Was ist Stocksport?
Eisstockschießen ist eine alte Wintersportart, die ohne großen Aufwand von alt und jung betrieben werden kann. In weiten Teilen Europas, insbesondere in der Alpenregion wird dieser leistungsbetonte, trainingsin- tensive Sport praktiziert. Unabhängig von der Jahres- zeit wird Eisstockschießen heute ganzjährig auf Natur- eisflächen, in Eishallen sowie auf Asphalt- und Kunst- stoffbahnen ausgeübt. Bei diesem Sport unterscheidet man drei verschiedene Disziplinen: |
das Mannschaftsspiel, das Zielschießen und das Weitschießen.
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1. Das Mannschaftsspiel
Zu einem Eisstockspiel gehören zwei gegenüberliegende Felder: ein Abschussfeld und ein Zielfeld. Der Eisstock wird vom Abschusspunkt in das Zielfeld geschossen. Dieser Eisstock läuft auf einer Gummi - oder Kunststoff- platte ins Ziel. Das Ziel ist die bewegliche runde Daube aus Gummi.Der Stock soll so nah wie möglich an die Daube gebracht werden. |
Zwei Mannschaften mit je 4 Spielern treten gegeneinander zu einem Spiel an. Jeder Spieler hat einen Stock.Nachdem alle 8 Spieler ihren Stock nacheinander ins Zielfeld ge- schossen haben , ist eine Kehre beendet und so wird ein Zwischenergebnis festgestellt. Ein ganzes Spiel besteht aus 6 solcher Kehren. Am Ende des Spieles wird das Ge- samtergebnis aus den 6 Zwischenergebnissen der einzelnen Kehren addiert. Erst am Ende einer Kehre wird der Punktestand von beiden Spielführern ermittelt, nachdem eventuell noch genau vermessen wurde. Ist das Ergebnis schriftlich festgelegt so ist die Kehre beendet.Im Zielfeld dürfen sich nur die Stöcke beider Mannschaften befinden. Nur die beiden Spielführer dürfen das Zielfeld zur besseren Spielüber- sicht betreten.Sie müssen nach jedem Schuss feststellen, welcher Stock am nächsten zur Daube steht. Nach dieser Bestlage richtet sich während des Spieles die Schuss- folge, d.h. welche Mannschaft den nächsten Schuss abzu- geben hat. Die Gegenmannschaft muss so lange ihre Stöcke ins Ziel- feld nachschießen, bis eine Bestlage zur Daube erzielt wurde oder alle 4 der Mannschaft verschossen sind. Jede Mannschaft versucht, möglichst viele ihrer 4 Stöcke in die Bestlage zu bringen. Die Daube liegt zu Beginn der Kehre in der Mitte des Zielfeldes auf dem Daubenkreuz. Während des Spieles kann sie von einem geschossenen Stock von der Mitte weggestoßen werden. Bleibt die Daube im Zielfeld liegen, so zählt diese neue Lage als neuer Bezugspunkt für alle Stöcke im Zielfeld. Wird die Daube aus dem Zielfeld geschossen, muss sie wieder auf das Daubenkreuz in der Mitte des Zielfeldes gelegt werden. Stöcke, die das Zielfeld nicht erreichen, außerhalb des Zielfeldes zum Stillstand kommen oder von anderen Stöcken aus dem Zielfeld geschossen werden, sind ungültig. |
2. Das Zielschießen
Im Gegensatz zum Mannschaftsspiel mit Spielcharakter versucht dabei jeder Spieler in einem Einzelwettbewerb, also allein auf sich gestellt und ohne Beeinflussung durch gegnerische Stöcke, eine möglichst hohe Punktzahl zu erreichen. Zielschießen ist ein Wettkampf von einzelnen Einzel- spielern um die höchste Punktezahl. Der Wettkampf wird in 4 Durchgängen ausgetragen. |
3. Das Weitschießen
Das Weitschießen ist vergleichbar mit den leicht- athletischen Wettbewerben wie Speerwurf oder Kugel- stoßen. Bei diesem Wettkampf kann man nur durch die Anwendung von der Muskulatur des ganzen Körpers hohe Weiten erzielen.Alle Bewerber schießen mit dem gleichen Stock und der gleichen Laufsohle.Nur der speziell ange- passte Stiel wird vor jedem Schuss ausgetauscht. Jeder Schütz darf 5 Schüsse abgeben und so werden die beiden weitesten Würfe addiert und man kann feststellen wer der Sieger ist. |
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