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Chronologie
faschistischer Übergriffe in Treptow/ Köpenick.
1999 2000
2001 2002 2003
2004 2005 2006 2007 2008 2009
2005
01.01.2005: In der Sylvesternacht wird am S-Bahnhof Köpenick ein Punk von einem
Nazi mit einer Glasflasche attackiert.
Außerdem wird die Kirche in Baumschulenweg mit Drohungen gegen den
Pfarrer besprüht. Nach seinen Angaben wurde im November 2004 bereits
sein Auto beschädigt. Die Neonazis richten sich gegen das Agagement
des Pfarrers im"Bündnis gegen rechte Gewalt" und im Verein
"Asyl in der Kirche"
02.01.2005: Erneut werden von Nazis beim Dönerimbiss Südpool
die Scheiben eingeworfen.
17.01.2005: Der Treptower Neonazi Mike Rico Stern wurde wegen versuchter
gefährlicher Körperverletzung zu 200 Euro Strafe verurteilt.
Er hatte am 14.Februar 2004 zusammen mit Rico Baltrusch einen Punk am
Busbahnhof Schöneweide angegriffen. Rico Baltrusch zeigte dabei den
Hitlergruß und versuchte eine Hitler-Rede zu imitieren. Außerdem
drohte er an, die Beiden auch erschießen zu können. Er wurde
bereits zuvor zu einer höheren Strafe verurteilt, da er direkt zugeschlagen
hatte.
01.02.2005: Der Mäkische Heimatschutz steckt, nach eigenen
Angaben, Flugblätter zur Agenda 2010 in Briefkästen in Oberschöneweide.
03.02.2005: Diesmal will der MHS vor dem Einkaufszentrum am Bhf.
Schöneweide flyer verteilt haben.
13.02.2005: Die BASO, angeführt von ihrem Chef René
Bethage, läuft beim Nazigroßaufmarsch, anlässlich der
alliierten Bombardierungen der Stadt im Februar 1945, in Dresden mit.
Der Treptower Nazikader Andras Thürmann ist Ordner im BASO-Block.
Angereist sind sie mit einem eigenen Reisebus. Mit diesem fuhren sie auch
nach dem Aufmarsch zurück nach Berlin zum S-Bahnhof Adlershof.
16.02.2005: In Schönweide werden A3 s/w Plakate zum 75igsten
Todestag des SA-Mannes Horst Wessel verklebt.
23.02.2005: Der Treptower Nazi Andreas Thürmann klebt mit
anderen Aktivisten der BASO und Kameradschaft Tor in Freidrichshain Horst
Wessel Plakate und Aufkleber.
25.02.2005: Ein 24jähriger wird von drei Neonazis in Oberschöneweide
erst verprügelt und dann in die Spree geworfen. Die Feuerwehr kann
ihn mit starken Erfrierungen retten.
Anfang März: Die NPD steckt massiv Nazipropaganda in die Briefkästen
des Allende-Viertels in Köpenick.
06.03.2005: Mitglieder der BASO und KS-Tor versuchen im brandenburgischen
Halbe den nationalsozialistischen Heldengedenktag durchzuführen,
was aber an einem Großaufgebot der Polizei bereits in Berlin Schöneweide
scheitert. Als Ausweichort führen sie nach Spandau um auf einem unbekannten
Friedhof sich im Kreis aufzustellen und ein Lied zu singen.
09.03.2005: Der Senat von Berlin verbietet die Berliner Alternative
Südost, Kameradschaft Tor und Mädelgruppe der KS-Tor nach Vereinsrecht,
da sie gegen die Verfassung agieren. Bei zehn Mitgliedern u.a. Rene Bethage,
Björn Wild und Lutz Giessen werden in den Bezirken Schönefeld,
Lichtenberg, Treptow, Prenzlauer Berg und Wilmersdorf Hausdruchschuchungen
durchgeführt, bei denen Propagandamaterialien sichergestellt werden.
10.03.2005: Einige Neonazis der verbotenen Kameradschaften Tor
und BASO tauchen bei einer Veranstaltung des Mobilen Beratungsteams gegen
Rechtsextremismus in der Köpenicker Volkshochschule in Hessenwinkel
auf und provozieren die ReferentInnen.
