Impulse
zu den
Sonntagen im Jahreskreis
führen heute oft wohlfeile Reden. Das, was sie sagen, gefällt uns, schmeichelt uns vielleicht. Doch in Wahrheit wickeln uns die Worte ein, hindern uns daran, wirklich wir selbst zu sein. Jesu Worte erschrecken (die Einheitsübersetzung mildert das leider in Betroffenheit ab), doch führen sie ins wahre Leben. |
Die einen sind zur Ehe gerufen, andere zur Ehelosigkeit; die einen sendet er in die Schule, die anderen in ein Büro, wieder andere in die Werkhalle. Wir gehen zwar unterschiedliche Wege, doch folgen wir dem gleichen Ruf, und immer wird es nur auf eines ankommen: Dass wir dem Herrn dort, wohin er uns gestellt hat, nachfolgen. Gott, dein Sohn beruft Menschen, die an seiner Sendung teilnehmen. Schenk uns Freude über unsere eigene Berufung und mache uns zu glaubwürdigen Boten deiner Liebe! |
Das Verhalten der beiden Jünger imponiert uns. Einerseits hören sie auf Johannes, den sie als Menschen tiefen Glaubens und großer Ernsthaftigkeit kennen gelernt haben und folgen auf sein Wort hin Jesus. Zugleich haben sie aber auch die innere Freiheit, sich selbst ein Urteil von Jesus bilden zu wollen, fragen ihn, wo er wohnt und bleiben den ganzen Tag bei ihm. Am Ende des Tages legen sie sich fest, haben ihr Urteil gebildet – Jesus ist der Messias – und verkünden ihre „Entscheidung“ den anderen. Diese dreigliedrige Vorgehensweise ist auch heute noch zu empfehlen: Auf die zu hören, die wir als im Glauben stehend, als spirituell reich erfahren haben, auch auf das Lehramt der Kirche, auch auf Menschen aus der Vergangenheit. Ihren Worten und Taten zu folgen, ohne darauf zu verzichten, sich ein eigenes Urteil zu bilden. Sich dafür auch Zeit zu nehmen. Und dann – und das ist das Wichtigste – sich auch zu entscheiden. Der Glaube braucht die eigene Entscheidung. Man kann nicht ein bisschen glauben. Entweder ist Jesus für uns der Messias, der Sohn Gottes, der von den Toten auferstanden ist oder nicht, ein Dazwischen gibt es nicht. Mit welcher Konsequenz wir dann unsere Entscheidung ins tägliche Leben umsetzen, das ist eine zweite Frage. |
Wir besinnen uns: Wir möchten wissen, wem wir uns anvertrauen. Wir möchten den kennen lernen, mit dem wir uns auf den Weg begeben sollen. Die Evangelien sagen uns deshalb am Beginn, wer Jesus ist. Wer den Weg des Evangeliums gehen will, soll wissen, in wessen Nachfolge er sich begibt: In die Nachfolge des Sohnes Gottes, an dem der Vater sein Wohlgefallen hat. Auch wir wurden in unserer Taufe von Gott als Kinder angenommen: Wir sind ausgesandt, ihn zu bezeugen. |
Wie könnte Gott seine Liebe zu uns Menschen besser zeigen als in der tiefsten Form der menschlichen Liebe: Der Liebe der Mutter zu ihrem Kind. |
Die eine ist zu jung, die Zeit der Familiengründung scheint noch nicht gekommen; die andere ist zu alt, die Zeit des Kinderkriegens scheint vorbei zu sein. Beide bekommen ihr Kind auf nicht ganz alltägliche, beinahe auf geheimnisvolle Weise. Und bei beiden gilt es noch Hindernisse zu überwinden, zumindest Widerspruch. Bei Elisabeth verschlägt es ihrem Mann, Zacharias, die Rede, und bei Maria kommt es zu einer kritischen Anfrage an den Engel: „Wie soll denn das geschehen?“ Beide Frauen sind „in anderen Umständen“, sie sind schwanger, fruchtbar geworden und tragen neues Leben in sich. Gott will das Leben, auch über Hindernisse hinweg, auch über Befürchtungen und Skepsis von Menschen hinweg. Gott will das Leben, und selten gibt es dabei die idealen Umstände. Das kann einem schon Angst machen (so wie auch Maria und Elisabeth). Aber Gott will nicht nur das Leben, sondern Gott bleibt auch bei uns Menschen in den guten und in den nicht so guten Umständen. Er, bzw. sein Bote, der Engel, spricht die Befürchtungen an und verspricht seine Gnade und seinen Geist. |
