Chronologie neonazistischer Aktivitäten in und um der Kneipe „Zum Henker“ in der Brückenstraße 14 in Berlin-Schöneweide

28. Februar 2009 Die Kneipe „Zum Henker“ eröffnet offiziell. Laut der Senatsverwaltung für Inneres findet jedoch schon am Vortag ein Polizeieinsatz um den „Henker“ statt, weil „Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen“ gezeigt werden.
04. März 2009
In der Brückenstraße werden zwei Aufkleber der „Aktionsgruppe Marzahn-Hellersdorf“ gefunden. Auf ihnen steht: „Linksfaschisten den Freiraum nehmen“ und „Organisiert den nationalen Selbstschutz!“.
26. März 2009
Neonazis sammeln sich im „Henker“
27. April 2009
Laut der Senatsverwaltung für Inneres findet ein Polizeieinsatz um den „Henker“ statt, wegen Volksverhetzung.
April 2009
Register Treptow-Köpenick meldet: „In der Brückenstraße in Schöneweide häufen sich Beschwerden zu rechtsextremen Vorfällen. Darunter wurde ein eingeritztes Hakenkreuz in der Scheibe einer Galerie gemeldet, das Rufen rechtsextremer Parolen und ein vermehrtes Kleben von Aufklebern mit diskriminierenden und rechtsextremen Inhalten. Als Verursacher der Vorfälle wird das Publikum einer neuen Kneipe in der Brückenstraße vermutet.“
01. Mai 2009
Nach einem Maifest in der NPD-Bundeszentrale zum 1. Mai sammeln sich stadtbekannten Neonazis um Sebastian Schmidtke und David Gudra in der Kneipe „Zum Henker“
16. Mai 2009 Laut der Senatsverwaltung für Inneres findet ein Polizeieinsatz im „Henker“ statt, wegen einer Körperverletzung.
21. Mai 2009
Rund 40 Neonazis sammeln sich nach einen Neonazi-Fußballturnier anlässlich des sog. „Herrentags“ in der Kneipe „Zum Henker“. Wiederholt ziehen sie grüppchenweise durch den Kiez und skandieren Parolen wie „Frei Sozial und National“ und „Hier marschiert der nationale Widerstand“. Die gegen 18.30 Uhr erschienene Polizei sprach zwar anfangs kurz mit dem Verantwortlichen, beschränkte sich sonst aber aufs Beobachten.
Unter den Anwesenden befinden sich bekannte Berliner Neonazis aus dem Spektrum der „Freien Kräfte“ sowie vom „Frontbann 24“ und Brandenburger Neonazis der „Freien Kräfte Teltow-Fläming“. Unter anderem Roman Kische, Dennis Kittler, Gesine Hennrich, Thomas Schirmer, Michael Brumme, Uwe Dreisch, Gordon Bodo Dreisch, Andreas Thomä, Sebastian Schmidtke, Stephan Alex, Ronny Schrader, Patrick Weiß, Marcel Königsberger, Christoph Schack, Maurice Menz und Lars Zimmermann.
23. Mai 2009
Neonazis sammeln sich im „Henker“ zur gemeinsamen Anreise zu einem Neonaziaufmarsch in Luckenwalde (Brandenburg).
Juni 2009
Ein mongolischer Künstler, der in den Spreehöfen in Schöneweide Räume angemietet hatte, wurde mehrfach am Bahnhof Schöneweide, in der Brückestraße und in den Spreehöfen von Neonazis rassistisch bepöbelt. Aufgrund der massiven Bedrohungen kündigte der Künstler sein Mietverhältnis vorzeitig.
Juni 2009
Laut einer Kleinen Anfrage, die im Abgeordnetenhaus gestellt wurde, hat im Juni in Treptow-Köpenick ein Liederabend mit einem „rechtsextremen“ Liedermacher mit ca. 40 Personen stattgefunden.
06. Juli 2009
Die Polizei nimmt in der Kneipe „Zum Henker“ drei Männer im Alter von 29, 32 und 33 Jahren fest, weil diese für alle sichtbar verbotene nationalsozialistische Symbole auf den Armen tätowiert hatten. Der Jüngste wollte sich der Festnahme entziehen indem er versuchte die Beamten mit einem Barhocker zu attackieren und wehrte sich bei der Festnahme. Bei ihm wurde ein Schlagring gefunden.
10. Juli 2009
In der Kneipe findet eine Veranstaltung des „Nationalen Widerstands Berlin“ statt, auf der eine Berliner Ortsgruppe der „Hilfsorganisation für nationale Gefangene“ gegründet wird. Es sind 40-50 Berliner Neonazis vor Ort, u.A. Thomas Markgraf, Sebastian Schmidtke, Robin Devantier, Phillip Bornemann, Gesine Hennrich, Ronny Schrader, Enrico Springer, Danny Matschke, Manuela Tönhardt, Karsten Maschke, David Gudra, Roland Scholz, Uwe Dreisch, Patrick Weiß, Deitmar Tönhardt, Cornelia Berger, Björn Wild, Dan Eriksson, Maik Brämer, Florian Stein und Paul Barrington.