18.03.2005: Eine Geburtstagsfeier von 26 Neonazis wird in Johannisthal
(Landfliegerstraße) wird von der Polizei wegen Ruhestöhrung
und Flaschenwerfens aus dem Fenster aufgelöst.
19.03.2005: Etwa 30 Mitglieder der verbotenen Kameradschaften BASO
und Tor beteiligen sich an einem Neonaziaufmarsch in Dresden. Bei der
Abreise nach Berlin jagen sie mehrere linke Jugendliche durch den Dresdner
Bahnhof und verletzen mind. drei schwer. In erster Reihe der Johannisthaler
Andreas Thürmann und der Aktivist des Märkischen Heimatschutzes
Sebastian Schmidtke. Im Zug Richtung Berlin schlagen sie weitere Nazigegner.
25.03.2005: Fünf Jugendliche werden in Johannisthal von 15
Polizisten festgenommen, weil sie zwei Neonazis bedroht und Nazipropaganda
entfernt haben sollen. Währenddessen wird in Altglinicke eine Person
von Nazis zusammengeschlagen und am Bahnhof Schöneweide sammeln sich
etwa 20 Neonazis am Stübl. Darunter auch Steve Haberkorn, Paul Krimmer
und Dennis Eister.
29.03.2005: NPD-Nazis kleben die Umgebung des S-Bahnhof Spindlersfeld
mit
rassistischen und antiamerikanischen Aufklebern zu.
02.04.2005: Eine Spontandemo von AntifaschistInnen in Johannisthal
wegen dem Mord an einem Punk in Dortmund wird von Neonazis pöbelnd
begleitet. Am S-Bhf. Schöneweide muss die Polizei 40 Neonazis den
Weg zu der Demo versperren.
In der Brückenstraße stören zwei Neonazis einen PDS Infostand
und reißen Anti-Nazi-Plakate ab.
05.04.2005: 20 Neonazis aus BASO und Märkischer Heimatschutz
Umfeld, mit dabei Andreas Thürmann, Gabriel Landgraf und Gordon Reinholz
greifen fünf Jugendliche vor dem Jugendclub Café in Köpenick
mit Stöckern, Ketten und Pfeffergas an, weil diese zur Veranstaltung
"Des Nazis neue Kleider" gehen wollen. Die fünf retten
sich ins Café, die alarmierte Polizei kommt nach etwa 30 Minuten
und kann die Nazis nicht mehr ausfindig machen. Danach filmten und fotografierten
die BASO-Aktivisten vermeintliche Linke in der Seelenbinderstraße.
Kurze Zeit später tauchte die Gruppe im Jugendclub JuJo in Johannisthal
und in der Linse in Lichtenberg auf und bedrohten Sozialarbeiter und Jungendliche.
Wiederum wenige Zeit später fuhren sie wieder zurück nach Köpenick,
wo die Veranstaltung gerade zu Ende war, um das Auto einer Band aus Mecklenburg
Vorpommern, die in der Nähe des Cafés parkten, stark zu beschädigen.
07.04.2005: In der NPD-Parteizentrale, Seelenbinderstraße
42, gründet sich der Junge Nationaldemokraten Stützpunkt Berlin.
Seit dem treten verschiedene ehemalige BASO-Aktivisten bei JN-Verteilaktionen
in Erscheinung.
15.04.2005: Sieben alternative Jugendliche werden bei einer TechnoParty
in den Spreehöfen von etwa 50 Neonazis gejagt. In der Feuerwache
Schöneweide findet ein Punkrock Tresen statt, während sich vor
der Tür und am Bahnhof Schöneweide große Gruppen von Neonazis
sammeln.
16.04.2005: Im Umfeld der Antifa-Veranstaltung "Le-Monde-Est-A-Nous"
in der Feuerwache Schöneweide greifen ca. zehn Neonazis (mit dabei
Oliver Oeltze, Andreas Thürmann) einen Punk vor dem Lokal "Spreehexe"
an. Kurz danach sammeln sie sich am S-Bhf. Schöneweide, um weitere
Besucher der Veranstaltung "abzugreifen". Die Polizei versucht
derweil linke Jugendliche festzunehmen, die sich gegen diese Provokation
wehren. Im Verlaufe des Abends sammeln sich etwa 60 Neonazis in der "Spreehexe"
und versuchen immer wieder die Veranstaltung anzugreifen. Mit dabei u.a.