Du berufst Menschen in deinen Dienst und befähigst sie, ihren Auftrag zu erfüllen. Schenke uns auf die Fürbitte der Gottesmutter die Gnade, uns deiner Führung anzuvertrauen. |
Die Hoffnung auf das Kommen des Herrn ermutigt uns zu neuem Handeln, denn wir möchten ihm schon heute einen Weg bereiten. So mahnt auch der Prophet die nach Babylon Verschleppten, trotz aller Bedrückung doch schon aus der Gewissheit der Rettung zu leben. Sie sollen dem Herrn, der sie heimführen wird, die Straße bauen, denn sein Kommen ist gewiss. Johannes der Täufer greift diese Verheißung auf und mahnt das Volk zu sofortiger Umkehr: Gott kommt, deshalb müssen die Menschen neue Wege gehen. Die Botschaft des Täufers Johannes ist kurz und entschieden. Er will aber nicht Schrecken einjagen, sondern aufwecken. Er will uns aus unseren eingefahrenen Gewohnheiten aufrütteln. Gott verheißt uns allerdings auch seine Hilfe: Es kommt der Stärkere, der durch seinen Heiligen Geist die Macht des Bösen überwindet. |
Der Weg Jesu Der Evangelist Markus, der uns durch das Lesejahr B begleitet, weiß um die Schwierigkeiten des Glaubens. Durch sein Werk will er helfen, die Offenbarung über Jesus, den Messias und Sohn Gottes, anzunehmen und den Weg Jesu mitzugehen. Er führt uns den Weg des Glaubens und der Nachfolge. Markus führt uns Schritt für Schritt zum tieferen Verständnis Jesu. Die Entstehung des Markusevangeliums Markus hat als erster der Evangelisten in den Jahren 60 – 70 n. Chr. die Überlieferungen über Jesus schriftlich niedergelegt. Er kennt viele Worte Jesu und zahlreiche Erzählungen über ihn: Wunderberichte, Gleichnisse, Weisheitsworte, Mahnungen, die Berichte von Tod und Auferstehung. Markus hat sein gesamtes Material zu einer Geschichte des Weges Jesu zusammengestellt: Sie handelt vom Sohn Gottes, der dem Tod entgegengeht und doch zum Leben kommt. Sie handelt aber auch von uns, die wir berufen sind, den Weg Jesu mitzugehen. |
All die Menschen, denen wir am liebsten aus dem Weg gehen würden, die Kriminellen, die Gestrandeten, die Penner, tragen sein Gesicht. Er solidarisiert sich nicht nur mit ihnen, er setzt sich mit ihnen gleich. Er gibt ihnen die Würde, die die Welt ihnen genommen hat. Es ist nicht leicht, dies in seiner Radikalität stehen zu lassen und wir sind versucht, es irgendwie anders zu deuten, erträglicher zu formulieren, wie Jesus es noch gemeint haben könnte, sodass es bequemer klingt. Aber es funktioniert nicht. Jesus meint es ernst. Er verknüpft unser Seelenheil damit. Wir werden nicht fähig sein, ihm im Himmel zu begegnen, wenn wir ihm nicht schon hier auf Erden in den Ausgestoßenen begegnen können. Im Flüchtling aus Libyen oder Tunesien nicht den Eindringling, sondern den Notleidenden, den Menschen, Jesus sehen. Im obdachlosen Bettler, der uns mit seiner Bierfahne anbettelt, nicht den nervigen Penner, sondern den Menschen sehen, der eine göttliche Würde besitzt, weil aus seinen Augen Jesus Christus uns anschaut. Im nervigen Kollegen nicht den Blödmann, sondern den Menschen sehen, der auf seine Art das Beste versucht, ihm den Wert geben, den er besitzt, selbst wenn er uns noch so sehr auf den Keks geht. Himmel oder Hölle entscheidet sich darin, wie weit wir bereit sind, das Göttliche in den Menschen zu sehen, die wir am liebsten meiden würden. |