16. Juli 2009
In einem Artikel im Neuen Deutschland wird ein Ladeninhaber anonym zitiert „Jeden Freitag machen sie Veranstaltungen im „Henker“. Und jeden Freitag kommen Leute in meinen Laden und sagen, ich soll aus der Brückenstraße verschwinden.“
27. Juli 2009
Das „Bündnis für Demokratie und Toleranz“ verteilt Flugblätter im Kiez gegen den „Henker“. Am Rande lassen sich Paul Barrington, Gordon Bodo Dreisch und Uwe Dreisch sehen.
03. August 2009
In der Brückenstraße in Schöneweide, vor dem Parteibüro der CDU, wurden zwei Hakenkreuze an einen Postbriefkasten gemalt und eins an einen Mülleimer.
05. August 2009
Ein 17-Jähriger und seine Freundin werden auf der Brückenstraße von vier Neonazis bedroht. Diese kamen aus dem „Henker“.
13. August 2009
Nachdem am Vormittag eine Razzia beim „Frontbann 24“ stattfand, bei der verbotene Waffen und Nazidevotionalien beschlagnahmt wurden, sammelten sich die Mitglieder zur „Krisensitzung“ im „Henker“. Als ihnen bekannte BezirkspolitikerInnen an der Kneipe vorbeigehen, versuchen sie diese einzuschüchtern.
26. August 2009
In der Brückenstraße in Schöneweide sind zwei junge Männer unterwegs, die erst viele verschiedene Aufkleber des Kameradschaftsspektrums verkleben und im Anschluss daran BesucherInnen des Linksparteibüros mit Drohgebärden begegnen. Sie tun dabei u.a. so, als würden sie die Scheiben des Parteibüros einwerfen wollen. Später stehen die beiden gemeinsam mit anderen jungen Männern vor der Kneipe „Zum Henker“.
27. August 2009
Nach einem Spontanaufmarsch des „Frontbann 24“ durch Neukölln wegen einer Strafanzeige eines ihrer Mitglieder, die sich später als erfunden rausstellt, sammeln sich Neonazi in der Kneipe „Zum Henker“.
28. August 2009
Neonazis verteilen in der Brückenstraße Flugblätter für den „Henker“ in dem gegen BezirkspolitikerInnen und Andersdenkende gehetzt wird. Verantwortlich im Sinne des Pressegesetzes ist Paul Barrington. Abends führen Neonazis eine „Soli-Feier“ durch. Barrington mobilisierte im Internet mit „bring hate with you.“
19. September 2009
Während am S-Bahnhof Schöneweide das „Fest für Demokratie“ stattfindet, sammeln sich bis zu 30 Neonazis des Kameradschaftsspektrums und vom „Frontbann 24“ im „Henker“, u.A. Uwe Dreisch, Gesine Hennrich, Ronny Schrader, Maurice Menz, Dennis Kittler, Roman Kische, Deborah Lück, Marcus Palm, Oliver Parche, Henryk Wurzel, Christian Bentz, Stephan Alex, Roland Scholz und Marco Oemus.
Von dort aus starten sie mehrfach Stör- und Spionageversuche gegen das Fest. Mit dabei sind auch Robin Devantier, Michael Brumme und Christian Stein. Sebastian Schmidtke greift am Rand FestbesucherInnen körperlich an.
26. September 2009
Die im November 2009 verbotene Neonazikameradschaft „Frontbann 24“ veranstaltet im „Henker“ ein „Oktoberfest.“ Als eine Gruppe von fünf Jugendlichen, die auf dem Weg zu den Spreehöfen war vorher im „Henker“ halt machen wollten, werden sie sofort harsch angesprochen und unvermittelt mit Pfefferspray attackiert. Die Jugendlichen flohen Richtung Bahnhof Schöneweide und wurden von „Henker“-Gästen weiter verfolgt und bedroht. Am Bahnhof erstatten sie Anzeige bei Beamten vor Ort. Unter den Nazis war Marcus Palm, Barrington blieb hinterm Tresen, duldete aber das Treiben in seiner Kneipe
03. Oktober 2009
In der Nacht wurde in der Nähe des S-Bahnhofs Schöneweide ein junger Mann von sechs jungen Männern als "Linke Zecke" beschimpft und angegriffen. Ein Angreifer sprang ihm in den Rücken, ein anderer schlug mit der Faust zu, einer zog ein Messer. Die Angreifer ließen dann jedoch auf die Aufforderung des Betroffenen hin, dass sie ihn in Ruhe lassen sollten, von ihm wieder ab. Die sechs Männer hatten Beobachtungen zufolge bereits vorher am S-Bhf. Schöneweide Migranten beleidigt und angepöbelt.
04. Oktober 2009
Nachdem Neonazis unpolitische Kneipengäste angegriffen hatten (vgl. 26. September 2009), rächten sich diese mit einem Angriff auf die Kneipe. Sie warfen Molotow Cocktails und überfuhren das NPD-Mitglied Enrico Springer. Den Angriff schlachten Neonazis seitdem als „linken Übergriff“ aus und nutzen das für Gewaltaufrufe an Andersdenkende, wie z.B. bei einem spontanen Aufmarsch noch am selben Abend im Kiez.
Im „Henker“ waren zu dem Zeitpunkt einige Nazis: Kaled Hassan, Brian Whitear, Nicole Strehl (Burg), Johanna Sedulzki (Wandlitz), Anke Salterberg (Fürstenwalde), John Riemer (Erkner), Jennifer Gernot, Christian Kohnke (Bernau), Stefan Pieper, Oliver Ölschlägel, Marco Kutzeck, Paul Barrington, Danny Leszinski und Ines Wegener. Später kam noch Marcus Palm hinzu.
