Salvador Dalí

Salvador Dalí wurde am 11. 5. 1904 in Figueras, Spanien, als Sohn eines Notars geboren.

Schon früh begann er zu malen und zu zeichnen, und mit 10 Jahren richtete er sich im elterlichen Haus auf dem Dachboden ein Atelier ein. Er wollte zur Hochschule der Schönen Künste nach Madrid, doch sein Vater überredete ihn, zuerst an Kunstkursen der städtischen Kunstschule in Figueras teilzunehmen.

1921 konnte er dann sein Studium an der Kunstakademie in Madrid aufnehmen. Er erhielt dort eine grundsolide akademische Ausbildung, auch seine Kenntnis der Kunstgeschichte stammt aus dieser Zeit. Als er mit einigen Studenten zusammen die Berufung Vásquez Díaz zum Professor durchsetzen wollte und dagegen protestierte, als der Versuch scheiterte, wurde er von er Hochschule verwiesen.

Er musste sogar einige Wochen im Gefängnis zubringen, doch wurde die Anklage dann fallengelassen.

Dalí hatte einen ausgesprochenen Hang zum Experimentieren. Von der Bewunderung der holländischen Malerei über den Impressionismus kam er um 1920 zur Moderne. Nach einer kurzen futuristischen Phase zeigte sich um 1923 der Einfluss der ‚Scuola Metafisica’, deren Mitbegründer de Chirico in Italien war, in seinem Schaffen. Beeindruckt von Picasso führte er auch einige kubistische Arbeiten aus, doch überwogen bis 1925 die realistischen Werke. 1925 nahm er auch wieder das Studium an der Akademie der Schönen Künste auf. Aber er weigerte sich 1926, eines der Themen der Abschlussprüfung auszuwählen, und wurde mit einem vom spanischen König unterzeichneten Dekret von der Schule verwiesen.

In den Jahren 1927/28 entstanden erste surrealistische Bilder. 1929 ließ er sich in Paris nieder und hatte dort auch seine erste Ausstellung. André Breton, der führende Literat und Begründer der Surrealisten, nahm ihn in die Gruppe auf und schrieb auch den Katalog. Es folgen sehr produktive Jahre, unterbrochen von einer Nervenkrise, von der ihn, nach eigenen Angaben, seine spätere Frau Gala heilte.

Dalí schrieb Bücher und drehte den Film ‚Ein Andalusischer Hund’, der als ‚großer Skandal’ in Frankreich verboten wurde.

In seiner Schrift über die ‚Paranoisch-Kritische Methode’, die ihn befähigte, nicht die sichtbaren Dinge zu malen, sondern die, die er damit assoziierte, schrieb er auch über das Rech eines jeden Menschen, verrückt zu sein. Er selbst bezeichnete sich als ‚gesund verrückt’. 1940 verließ er Paris und ging nach Amerika. Er hatte dort zusammen mit de Chirico, Mansen, Miró und Picasso schon 1931 eine Ausstellung, es war die erste Surrealistenausstellung in den USA.

In Amerika entstanden auch einige Portraits und Bilder mit religiösem Hintergrund. Seine Hinwendung zur Religion schrieb er seiner Frau Gala zu. Aus der Surrealistengruppe um Breton wurde er wegen seines akademischen Malstils ausgeschlossen. In den USA fand er schnell Zugang zur New Yorker Gesellschaft, unternahm Reisen und hielt Vorträge. Es folgten Ausstellungen in der ganzen Welt. Dalí wurde Weltbürger, auch wenn er 1949 wieder nach Spanien zurückkehrte. Gleichzeitig entwickelte er sich aber auch zu einer der umstrittendsten Persönlichkeiten der Kunstszene. Es wurden ihm Publicitysucht und Größenwahn vorgeworfen. Seine Graphiteditionen erschienen in Kaufhäusern, es gab viele Fälschungen. 1982 erklärte er bei einer Ausstellung in Frankreich 80 von 200 Bildern als zweifelhaft.

Am 10. 6. 1982 starb seine Frau Gala. Seitdem lebte er bis zu seinem Tod am 23. 1. 1989 völlig zurückgezogen. In den letzten Jahren hörte er auf zu malen, trotzdem entstanden noch 92 Ölbilder. Es ist nicht ganz klar, ob Dalí wirklich immer alleiniger Schöpfer war.

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