Gott vertraut uns nicht nur Talente an, sondern das ganze Leben. Und eines Tages wird er fragen: Was hast du mit deinem Leben gemacht? Wie der Schuster Wilhelm Voigt in „Der Hauptmann von Köpenik“, gerade aus dem Gefängnis entlassen, eines Tages erkennt: Gott wird mich fragen, was ich mit meinem Leben gemacht habe. Und was sage ich dann? Ja, was sagen wir dann? Sind wir dann einer von den beiden, die ihre Talente eingesetzt haben zum Segen für andere? Oder haben wir unsere Talente versteckt, vergraben und ungenutzt gelassen aus Angst, wir könnten sie verlieren oder verspielen? Der Herr ist ja streng, wie Jesus erzählt, da kann man schon mal Angst bekommen. Aber zwei Knechte haben doch keine Angst. Wieso denn das? Weil sie nicht auf den Erfolg schauen wie der dritte Knecht, sondern es sich an ihrer Mühe genügen lassen. Gott will, wenn er kommt, nicht die Erfolge sehen, sondern die Mühe. Für Erfolge sind wir nicht zuständig, nur für den Einsatz, vielleicht die Hingabe. Darum: Keine Angst vor dem Misserfolg. Gott fragt nicht nach Gewinn oder Verlust, sondern ob ich Liebe gewagt habe mit meinen vielleicht bescheidenen Talenten. Und wird dann sagen: Du hast gewagt, darum gewinnst du jetzt den Himmel. |
Wahrhaftigkeit fordert Jesus von seinen Jüngern und von uns. Unser Reden und Tun sollen übereinstimmen. So klar diese Forderung ist, so schwierig ist sie doch manchmal zu befolgen. Wer kennt das nicht? Mehr scheinen zu wollen, als man wirklich ist. Groß mit dem Mund und das ist dann ja auch ernst gemeint doch eher klein in der Tat, weil uns dann vielleicht der Mut verlässt oder wir unsere Kräfte und uns selbst überschätzt haben. Ganz frei können wir uns davon nicht sprechen. Christus zeigt uns einen anderen Weg auf, er lädt zur Demut ein. In dem Wörtchen „Demut“ steckt das Wort „Mut“. Denn es gehört Mut dazu, dem anderen dienen zu wollen, vielleicht werden wir ausgenutzt, vielleicht machen wir uns auf den ersten Blick auch lächerlich. Es gehört auch Mut dazu, in jedem Menschen den Bruder, die Schwester zu sehen, denn wir müssen manchmal über den eigenen Schatten springen. Jesus scheint die Welt auf den Kopf stellen zu wollen, doch in Wahrheit stellt er sie zurück auf die Füße. Auf die Füße, mit denen wir zum Nächsten gehen können, um ihm zu helfen. Und auf die Beine, die wir im Gebet zum Vater im Himmel beugen können. Nie sind wir größer, als wenn wir vor Gott knien. |
durch Freiwillige unserer Pfarrei wird am Samstag, 5. November, durchgeführt. Gesammelt werden Kleider, Haushaltswäsche (Vorhänge, Bettwäsche, Handtücher…), Schuhe, Taschen in sehr gutem und sauberem Zustand. Den Erlös aus der Sammlung verwendet die Caritas für ihre Projekte in unserem Land. Säcke werden ausgegeben bei: Athesia, Gschwenter, Knollenberger, Leitner in Gasteig und im Pfarrhaus. Vorankündigung zu den Sammelstellen: Sterzing: Kolpinghaus, Maria Schutz, Stadtwaage, (beim Pfarrwidum nicht) Gasteig und Elzenbaum: Vereinshaus Thuins: Schulhaus Tschöfs: Ruepe |