08. Oktober 2009
Am Wahlkreisbüro von Gregor Gysi, in der Brückenstraße in Schöneweide wurde das Schloss der Eingangstür mit Kleber beschädigt. Es musste ausgewechselt werden.
10. Oktober 2009
Auch eine Woche später hält der Angriff auf den „Henker“, selbst nachdem die Polizei die Tat inklusive ihres unpolitischen Motivs aufgeklärt hat, als Vorwand her, für Neonazis durch die Berliner Bezirke Mitte und Friedrichshain zu ziehen und Namen von vermeintlichen AntifaschistInnen in Kombination mit Gewaltaufrufen zu verlesen.
Ein 18-jähriger Linker wird gegen 22 Uhr 40 in der S-Bahn von mehreren Neonazis geschlagen, die an der Demonstration teilgenommen haben und sich auf dem Nachhauseweg befinden.
30. Oktober 2009
Im „Henker“ findet eine „Halloweenfeier“ statt, bei der bekannte Neonazis wie Sebastian Schmidtke, Ines Wegner und Danny Leszinsky erschienen. In der Brückenstraße wird ein Mann aufgrund seines Aussehens von zwei „Henker“-Gästen rassistisch beschimpft und mit einer Flasche im Gesicht verletzt, wodurch Folgeschäden die Sehkraft des linken Auges nachhaltig beeinträchtigten.
07. November 2009
Nachdem ein Konzert der Neonazi-Bekleidungsmarke „Erik and Sons“ in Oberschöneweide durch die Polizei untersagt wurde, sammeln sich vor allem die Neonazis unter den ehemaligen Konzertbesuchern im „Henker“.
19. November 2009
Eine 10-köpfige Gruppe Neonazis um Gesine Hennrich und Sebastian Schmidtke zog aus dem „Henker“ kommend zum S-Bahnhof Schöneweide und schlug auf dem Bahnsteig einen Jugendlichen zusammen. Als Vorwand gaben sie später bei der Polizei an, ihre Kneipe wäre beschädigt worden und sie hätten nach Tätern gesucht. In Wirklichkeit störte die Nazis ein Antifa-Infostand vor dem S-Bahnhof, den sie anzugreifen planten.
20. November 2009
Neonazis versuchen ihren gestrigen Übergriff am S-Bahnhof den sie vom „Henker“ aus starteten, politisch umzudeuten als Verteidigungsaktion. Dazu führen sie mit knapp 150 Personen einen spontanen Aufmarsch um die Kneipe herum durch.
November 2009
Laut einer Kleinen Anfrage im Abgeordnetenhaus, hat im November 2009 ein Liederabend mit einem „rechtsextremen“ Liedermacher stattgefunden, bei dem ca. 40 Personen anwesend waren.
05. Dezember 2009
Nach einem Neonaziaufmarsch in Königs Wusterhausen sammeln sich ehemalige Versammlungsteilnehmer im „Henker“ und bedrohen Passanten.
06. Dezember 2009
Eine Gruppe von Jugendlichen kommt am frühen Morgen aus einer Diskothek in den Spreehöfen in Schöneweide. Als sie an der Kneipe „Zum Henker“ vorbeilaufen werden sie mit den Worten „Ihr Autonomen, wir bringen Euch um, wir machen Euch fertig“ beschimpft und mit Steinen, Flaschen und Messern angegriffen. Zunächst sind es nur fünf Personen, die angreifen, aus der Kneipe stürmen jedoch noch weitere 20 bis 30 Personen, die die Jugendlichen jagen. Die alarmierte Polizei schreitet nicht ein. Einer der angegriffenen Jugendlichen wurde durch eine Flasche am Kopf verletzt.
16. Dezember 2009
Auf YouTube veröffentlicht Gordon Bodo Dreisch ein Musikvideo für den „Henker“ bei dem Andersdenkende beleidigt werden.
24. Januar 2010
Gegen halb 2 Uhr nachts wurde ein Besucher aus dem „Henker“ von der Polizei in der Brückenstraße kontrolliert, weil dieser, nachdem er die Beamten bemerkt hatte, den rechten Arm hob und ihnen den Mittelfinger zeigte.
09. Februar 2010
Eine Frau, die bekannt dafür ist, Neonazi-Propaganda zu entfernen, wird erst im Bahnhof Schöneweide, dann im Fußgängertunnel und später beim „Henker“ auf der Spreebrücke vom Neonazi Matthias Römer verfolgt, später von einem weiteren fotografiert. Beide Aktionen dienen der Einschüchterung der politischen Gegnerin.
20. März 2010
In der Kneipe „Zum Henker“ findet eine „Mobilisierungsveranstaltung“ statt bei der sich ca. 70 Personen einfinden. Laut einer Internetseite des Kameradschaftsspektrums, soll es sich um eine Informationsveranstaltung zum 1. Mai 2010 gehandelt haben, bei der auch Nazis aus Greifswald und NRW anwesend waren. Als Redner war der bekannte Neonazi Axel Reitz vor Ort.
21. März 2010
In der Michael-Brückner Straße wird gegen 6.30 Uhr eine Frau von einem Neonazi mit den Worten „Diese Kneipe gehört Frontbann24!“ angegriffen. Sie erhielt einen Faustschlag ins Gesicht.