Sebastian Dahl, Katharina Albrecht, Alexander Meurer, Kaled Hassan und
Marcell Schmeck. Die Polizei verteilt derweil lieber Platzverweise für
den Bezirk an Antifas. Ein Anti-Antifa-Fotograf wird von linken Festivalbesuchern
erfolgreich am Filmen gehindert. Daraufhin wollen die Neonazis eine Spontandemo
gegen die linke Veranstaltung machen, was aber an der Polizei scheitert.
Die Neonazis hatten schon im Vorfeld mit Aufklebern in Schöneweide
eine "Bombenstimmung" für den Tag vorrausgesagt.
In Köpenick wird ein Straßenbahnfahrer von zwei Neonazis angegriffen
und verletzt.
01.05.2005: Neonazis der verbotenen BASO und KS-Tor, die aus Leipzig
und Neubrandenburg von Naziaufmärschen kommen, sammeln sich im Lokal
Spreehexe. Zuvor greifen sie beim Umsteigen auf dem Bahnhof Wittenberge
Antifas, die sich im selben Zug befanden an und verletzten dabei 3 Personen.
Vier Neonazis misshandeln und berauben einen 40 Jährigen in seiner
Wohnung in Grünau ,weil sie ihn für einen "Kinderschänder"
halten. Sascha P. (26), Jennifer K. (17), ein Nico (20) und ein Luca (18)
sind an dem Angriff beteiligt. Der Mann liegt zwei Tage bewußtlos
in seiner Wohnung und muss sich drei Wochen im Krankenhaus behandeln lassen.
02.05.2005: Neonazis beschmieren das Sowjetischen Ehrenmal am Treptower
Park mit zwei Hakenkreuzen.
04.05.2005: Ein Jugendlicher wird am S-Bhf. Grünau aus einer
Gruppe von sechs Neonazis angegriffen und beraubt.
05.05.2005: Gegen 22:15 standen am S-Bhf Schöneweide ca. 20
Nazis mit einer Berlinfahne und grölten betrunken Naziparolen wie
'Sieg Heil' und 'SS, SA, Germania' u.a.
In Altglienicke ziehen 15 Neonazis durch die Gegend, kleben rechte Plakate
und Aufkleber u.a. der NPD.
In der Nacht werden in Johannisthal und Altglinicke Plakate unter dem
Lable "AGL-Freie Kräfte" geklebt, die zu Gewalt gegen Punks
aufruft.
Auch am Ketchup-Imbiss in Rudow treffen sich Nazis, saufen, pöbeln
und bedrohen PassantInnen.
Drei Jugendliche werden von zehn Neonazis am Bahnhof Grünau erst
angepöbelt und anschließend angegriffen. Dabei erleidet einer
der Jugendlichen einen dreifachen Nasenbruch. Die Täter fliehen vor
Eintreffen der Polizei.
Am selben Tag wird die direkte Umgebung des Imbisses massiv mit NPD-Aufklebern
beklebt.
08.05.2005: Mitglieder der verbotenen Kameradschaft BASO beteiligen
sich am Ordnerdienst beim bundesweiten Aufmarsch der NPD unter dem Motto
"Schluss mit Schuldkult"i in Berlin Mitte.
11.05.2005: Die gleiche Neonazi-Gruppe um Sascha P.,
die schon am 01.05.2005 einen Mann misshandelt hat, dringt in eine Adlershofer
Wohnung ein, um dort wiederum einen vermeintlichen "Kinderschänder"
zu verprügeln.
12.05.2005: Ein Mann wird in seiner Wohnung in Altglinicke
von der Neonazi-Gruppe um Sascha P. verprügelt.
22.05.2005: Ein linker Jugendlicher wurde in Altglienicke am frühen
Nachmittag von einem mit einem Knüppel bewaffnetten Neonazi gejagt.
Unterstützt wurde er dabei von einem PKW, der dem Jugendlichen den
Fluchtweg versperrte. Durch Glück konnte
der Angegriffene über einen Friedhof flüchten.