Die Pharisäer beginnen eine Debatte, in der es nicht um die Sache, um Erkenntnisgewinn geht, sondern ums Reinlegen: Dürfen wir dem Kaiser Steuern zahlen? Egal, was Jesus sagt: Die Antwort wird Konsequenzen für ihn haben. Die Schlinge wird sich zuziehen und nur darum geht es dem religiösen Establishment, das den Aufrührer aus Nazaret nach seinem triumphalen Einzug in Jerusalem und nach seiner Aufräumaktion im Tempel noch rechtzeitig vor den Feiertagen erledigen will. Jesus weiß das – und er redet sich nicht raus. Er schweigt auch nicht. Er erinnert seine Gegner an das, was sie sein sollen: Nicht trickreiche Debattenführer, sondern Hüter der Botschaft Gottes. Nicht um ihr politisches Überleben sollen sie kämpfen, sondern an die Existenz Jahwes erinnern. Das Richtige vom Falschen unterscheiden helfen, den Menschen zeigen, was wirklich wichtig ist, wofür sie Herz und Hand (und auch Geld!) einsetzen sollen. Der Kaiser, sagt Jesus, ist nicht so wichtig. Konzentriert euer Leben auf Gott. Das ist wichtiger als die Frage, in welcher Tasche das Geld landet. |
Dafür sind Sohn (und Tochter) abgesehen von der ganz konkreten physischen Person seit ewigen Zeiten für die Menschen Urbild und Sinnbild. Das Evangelium vom 2. Oktober spricht strenge, fast Furcht erregende Worte: In einer ersten Schicht geht es um Gier und Machenschaften einerseits, um Wahrhaftigkeit und Treue andererseits. Diese Ebene spricht die Moral und die Redlichkeit von Menschen an. In einer zweiten, tieferen Schicht geht es um den Sohn, um den Erben der fruchtbaren Weingüter. In dieser Ebene geht es um Beziehung, um Sinn und schließlich geht es um den Glauben an das Reich Gottes selbst. Immer wieder staunen wir, welche verschiedenen Ebenen das Evangelium anspricht, und fast immer geht es um fast alles: Es geht um unsere Redlichkeit und Wahrhaftigkeit, um unsere Beziehungen und unseren Glauben. Und auch Gott geht es um viel: Um seinen Sohn. Und das lässt uns, durch alle strengen Worte hindurch, etwas vom Liebsten und Kostbarsten Gottes erahnen. |
Immer wieder finden wir Jesus im Streit mit den Pharisäern, die andere ausschließen und verachten. Für ihn ist Selbstüberschätzung eine ebenso schlimme Verfehlung wie die Verletzung einzelner Gebote. Umkehr beginnt mit der Einsicht, dass wir alle gleichermaßen auf Gottes Barmherzigkeit angewiesen sind. Niemand hat deshalb das Recht, sich über die anderen zu erheben. Wir beten: Gott, in deinem Sohn Jesus Christus bietest du uns die Umkehr an. Lass uns dankbar sein für das Vertrauen, das du uns schenkst. |
Wenn andere in Schwierigkeiten sind, sagen wir gern: „Das ist nicht meine Sache! Ich halte mich da heraus!“ Dies kann manchmal notwendig sein, damit der andere seinen eigenen Weg findet. Das kann aber auch damit zu tun haben, dass wir uns nicht den Problemen der anderen belasten möchten. Jesus hingegen hat uns Verantwortung für die Heiligkeit der Kirche und Verantwortung füreinander übertragen; und er sagt uns auch, wie wir dieser Verantwortung gerecht werden. Wir beten: Gott, dein Sohn hat uns die Verantwortung füreinander übertragen, Hilf uns, dass wir Anteil nehmen an den Sorgen und Schwierigkeiten der Menschen, die mit uns leben und arbeiten! |