19. April 2010
Im Fußgängertunnel am S-Bahnhof Schöneweide wurden mehrere Hakenkreuze gesprüht, u.a. auf das Graffiti. Außerdem waren die Parolen „Heil Hitler“, „Fuck Antifa“ und „Fuck Silvio Meier einer muss immer der erste sein“ gesprüht. In der Brückenstraße und auf der Brücke zur Edisonstraße war mehrfach auf dem Boden mit roter Farbe die Internetadresse der Neonazi-Demo am 1. Mai gesprüht und am Büro der Partei „Die Linke“ klebten Aufkleber für diese Demo. Auch in der Schnellerstraße Ecke Spreestraße wurden Parolen und Hakenkreuze gesprüht. U.a. war hier die Parole "Nur Hitler" zu lesen und die Adresse der Internetseite, die die Neonazidemo am 1. Mai bewirbt wurde gesprüht.
22. April 2010 Das Büro der Linkspartei, das sich in der Brückenstraße befindet, wurde mit Farbe beschmiert.
23. April 2010
Neonazis schmierten an die Außenwand neben der Sparkasse in der Brückenstraße und neben einem Uhrengeschäft den Schriftzug "Widerstand infonet" in einer Größe von ca. 300 cm x 30 cm.
27./28. April 2010
In der Brückenstraße in Schöneweide werden Flugblätter in die Briefkästen von AnwohnerInnen gesteckt. Diese nehmen Bezug auf eine Demonstration, die am 30.04.2010 gegen das rechtsextreme Klientel der Kneipe „Zum Henker“ in Schöneweide stattfinden soll. Auf diesen wird vor „Gewalttätern, Brandstiftern, Chaoten und anderen Kriminellen“ gewarnt, die sich in Schöneweide einfinden, mit der Absicht, den Kiez in „Schutt und Asche“ legen zu wollen. Das Flugblatt stammt angeblich von einem „Zusammenschluss besorgter Bürger. Aufgrund von Formulierungen, die die Gegner des Henkers u.a. als „Abschaum“ und „Kriminelle“ bezeichnen, kann man davon ausgehen, dass das Flugblatt seine Quelle im Publikum oder Personal der Kneipe „Zum Henker“ hat.
30. April 2010
Während einer Demonstration, die sich gegen die Kneipe „Zum Henker“ richtet, sammeln sich dort ca. 30 Neonazis. Eine dieser Personen zeigt in der Kneipe den Hitlergruß. Beim Einsatz in der Kneipe stellt die Polizei bei einer weiteren Person eine Tätowierung fest, die verbotene Symbole des Nationalsozialismus (Sturmabzeichen der SA) zeigt. Gegen beide Personen wird ein Ermittlungsverfahren eingeleitet. Im „Henker“ befanden sich u.a. Uwe Dreisch, Gesine Hennrich, Ronny Schrader, Danny Leszinski, Paul Stuart Barrington.
01. Mai 2010
Durch den Protest vieler Tausender Menschen, wurde die geplante Großdemonstration der Berliner Neonaziszene zum am 1. Mai erheblich verkürzt. Ungefähr 50 Neonazis versuchten am Abend dann eine Demonstration von Schöneweide nach Rudow durchzuführen. Daran wurden sie von der Polizei gehindert und blieben stattdessen an der Kneipe „Zum Henker“.
29. Mai 2010
Am Bahnhof Schöneweide findet das „Fest für Demokratie und Toleranz – gegen Angsträume“ statt. Immer wieder versuchen Neonazis auf der Veranstaltung zu provozieren, in dem sie mit eindeutig rechtsextremen Symbolen über das Fest laufen, BesucherInnen abfotografieren und pöbeln. Mit dabei waren Paul Barrington, Christian Stein und Julian Beyer. Die Polizei verhindert viele dieser Störversuche im Vorfeld. Nach einem gescheiterten Aufmarsch in Bernau kehren gegen 15:30 Uhr rund 30 Neonazis in den „Henker“ ein. Auf dem Weg vorbei am Fest pöbeln diese die Besucher an. Dabei sind Gesine Hennrich, Daniel Weber, Daniel Krivian, Demitrio Krüger, Michael Meißer, Mike Gruber, Uwe Dreisch, Mandy Heidenwolf.
01. Juni 2010
Das Jugendbündnis „Bunt statt braun“ hängt in Schöneweide Tafel auf, die von Jugendlichen bunt bemalt wurden. Sie sind aus dem Projekt "Schöne Wände bunt" entstanden und sollen die Vielfältigkeit Schöneweides darstellen und ein Zeichen gegen die Neonaziszene in Schöneweide sein, vor allem ein Gegenpol zur Kneipe „Zum Henker“. Beim Aufhängen der Tafeln, werden Menschen des Bündnisses von Neonazis fotografiert und auf der Internetseite der sogenannten „Freien Kräfte Süd-Ost“ abgebildet. Ziel dieser Veröffentlichung durch die Neonazis, ist die Einschüchterung politischer Gegner.