26.05.2005: Am Abend wurden am Treptower Park massiv NPD Aufkleber
geklebt.
09.06.2005: Neonazis befestigen eine Reichskriegsflagge an einem
Fahnenmast am Busbhf. Schöneweide.
16.06.2005: Am S-Bhf. Schöneweide wir dunter massivem
Polizeischutz ein NPD-Wahlkampfstand durchgeführt. Am Nachmittag
verteilen einige Neonazis aus dem Spektrum des Märkischen Heimatschutzes
Flugblätter.
23.06.2005: Die Polizei nimmt elf Tatverdächtige
aus der Neonaziszene um Sascha P. in Untersuchungshaft, weil sie zu den
selbsternannten Pädophilen-Jägern gehören sollen, die im
Mai mehrere Männer in ihren Wohnungen misshandelt hatten. Drei von
ihnen gehören zum Umfeld der verbotenen Treptower Kameradschaft Berliner
Alternative Südost.
24.06.2005: Ein Jugendlicher wird in der Firlstraße
(Oberschöneweide) von einem Nazi gegen eine Wand geschleudert, weil
er Nazi-Aufkleber abgerissen hatte.
25.06.2005: In der Fließstraße (Niederschöneweide)
werden gegen 23:00 Uhr 3 Jugendliche von einer Gruppe von ca. 10 Nazis
angegriffen. Eine Jugendliche wird zu Boden gerissen und mehrfach getreten
die anderen Beiden werden mehrfach ins Gesicht geschlagen und mit Glasflaschen
beworfen.
02.07.2005: An der Apotheke am Sterndamm werden Graffitis
von Nazis "ZKB für TAG (ANB)" entdeckt, außerdem
an der Friedrich-Wolff-Bibliothek "C4 for Reds ANB" und an der
Feuerwache Schöneweide "all against the system ANB". In
der Schnellerstr/ Spreestr. wurde außerdem "smash TAG"
gesprüht.
03.07.2005: Neonazis, die der BASO und KS-Tor zugerechnet
werden, mißhandeln in Potsdam zwei vermeintliche Linke mit abgebrochenen
Flaschenhälsen. Alle 15 Täter können von der Polizei festgestellt
werden. Vier von ihnen verbleiben in Untersuchungshaft.
11.07.2005: Am Eingang des Tunnels am S-Bhf Schöneweide
wurde ein Hakenkreuz und im Tunnel "Jagd Rotfront" und "C18"
(steht für Combat 18) gesprüht.
16.07.2005: Auf dem Hof der NPD-Zentrale in Köpenick wird ein sogenanntes Kinderfest
veranstaltet, dass unter geringer Beteiligung leidet.. NPD-Ordner und
Kameradschafter patroullierten im Nachhinein durch Kiez.
Am Abend wird eine
Jugendliche, vor der NPD-Zentrale, von zwei Nazis unter Rufen wie "Antifaschlampe
wir kriegen dich!" und "Nie wieder Israel!" die Seelenbinderstraße
runter gejagt.
21.07.2005:
Markus Loszczynski, Alexander Matthias Meurer sowie 4 weitere Treptower
Neonazis verteilen am s-Bahnhof Schöneweide Wahlpropaganda der NPD.
28.07.2005:
Neonazis stören die Legung eines Stolpersteins in der Seestraße
1 zur Erinnerung an Otto Dunkel (1898-1945), der von den Nazis ermordet
wurde. In der Nacht wird der Stolperstein ausgebuddelt und entwendet.
Außerdem stört
der gleiche Personenkreis den Wahlkampfauftakt des Treptow-Köpenicker
Direktkandidaten der SPD Siegfried Scheffler.
29.07.2005:
Mehrere Neonazis aus dem Umfeld der verbotenen BASO, stören die Wahlkampfveranstaltung
von Gregor Gysi im Treptower PDS Büro in der Brückenstraße.
Als sie hinausgedrängt werden sammeln sie sich in einer Kneipe gegenüber
und skandieren "Tötet alle Komunisten". Mit dabei René
Bethage und Markus Loszczynsk.
30.07.2005:
Neonazis behindern eien PDS-Infostand in Johannisthal.
03.08.2005:
Ehemalige BASO-Aktivisten hängen NPD Plakate in Köpenick auf.