Der Sonntag stellt die Frage nach den Prioritäten in unserem Leben. Wofür setzen wir unsere Zeit und unsere Begabungen ein, was gibt uns Halt? Diesen Fragen aus dem Weg zu gehen, ist sicherlich die falsche Antwort. Es gibt noch viele andere Antworten, und das Evangelium zeigt uns, dass selbst Petrus nicht davor gefeit war, eine falsche zu geben. Seine Zurechtweisung zeigt, worum es geht: In Jesu Aufforderung zur Nachfolge steht das Kreuz im Mittelpunkt, oder wie es ein Nachfolger des Petrus formulierte, Papst Johannes XXIII.: „Von allen Punkten der Erde aus bewegen wir uns auf den Himmel zu. Doch der Weg dahin ist immer der des Kreuzes.“ Dem Kreuz können wir nicht ausweichen. Dabei erinnert das Kreuz an Folgendes: Jesus hat sich entschieden, lieber für uns zu sterben, als ohne uns zu leben. Das ist der Maßstab: Sind wir auch bereit, lieber zu sterben, als ohne ihn zu leben? Wobei „sterben“ nicht den irdischen Tod bedeuten muss, im Hier und Heute auch nicht bedeutet. Das Kreuz fragt uns vielmehr, ob wir bereit sind, auf all das zu verzichten, was uns von Gott fernhält. Das Kreuz symbolisiert, dass es in unserem Leben nicht immer nur um uns selbst gehen darf. Es gibt eine horizontale Perspektive, die Menschen mit denen wir leben; und es gibt eine vertikale Perspektive, die Beziehung zu Gott. Das alles in Einklang zu bringen, bedeutet Nachfolge. |
Niemand kann für sich allein glauben. Gott hat uns einander geschenkt, damit wir uns gegenseitig im Glauben und in der Hoffnung stärken. Auch Petrus soll die Brüder und Schwestern im Glauben stärken. Das Petrusamt ist eine Gabe an die Kirche, durch die Gott uns zur Einheit in der Liebe führen will. Wir beten: Gott, in der Gemeinschaft der Kirche können wir dir begegnen. Lass uns Menschen sein, die miteinander glauben und sich gegenseitig in der Hoffnung bestärken. |
Den Wert dieser Geschichte (Ev.: Mt 15,21-28) können wir nicht hoch genug einschätzen. Und zwar aus zwei Gründen. Der erste ist: Hier gelingt es einer nicht jüdischen Frau, Jesu Sinne zu verändern, sogar die Erkenntnis seines Auftrags. Zunächst wird die Frau nur von den Jüngern beachtet, weil die sie gerne schnell loswürden. Als Jesus sie endlich bemerkt, weist er sie ab mit den Worten, er sei für sie nicht zuständig. Als sie dann weiter bittet und ihr das wunderbare Bild von den Brotresten einfällt, ändert sich Jesu Sinn und Auftrag. Eine nicht jüdische Frau also mahnt Jesus, nicht nur an bedürftige Juden, sondern an die bedürftige Welt zu denken. Ihr gelingt, was bisher keinem Menschen gelungen ist. Der zweite Grund ist noch geistlicher: Wie sollen wir beten? Wir sollen mit Inbrunst beten. Das muss nicht laut sein, dafür aber eindringlich. Wir sollen dem Herrn des Himmels und der Erde zutrauen, was wir erbitten. Wir dürfen ihm nichts vorschreiben, aber wir dürfen „unverschämt drängelnd“ bitten, wie Martin Luther einmal schreibt. Beten ist eine ernste Angelegenheit, kein flüchtiges Plappern. Die Frau und Mutter bittet zugleich um ihr Leben, als sie um das ihres Kindes bittet. Dieser Einsatz soll schon sein, wenn wir uns Gott näheren. Wünschen können alle, aber Gott ums rechte Leben bitten, ist eine Aufgabe. Die vornehmste der Christen. |