27. Juni 2010
Gegen 4:30 Uhr wird ein junger Mann in der Tram in der Wilhelminenhofstraße von vier Neonazis angegriffen, die Haupttäter sind Josef Irchenhauser und Denis Schünemann. Nachdem sie dem Mann durch Schläge Kopfverletzungen zugefügt hatten, verfolgten sie mit einem Auto die Straßenbahn bis nach Hohenschönhausen, wo sie ihr Opfer erneut angriffen. Sie gingen dabei laut Polizeiangaben mit „brachialer Gewalt“ vor. Im Oktober 2010 wurden vier Tatverdächtige festgenommen. Bei der Durchsuchung ihrer Wohnungen wurden bei der Tat getragene Bekleidungsstücke und indizierte rechtsextreme Tonträger beschlagnahmt. Die Täter kamen vor der Tat aus dem „Henker“.
16. Juli 2010
Im „Henker“ findet eine „Mobilisierungsveranstaltung“ für einen Naziaufmarsch in Dortmund statt. Über 40 Nazis besuchen diese Veranstaltung. Nach eigenen Angaben sprach ein „Kamerad aus dem JN Landesvorstand von Sachsen Anhalt“ und zwei Neonazis aus Dortmund.
26. August 2010
Der Betreiber der Kneipe „Zum Henker“ Paul Barrington stellt während der Bürgerfragestunde in der BVV eine Anfrage zum Umgang mit seiner Kneipe. Zu seiner Unterstützung hat Sebastian Schmidtke eine Kundgebung vorm Rathaus Treptow unter dem Motto „Zum Henker mit den Demokraten“ angemeldet. Ca. 30 Neonazis beteiligen sich an dieser Kundgebung. Unter ihnen sind Gesine Hennrich, Ronny Schrader, Oliver Parche, Udo Voigt, Stefan Lux, Julian Beyer, Steve Hennig, Uwe Dreisch, Sven Haverlandt, Detlef Appel, Ines Wegener, Jan Sturm, Paul Barrington, Mandy Schmidt, Fritz Liebenow, Daniel Weber, Marco Oemus, Josef Irchenhauser, Sascha Kari, Rene Palme und andere.
27. November 2010
In Schöneweide wird an dem Haus in der Brückenstraße, in dem sich die Kneipe „Zum Henker“ befindet ein Plakat des Gestaltungswettbewerbs „Schöne Wände bunt“ abgerissen. Das Plakat war auf einer großen Werbetafel angebracht worden. Die Täter wurden beim Abreißen beobachtet. Sie kamen aus der Spreestraße.
06. Februar 2011 In der Kneipe „Zum Henker“ findet eine Veranstaltung mit mehreren Dutzend Teilnehmer/innen statt. Es handelt sich um eine Schulung zum Thema Verhalten bei Demonstrationen. Während er Veranstaltung wurde auch politisches Infomaterial zu politischen Gegnern und zu Dresden verteilt.
09. Februar 2011
An die Scheiben des Büros der Partei Die LINKE in der Brückenstraße in Niederschöneweide wird ein Plakat aus dem rechtsextremen Spektrum geklebt, dass an die Bombardierung Dresden im Jahr 1945 erinnert. Es wurde genau über ein Plakat gegen einen Naziaufmarsch in Dresden geklebt, das von innen an die Scheibe angebracht wurde.
12. Februar 2011 Die Scheiben des Büros der Partei Die LINKE in der Brückenstraße werden eingeschlagen.
07. März 2011
Gegen 2 Uhr 30 hatten Polizisten zwei maskierte Männer beobachtet, wie sie über ein Baugerüst an die Hausfassade eines Hotels in der Michael-Brückner-Straße gelangten und ein schwarzes Hakenkreuz an die Fassade sprühten. Die Beamten nahmen die beiden Tatverdächtigen im Alter von 23 Jahren fest. Zeugen erkannten unter ihnen David Eichner. Die beiden auf frischer Tat Ertappten sind zudem verdächtig, bereits zuvor in der Michael-Brückner-Straße das Bürgeramt und das erst vor kurzem eröffnete „Zentrum für Demokratie“ sowie in der Brückenstraße das Parteibüro der "Linken" und ein Wohnhaus mit rechten Parolen und Symbolen beschmiert zu haben. Noch während die Polizisten die Festgenommenen überprüften, strömte eine Gruppe von Personen aus dem „Henker“, in die Michael-Brückner-Straße. Herbeigerufene Bereitschaftspolizisten stellten die Personalien von sieben der Männer sowie einer Frau fest. Ein angetrunkener 24-jähriger Mann wehrte sich. Gegen ihn wird nun ein Ermittlungsverfahren wegen Widerstandes gegen Vollstreckungsbeamte eingeleitet.
15. März 2011
Während im Zentrum für Demokratie eine Diskussionsveranstaltung zum Thema „Demokratieerklärung oder Bespitzelungsklausel“ stattfindet, veranstalten Neonazis aus dem Spektrum der verbotenen Kameradschaft „Frontbann24“ eine Gegenkundgebung mit ca. 40 Personen. Anmelder war Uwe Dreisch, anwesend waren David Gudra, Christian Bentz, Sebastian Dahl, Christian Schmidt, Rene Palme, Mike Thurau u.A. Abseits standen noch Marco Oemus, Gordon Bodo Dreisch und Gesine Hennrich. Ihre Veranstaltung musste auf der gegenüberliegenden Straßenseite an der TRAM-Haltestelle des S-Bahnhofs Schöneweide stattfinden. Nach 40 Minuten, in denen über Megafon gegen die Leiterin der Mobilen Beratung gegen Rechtsextremismus gehetzt wurde, beenden sie ihre Kundgebung.
