Südtirols Schwur
Noch bist du nicht verloren,
dein Mark, es ist gesund!
Du hast so schön beschworen
der Väter heilgen Bund
Wir haben es gesehen
in jenen hehren Tag,
als wir vor dem Bild mit Flehen
dein Volk im Staube lag;
als ward der Schwur gesprochen
und feierlich erneuert
und, daß er ward gebrochen,
man offensichtlich bereut;
als deine Feuer sprühten
Im Dunkel stiller Nacht
und deine Herzen glühten,
von Liebe neu entfacht.
Es loht auf deinem Herde
des Glaugens Flamme Licht,
ob rings auf weiter Erde
man Hohn dem Schöpfer spricht.
Noch ziehst du Männer - echte,
von altem Schrot und Korn.
Die höchsten aller Rechte
find ihren Taten Sporn.
Im Enkel lebt der Ahne,
wir sind geheilt vom Wahn.
Des Jesuherzens Fahne
weht siegreich uns voran!