04.08.2005: Die NPD veranstaltet eine Pressekonferenz
in der Parteizentrale in der Seelenbinderstr. Zwei Handvol Antifas protestieren
vor der Tür mit Transparenten. Die Polizei nimmt daraufhin alle Protestierer
in Gewahrsam. Die
Antifas wurden von der anderen Straßenseite aus von Nazis abfotografiert,
u.a. von Jörg Hähnel.
08.08.2005:
Neonazis besuchen das PDS Wahlkampquatier, um Informationen zu sammeln.
Sie werden des Raumes verwiesen
14.08.2005:
Mitgleider der verbotenen Kameradschaften BASO und TOR, schützen
auf dem Alexanderplatz einen Wahlkampfstand der NPD. Eine Gruppe AntifaschistInnen
versucht den Stand zu stören und werden mit Flaschen und Steinen
vom Stand aus beworfen. Danach sammeln sich die Neonazis in der Spreehexe
in Schöneweide.
In der Nacht demonstrieren 40 Neonazis am Breitscheidplatz gegen die angebliche
Gewalt der Antifa.
15.08.2005: Etwa 50 Neonazis aus dem BASO Spektrum führen
unter der Leitung von René Bethage um 21 Uhr eine Spontandemonstration
am S-Bhf. Schöneweide "Gegen Polizeiwillkür" durch.
Schon um 17 Uhr demonstrierte der gleiche Zusammenhang am Platz der Luftbrücke
(Tempelhof) gegen die "Gesinnungsjustiz der Justiz". Vor und
nach den Aktionen sammeln sich viele der Neonazis in der Spreehexe in
Schöneweide.
Am Rathaus Köpenick
führt die NPD zusammen mit ihrem Vorsitzenden Udo Voigt einen Infostand
durch.
17.08.2005:
Nach der Neonazidemo gegen Polizei-Repression treffen sich viele Neonazis
am Bahnhof Schöneweide und in der Spreehexe.
20.08.2005: Nach einer Neonazidemo durch Friedrichshain
und Lichtenberg gegen das Verbot des "Rudolf Hess Gedenkmarschs"
in Wunsiedel sammelt sich ein Großteil zunächst am Bahnhof
Schöneweide. Busse aus anderen Städten, die extra für diesen
Tag nach Berlin gekommen sind, haben ihren Schleusungspunkt am Bahnhof
Schönefeld.
Gegen 22- 22.30 Uhr
tauchten beim "Krahnbahnfest" in Niederschöneweide rechte
Kader auf. Nach eindeutigen faschistoiden Äußerungen, die auf
keinen Nachhall bei den Gästen des Festes stießen, gab es tätliche
Angriffe der Rechten auf Festgäste.
28.08.2005:
Beim Rudower Spinnefest der SPD am U-Bhf. Rudow verteilen etwa 40 Neonazis
aus dem BASO Spektrum Wahlpropaganda. Eine Person setzte sich eine Eselsmaske
auf, um die angebliche Dummheit der SPD-Wähler zu symbolisieren.
Mit dabei waren die NaziKader Rene Bethage (Treptow),
Andrew Hanisch (Kreuzberg),
Sascha Kari (Neukölln),
Eckhardt Bräuniger (Wandlitz) und Jörg Hähnel (Pankow).
Die Neonazis nehmen mit dieser Aktion Bezug auf die Eslesmasken Aktionen
norddeutscher Kameradschaften, die v.a. in den 90er Jahren mit "Ich
Esel glaube, dass in Deutschland Juden vergast worden sind", reihenweise
Anzeigen wegen Volksverhetzung sammelten.
Bei einer Wahlkampfveranstaltung
aller Parteien im Kulturzentrum in der Freiheit (Köpenicker Alstadt),
versucht NPD-Chef Udo Voigt sich mit mehreren Neonazis Zutritt zu verschaffen.
Seine Bodygards aus dem Umfeld der Freien Kameradschaften werden abgelehnt,
er darf an der Veranstaltung im Publikum teilnehmen.
31.08.2005:
Der NPD Landesvorstand demonstriert mit etwa 50 Anhängern gegen den
SPD Parteitag im Estrel Hotel in Neukölln. Der Treptower Nazi Rene
Bethage läuft mit dem NPD Bundesvorsitzenden Udo Voigt an der Spitze
der Demo.