26./27. April 2011
In der Nacht vom 26. auf den 27. April wird am Parteibüro der LINKEN in der Brückenstraße in Schöneweide eine Scheibe beschädigt. Hinter der Scheibe hängt ein großes Plakat mit dem Portrait Gregor Gysis. Die Scheibe wurde direkt an der Stirn Gysis beschädigt. Sie ist mehrfach gesprungen.
20. Mai 2011 Bei einer Verkehrskontrolle in der Brückenstraße entdecken Polizisten eine Tätowierung auf dem linken Unterarm eines Neonazis mit dem Schriftzug "Frontbann" und leiten ein Ermittlungsverfahren wegen Verwenden von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen (§ 86a StGB) ein.
21. Mai 2011
Während das Fest für Demokratie am S-Bhf Schöneweide stattfindet versuchen Neonazis immer mal wieder über das Fest zu laufen oder sich am Rand des Festes zu platzieren und das Fest zu beobachten. Gegen Mittag kommen die ersten, gegen Ende des Festes um 22 Uhr verlassen die letzten unerwünschten Besucher den Rand der Veranstaltung. Mit dabei sind Andreas Thürmann, „Henker“-Wirt Paul Stuart Barrington, Robin Devantier, Sebastian Schmidtke, Deborah Lück, David Gallien, Julian Beyer und Daniel Krivian.
13. Juni 2011
Ein Mahnmal in der Griechischen Allee in Oberschöneweide, das an Widerstandskämpfer gegen den Nationalsozialismus erinnert, ist mit Hakenkreuzen und Parolen beschmiert worden.
14. Juni 2011
Jugendliche die gegenüber der Kneipe „Zum Henker“ eine Garagenwand bemalen wollten, sind dort von Gästen des Lokals belästigt und bedroht worden, sodass sie die Bemalung abbrechen.
15. Juni 2011 An die Garagenwand gegenüber der Kneipe „Zum Henker“ wird in der Nacht die Parole "Frei Sozial National" gesprüht.
Mitte Juni Sebastian Schmidtke beginnt mit dem Bezug einer Ladenzeile in der Brückenstraße 9. Er plant hier fortan unter dem Namen "Hexogen" (ein Wehrmachts-Sprengstoff aus dem zweiten Weltkrieg) Waffen und "Sicherheitsdienstbedarf" zu verkaufen.
19. Juni 2011 Gleich zwei Mal wird am Zentrum für Demokratie die Jalousie an der Eingangstür beschädigt. Von Samstag auf Sonntag wird die Jalousie im unteren Bereich eingetreten, von Sonntag auf Montag in Bauchhöhe eingeschlagen, so dass sie nur noch notdürftig hochgefahren werden konnte. Besucher_innen müssen nun bückend in die Einrichtung eintreten.
23. Juni 2011
Eine Gruppe Jugendlicher, die erneut versucht die Garagenwand gegenüber der Kneipe „Zum Henker“ zu besprühen wird von Neonazis bepöbelt und bedroht. Als sie die Aktion beenden werden sie von Neonazis verfolgt. Sie versuchen unter der Brücke zu fliehen und laufen bis sie an einem Zaun nicht mehr weiterkommen. Dabei werden sie von den Neonazis verfolgt, die sich dann vermummen. Erst zu diesem Zeitpunkt schreiten Zivilbeamte der Polizei ein.
28. Juni 2011
Zwei Zivilbeamte der Polizei werden von Gästen des Lokals „Zum Henker“ verfolgt als sie von der Brückenstraße in die Spreestraße gehen. Dort wollen sie in ihr geparktes Auto einsteigen. Die Gruppe von vier Verfolgern hatte sich vermummt und die Zivilbeamten teilweise massiv bedroht. Erst nachdem die Beamten sich als Polizisten zu erkennen gaben, ließen die Neonazis von ihnen ab. Mit der Unterstützung weiterer hinzugezogener Polizeibeamter konnten die Verfolger, die in den „Henker“ geflüchtet waren, vorläufig festgenommen werden. Im „Henker“ wurden bei einer Begehung „diverse Schlag- und Stichwerkzeuge“ sichergestellt und die Personalien weiterer Gäste aufgenommen. Weitere Nazis trieben sich im Kiez herum, unter ihnen Sebastian Schmidtke, Christian Bentz und Sebastian Zehlecke.
Anfang Juli 2011 In der Griechischen Allee in Oberschöneweide werden Sprühereien entdeckt, die mit Schablone angebracht wurden. Besprüht wurde mindestens ein Stromkasten, der Gehweg und eine Sitzbank. Die Sprüherei besteht aus der Parole „lasst die Kühe im Dorf!! Schöneweide bleibt national!!!“ und einer kleinen Kuh darunter. Hier wird Bezug genommen auf die Aktion „Schöner weiden ohne Nazis“.
