vor Gericht. Bei einer Durchsuchung im Dezember vergangenen Jahres waren bei ihm Bestandteile einer Rohrbombe gefunden worden. Gegen ihn wird nun - nach einem Geständnis - wegen der Planung eines Bombenattentats gegen ein PDS- Mitglied verhandelt. Barbara Junge


Treptower Antifa Gruppe (T.A.G.)
c/o Infoladen Daneben, Liebigstr.34, 10247 Berlin
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