01.09.2005:
Der Treptower Neonazi Sebastian Glaser greift in der Jessnerstr. zusammen
mit einer weiteren Person zwei linke Plakatierer mit einem Eisenrohr und
einem Pfefferspray an.
In der Waldorfschule Südost in in Niederschöneweide sind zwei
NPD Wahlkämpfer im Politikunterricht in einer 12. Klasse geladen.
Eine Berliner Stützpunktleiterin der "Jungen Nationaldemokraten"
(JN) Steffanie Piehl und der frühere Braunschweiger Waldorflehrer
Andreas Molau, dessen Wechsel in die Chefredaktion des NPD-Blattes Deutsche
Stimme im vergangenen Jahr Schlagzeilen gemacht hatte erscheinen und diskutieren
mit den Schülern. Diese scheinen wenig beeindruckt und versichern:
"Wir sind keine potenziellen Nationaldemokraten."
02.09.2005: Der Schaukasten der Volkshochschule Baumschulenweg
wird mit einem Hakenkreuz beschmiert. Die ätzenden Farbe zerstört
dabei die Scheibe.
Auf dem Gelände der Melli-Beese-Grundschule in Johannisthal werden
ebenfalls Hakenkreuze gesprüht.
03.09.2005: Während 50 Anhänger der verbotenen
Kameradschaften BASO und TOR durch Lichtenberg nach Marzahn "Gegen
Kriegstreiberei" demonstrieren, sammeln sich etwa 20 Neonazis um
Rene Bethage und Markus Loszczynski an der Spreehexe in Schöneweide,
um gegen ein interkulturelles Fest für Demokratie zu demonstrieren.
Andrew Hanisch (Kreuzberg) und Eckhart Bräuniger (Wandlitz) betreuen
einen NPD-Stand direkt davor. Eine Spontandemonstration gegen Polizeiwillkür
durch Schöneweide wird den Neonazis untersagt. In Lichtenberg greifen
derweil Neonazis ein ähnliches Fest gewälttätig an.
08.09.2005:
Die NPD führt einen Wahlkampfstand auf dem Köpenicker
Schloßplatz durch und kündigt zahlreiche weitere Aktionen für
die nächsten Wochen an gleichem Ort an.
09.09.2005: Nach einem Konzert in der Feuerwache Schöneweide
werden zehn Jugendliche von Neonazis angegriffen. Dabei erleidet eine
Frau eine Gehirnerschütterung. Als die Polizei eintrifft, grsellen
sich zu den anfänglich nur zwei Neonazis etwa 30 weitere.
11.09.2005: Die NPD blamiert sich auf dem Schloßplatz
in Köpenick. Am Sonntag Morgen bei Regen und keinen Menschen auf
den Straßen kamen zu ihrer als "Große Wahlkampfkundgebung"
angekündigten Veranstaltung nur 20 Nazis, die auch noch alle in Arbeiten
auf der Kundgebung eingebunden waren.
Neonazis aus dem Umfeld der verbotenen Kameradschaften schützen die
Kundgebung. Mit dabei Alexander Meurer.
15.09.2005: An der Anna-Seghers Oberschule in Adlershof
verteilen Aktivisten der verboten Kameradschaft BASO die Schulhof-CD der
NPD. Ein Jugendlicher wird von ihnen ins Gesicht geschlagen weil er sie
wegwirft.
Am Bahnhof verteilen mittags wieder BASO Aktivisten NPD Material
Am Bahnhof Schöneweide veranstaltet die PDS einen Wahlkampfstand.
Etwa 20 Neonazis belagern den Stand und verteilten NPD Materialien.
17.09.2005: Nazis aus dem BASO- und JN-Umfled versuchten
den ganzen Tag über das antirassistische Straßenfest "Hüpfen
gegen Rechts" auf dem Köpenicker Schloßplatz zu stören.
Angeführt wurden diese Störversuche durch Markus Loszczynski.