8. Juli 2011 Neonazis haben verschiedene Transparente in Niederschöneweide an ein Gerüst und an die ehemalige Brauerei gehangen. Sie nehmen darauf Bezug auf die Demonstration gegen den „Hexogen“, die am gleichen Tag stattfindet. Auf den Transparenten in der Spreestraße und der Schnellerstraße ist zu lesen: „Lieber tot als rot“, „hupen gegen links“ und „Deutsche Farbenlehre: braun gehört zu bunt“. Es wurde außerdem eine Reichskriegsflagge an ein Baugerüst angebracht. Es waren zudem in der Flutstraße und der Brückenstraße verschiedene Parolen gesprüht worden wie „White Power“, „NS-Jetzt“ ein Hakenkreuz u.a.. Auch das Grafitti gegenüber der Kneipe „Zum Henker“ ist mit rechtsextremen Parolen übersprüht worden. Im Zusammenhang mit der Demonstration waren am Freitag auch Neonazis beobachtet worden, die T-Shirts anhatten auf denen in Frakturschrift auf der Vorderseite „Unser Kiez“ und hinten „Schöneweide bleibt deutsch-national“ stand.
8. Juli 2011 Ca. 50 Neonazis veranstalten eine Demonstration vom S-Bahnhof Adlershof zum S-Bahnhof Spindlersfeld. Zeitgleich findet eine Demonstration von Antifagruppen, zivilgesellschaftlichen Initiativen und Parteien durch Schöneweide statt, die sich gegen den Laden „Hexogen“ richtet. Der „Hexogen“ wird von Neonazis betrieben und soll im Juli 2011 eröffnen.
14. Juli 2011 Die Schaufensterscheibe des Bürgerbüros der Linken in der Brückenstraße wird beschädigt und auf die beschädigte Stelle zwei Aufkleber mit der Aufschrift "Wir würden niemals behaupten, dass Rudolf Heß ermordet wurde..." geklebt.
15. Juli 2011 Rund 20 Neonazis sammeln sich vor einem NPD-Aufmarsch in Neukölln im "Hexogen". Mit dabei sind Uwe Dreisch, Marco Oemus und Christian Stein.
16. Juli 2011 Die drei Jugendliche waren gegen 5 Uhr aus einer Diskothek in den Wilhelminenhöfen in Richtung S-Bahnhof Schöneweide unterwegs, als sie zunächst von drei unbekannten Männern an der Michael-Brückner-Straße Ecke Sterndamm angesprochen wurden. Plötzlich kamen drei Vermummte zu den ersten drei Unbekannten hinzu und gemeinsam schlug und trat das Sextett auf die überraschten Angegriffenen ein. Drei Tatverdächtige entfernten sich danach in die Kneipe "Eisenbahner" (Michael-Brückner-Straße), konnten dort jedoch von alarmierten Polizeibeamten festgenommen werden, nachdem die Geschädigten sie zweifelsfrei als Täter wiedererkannt hatten. Einem Tatverdächtigen gelang die Flucht, nachdem sich zahlreiche aggressive Lokalgäste mit den Festgenommenen solidarisierten und die polizeilichen Maßnahmen erheblich behinderten.
Gegen die beiden 22- und 24-jährigen Tatverdächtigen, die der rechten Szene zugerechnet werden können, wurden Ermittlungsverfahren wegen gefährlicher Körperverletzung eingeleitet. Die drei Angegriffenen erlitten leichte Verletzungen im Kopf- und Oberkörperbereich.

30. Juli 2011 In der Kneipe „Zum Henker“ findet eine „Autogrammstunde“ der rechtsextremen Band "Marci & Kapelle" statt, zu der sich ca. 50 – 60 Neonazis versammeln.
02. August 2011 Die Schaufensterscheibe des Bürgerbüros der Linken in der Brückenstraße wird beschädigt.
03. August 2011 In Schöneweide jagen am Mittag drei Neonazis einen Pressefotografen durch die Brückenstrasse. Die Verfolger waren Aufgrund ihrer Kleidung eindeutig als Neonazis zu erkennen und hielten sich zuvor an dem rechten Szeneladens "Hexogen" auf. Dem Journalist gelang die Flucht in ein Geschäft.
04. August 2011 Am Zentrum für Demokratie am Michael-Brückner-Platz werden drei Jalousien so stark beschädigt, dass sie aus der Führungsschiene herausbrechen. In der gleichen Nacht hängt die NPD viele Wahlplakate in Schöneweide auf.
12. August 2011 In der Brückenstraße eröffnet offiziell der Laden „Hexogen“ von Sebastian Schmidte in dem Waren für „den nationalen Aktivisten“ verkauft werden. Mitarbeiter ist David Eichner (siehe Eintrag vom 07. März 2011).
15. August 2011 In Sebastian Schmidtkes "Hexogen" (Brückenstraße 9) werden Bustickets für einen Naziaufmarsch in Dortmund im September verkauft. Als Lockangebot bietet er zu den 30€ Tickets ein Gratis Pfefferspray und 10% Rabatt bei Einkäufen im Geschäft an.
20. August 2011 Am Rand des antifaschistischen Festivals Kontrollverluste im Krahnbahnpark Schöneweide, versuchen die Neonazis Michael Meißner, Stephan Held, Nina Avemann und Robert Hardege das Fest von der anderen Uferseite aus zu observieren und machen Fotos. Zwei Antifas konnten sie verscheuchen.
Den Tag über versammelten sich um die zehn Neonazis im „Hexogen“ und später im „Henker“, die mit Ferngläsern die Brückenstraße beobachteten und versuchten, Festivalteilnehmer_innen einzuschüchtern. Mit dabei: Marco Oemus.
30. August 2011 Am S-Bahnhof Schöneweide veranstaltet die NPD eine Wahlkampfkundgebung. Ca. 10 Parteianhänger und ein Wahlkampfmobil waren vor Ort. Redner waren u.a. der Parteivorsitzende Udo Voigt und Sebastian Schmidtke, der auf Listenplatz Nr. 3 für für die NPD in Treptow-Köpenick antritt. Für diesen Tag hatte sich Klaus Wowereit, regierender Bürgermeister von Berlin für einen Wahlkampauftritt im Center Schöneweide angekündigt. Nach der Kundgebung der NPD fand dieser Autritt statt. Bei seiner Ankunft wurde er von den Neonazis der NPD ins Center begleitet. Nachdem diese ein paar Anti-Antifa Fotos der Anwesenden geschossen hatten, verließen sie die Wahlkampfkundgebung der SPD.
31. August 2011 In der Kneipe „Zum Henker“ hält der Bundesvorsitzende der NPD Udo Voigt eine Wahlkampfveranstaltung ab.
03. September 2011 Zwischen 6 und 7:30 Uhr am Morgen werden Vertreter_innen der SPD am Bahnhof Schöneweide an einem Infotisch von drei angetrunkenen Neonazis, die aus der Kneipe „Zum Henker“ kamen genervt und belästigt. Im Verlauf der Auseinandersetzung riefen die Neonazis Verstärkung aus der Kneipe „Eisenbahner“. Bevor die nun größere Gruppe den Stand der SPD angreifen konnte, schritt die Polizei ein, erteilte Platzverweise und übernahm den Schutz für den Infostand der SPD.
11. September 2011 Ca. 50 Neonazis sammeln sich in Schöneweide, um zu einer Wahlkampfveranstaltung der NPD am Alexanderplatz zu fahren. Mit dabei: Uwe Dreisch und Marco Oemus. Auf der Internetseite der Partei war eine Kundgebung mit Konzert in Schöneweide angekündigt worden. Die Veranstaltung fand dann aber Alexanderplatz statt. Dort versammelten sich insgesamt 150 Teilnehmende.
14. September 2011 Am Parteibüro der Linken in der Brückenstraße in Niederschöneweide wurde eine Scheibe beschädigt.
30.September 2011 Im "Henker" findet ein sogenanntes "Oktoberfest" statt.
20. Oktober 2011 Gordon Bodo Dreisch veröffentlicht unter dem Namen "Midgards Stimme" eine CD mit dem Titel "Krieg bis zum Sieg" mit einem Lied für den "Henker".
27. Oktober 2011 An die Eingangstür des Zentrums für Demokratie ein Aufkleber der NPD mit der Aufschrift „Gute Heimreise“ geklebt. Zusätzlich war ein Riss in der Scheibe der Eingangstür, der auf Gewaltanwendung schließen lässt.
29. Oktober 2011 Im "Henker" fand eine "Halloween Party" statt.
1. November 2011 Ein weiteres Mal wird an die Scheibe des Zentrums für Demokratie geschlagen, sodass die Scheibe noch weiter reißt als bei der Beschädigung am 27. Oktober 2011. Fast täglich werden die Scheiben des Zentrums für Demokratie bespuckt.
13. November 2011 An die Scheibe des Büros der Linkspartei in der Brückenstraße in Schöneweide wurde folgende Parole Geschmiert: "NS jetzt - Fuck Antifa".
28. November 2011 An einem Einkaufscenter in Schöneweide wird ein Schwarzer durch zwei Neonazis rassistisch beschimpft und geschlagen. Die beiden Täter fahren mit einem Bus weiter nach Neukölln. Dort werden ihre Personalien überprüft, weil sie rechte Parolen rufen. Einer der Täter ist ex-"Frontbann24" Chef Uwe Dreisch.
22. Dezember 2011 Zwei junge Männer befinden sich am Hauptausgang des Bahnhofs Schöneweide. Einer der Beiden wird von einem jungen Skin auf seinen Begleiter mit der Pöbelei „Du hast da was“ angesprochen. Da sein Begleiter so aussieht, als könnte er einen Migrationshintergrund haben, fühlen sich die beiden Männer rassistisch angemacht. In einem kurzen Gespräch mit dem Pöbler stellen sie fest, dass der an seiner Jacke einen Button mit der Aufschrift „NSU“ trägt.
30. Dezember 2011 Im „Henker“ findet ein sogenannter „Liedermacherabend“ statt. Es spielte die Neonazi-Band „Thors Rache“ in Unterstützung von „Infestus“ auf Einladung von Paul Barrington und Danny Leszinski. Anwesend waren Michael „Lunikoff“ Regener, „Tätervolk“ und Gordon Bodo Dreisch alias „Midgards Stimme“.
01. Januar 2012 Im "Henker" findet eine "Neujahrsfeier" statt.
14. Januar 2012 Am Abend wird im „Henker“ eine sogenannte „Bombenholocaustandachtsfeier“ anlässlich des Jahrestags der Bombardierung Magdeburgs im zweiten Weltkrieg durchgeführt. Zielgruppe waren vor allem Berlin und Brandenburger Nazis die zuvor an einem Naziaufmarsch in Magdeburg teilgenommen haben. Anwesend war u.A. Ronny Schrader. Rund 100 Menschen protestieren gegen die Veranstaltung mit dem geschichtsrevisionistischen Titel. Im Kiez treibt sich Christian Stein rum.



Treptower Antifa Gruppe (T.A.G.)
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