Erst checkten sie auf Fahrrädern die Gegend aus, um dann zu acht
zu versuchen auf den Platz zu gelangen. Als sie des Platzes verwiesen
wurden, versuchten die Gruppe (die auf 15 Personen angewachsen war) in
der Oberspreestraße, in Höhe der Alexander-von-Humboldt-Schule,
drei alternative Jugendliche zu jagen.
23.09.2005: Etwa zehn Neonazis greifen in Oberschöneweide
zunächst einen Passanten mit den Worten "Scheiß Türke"
an und werfen dem Flüchtenden Bierflaschen hinterher. Kurze Zeit
später greifen sie zwei Jugendliche unter "Heil Hitler"
Gebrüll mit Pfefferspray auf der Treskobrücke an. Die gleiche
Gruppe bringt in Karlshorst wenige Stunden später einen Jugendlichen
durch Tritte zu Boden und schneidet ihm mit einem Messer den Haarzopf
ab.
24.09.2005: Am Landschaftspark Adlershof wird ein Jugendlicher
von drei Neonazis mit einem Pfefferspray angegriffen und gejagt. Er kann
entkommen.
07.10.2005: Bei einer kleinen spontanen Neonazidemo in
Prenzlauerberg beteiligen sich auch die Treptower Nazis Andreas Thürmann, Dennis
Eister, Sebastian glaser (Ex-Baso) und
Markus Loszczynski.
08.10.2005: In Ober-Schöneweide wird in der Wilhelminhofstr.
der Naziladen "Parzifal" eingeweiht. Eine antifaschistische
Demonstration thematisiert dies und wird von einigen Neonazis bedroht.
Ein Gast der Kneipe "Sansi Bar" (edisonstr.) zeigt gar den Hitlergruß
und wird von der anwesenden Polizei nichtmal kontrolliert. Vor dem Parzival
versammeln sich 10 Neonazis und filmen die Antifaschisten ab.
16.10.2005: Am Nachmittag plakatieren etwa zehn Neonazis
in Pankow Plakate für einen Aufmarsch am 22.10. Nachdem sie fertig
sind, belagern sie den vermeintlich linken Kurt-Lade-Klub. Mit dabei der
Treptower .Markus Loszczynski.
18.10.2005: Das Treptower Ehrenmal wird von Neonazis
mit einem weißen Davidstern bemalt.
23.10.2005: Ein 30 Jähriger wird von einem Neonazi
in der Hirschgartenzeile in Köpenick so schwer getreten und geschlagen,
dass er im Krankenhaus behandelt werden muss.
24.10.2005: Ein großes Graffiti "Nazis angreifen"
am Bahnhof Schöneweide wird von der Polizei schnellstmöglich
mit Hilfe einer Firma noch vor Beginn des neuen Tages entfernt. Rund um
den Bahnhof Schöneweide sind Hakenkreuzschmierereien mit Sprüchen
wie "Smash T.A.G." schon seit Wochen von der Polizei unbeachtet.
04.11.2005: Eine Gruppe junger Punks, die sich auf dem
Weg zu einem OI-Konzert in der Alten Feuerwache in die Kneipe "Spreehexe"
verirren, werden von dort anwesenden Neonazis mit Knüppeln bedroht.
Später sammeln sich Neonazis vor der "Spreehexe" und bedrohen
alternative Jugendliche. Aus einem Auto heraus werden Besucher des OI-Konzertes
von Neonazis mit einer Schreckschusswaffe beschossen.
24.11.2005: Neonazis (u.a. Ines Wegner) verteilen am S-Bahnhof Schöneweide Flugblätter für die Nazi-Demo am 03.12.2005 in Treptow.
03.12.2005: Der
Neonaziaufmarsch, angemeldet von Sebastian Schmidtke unter der üblichen
Zielsetzung, die Errichtung eines nationalen Jugendzentrums
einzufordern, hatte ca. 100 TeilnehmerInnen. Start und Ziel war der
Bahnhof Schöneweide. Wie auch in den letzten Jahren, durften die
Neonazis trotz diverser Gegenveranstaltungen marschieren. Zudem stehlen
die Neonazis am Antreteplatz zum Nazi-Aufmarsch (Busbahnhof
Schöneweide) von der Hauswand Sterndamm 8-10 ein ein großflächiges
Transparent mit der Aufschrift „Berlin gegen Nazis“.
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