Die Jahre von 1991 bis 1999

 

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Das Jahr 1991

zum Anfang

27.04.1991 Roland Riz wird Nachfolger von Silvius Magnago als SVP-Obmann.
15.09.1991 Selbstbestimmungskundgebung am Brenner.
23.09.1991 Ein Jahrhundertfund am Hauslabjoch
26.09.1991 Acht Punkte-Programm von Riz; "Ultimatum" bis zu 23.11.
10.10.1991 Abgeordnetenkammer in Rom genehmigt die Errichtung einer Sektion des Oberlandesgerichtes und des Jugendgerichts Trient in Bozen.
23.11.1991 SVP-Landesversammlung stimmt Paketabschluß zu.
 

Das Jahr 1992

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30.01.1992 Der Ministerrat in Rom genehmigt weitere Durchführungsbestimmungen; Ministerpräsident Andreotti erklärt das Paket für erfüllt.
05.04.1992 Parlamentswahlen in Italien; starke Verluste für die Regierungsparteien; die "Lega Nord" unter Umberto Bossi erhält 10 Prozent der Stimmen.
22.04.1992 Italienische Begleitnote zur Paket-Durchführungsakte.
30.05.1992 Auf einer außerordentlichen Landesversammlung der SVP sprechen sich 82,6% der Delegierten in geheimer Abstimmung für die Abgabe der Streitbeilegungserklärung aus.
01.06.1992 Die Tiroler Landesregierung folgt diesem Beschluß.
04.06.1992 Der Tiroler Landtag beschließt entsprechend.
05.06.1992 Der Nationalrat in Wien beschließt entsprechend.
19.06.1992 Die UNO-Botschafter Italiens und Österreichs überreichen UNO-Generalsekretär Boutros-Ghali die "Streitbeilegungserklärung".
21.11.1992 Siegfried Brugger neuer SVP-Obmann.
 

Das Jahr 1993

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27.01.1993 Der italienische Staatspräsident Oscar Luigi Scalfaro trifft zu einem dreitägigen Staatsbesuch in Wien ein.
22.09.1993 SVP-Memorandum betr. Aushöhlung der Autonomie.
 

Das Jahr 1994

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27.03.1994 Wahlen in Italien; das Rechtsbündnis Forza Italia, Alleanza Nazionale (ehem. Neofaschisten) und Lega Nord bilden Regierung unter Silvius Berlusconi in Südtirol sieht man Gefahr für die Autonomie.
27.09.1994 Die Regierung in Rom beschließt Kürzung des Südtiroler Landesbudgets LH Durnwalder: "Noch nie dagewesener schwerwiegender Eingriff in die Landesautonomie".
20.10.1994 Seit 75 Jahren erste gemeinsame Sitzung der Landesregierungen von Nord- und Südtirol.
10.11.1994 Rücknahme der am 27.9. beschlossenen Haushaltskürzungen.
21.11.1994 Nach Ausscheren der Lega Nord aus dem Rechtsbündnis Rücktritt von MP Berlusconi; neuer Ministerpräsident wird der Finanzfachmann Lamberto Dini, der sich zur Autonomie für Südtirol bekennt.
 

Das Jahr 1995

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01.01.1995 1995: Erste gemeinsame Landesausstellung in Schloß Tirol und im Kloster Stams.
23.05.1995 Erstes Treffen der Landeshauptleute von Tirol, Südtirol und Trentino (Wendelin Weingartner, Luis Durnwalder, Carlo Andreotti) in St. Michael/Etsch.
19.10.1995 In Brüssel Eröffnung eines "gemeinsamen Verbindungsbüros" des Bundeslandes Tirol und der autonomen Provinzen Bozen-Südtirol und Trient zur Europäischen Union.
 

Das Jahr 1996

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01.01.1996 1996: Gemeinsame Süd- und Nordtiroler Ausstellung "Heldenromantik. Tiroler Geschichtsbilder im 19. Jahrhundert".
21.04.1996 Sieg des Mitte-Links-Bündnisses unter Romano Prodi bei den italienischen Parlamentswahlen; erhebliche Stimmenverluste der SVP.
24.04.1996 Protestmarsch der Schützen aus Gesamttirol zum Bozner Siegesdenkmal.
31.05.1996 Die Landesregierungen von Tirol, Südtirol und Trentino tagen gemeinsam in Riva (Gardasee). Thema: "Europaregion Tirol"; Gesamttiroler EU-Büro in Brüssel
04.11.1996 Kranzniederlegung des italienischen Heeres am Siegesdenkmal.
 

Das Jahr 1997

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01.01.1997 1997: Die Regierung Prodi entwickelt sich zur autonomiefreundlichsten italienischen Regierung seit 1945. Südtirol erhält zahlreiche neue Befugnisse (u.a. Straßen, Schul- und Hochschulwesen, amtliche Gleichberechtigung der deutschen Ortsnamen bzw. Abschaffung ungebräuchlicher italienischer Ortsnamen etc.)
01.01.1997 1997: Entscheidung für die Errichtung einer Universität.
15.02.1997 Der Landtagsabgeordneten Dr. Christian Waldner wird am Reichrieglerhof oberhalb von Bozen erschossen.
17.02.1997 Der Landtagsabgeordnete Dr. Christian Waldner wird am Reichrieglerhof erschossen aufgefunden.
21.02.1997 Der Bildungsoffizier der Schützen, Peter Paul Rainer, gesteht, den Landtagsabgeordneten Dr. Christian Waldner ermordet zu haben. Als Tatmotiv gibt er Erpressungsversuche Waldners wegen Rainers gefälschtem Maturadiplom an.
10.03.1997 Beschluß der SVP für die Errichtung einer "freien" Universität in Südtirol.
22.03.1997 bis 23.03.1997 Staatspräsident Scalfaro besucht erstmals Südtirol.
27.05.1997 Antrittsbesuch von LH Luis Durnwalder, SVP-Obmann Siegfried Brugger und Parteisekretär Thomas Widmann bei Bundeskanzler Victor Klima. Ein Thema: mögliche Gefahr für die Autonomie durch die italienische Verfassungsreform u. die Zusage Klimas, daß Österreich seine Schutzmachtfunktion auf jeden Fall "in geeigneter Form" wahrnehmen werde.
11.08.1997 Ende des Mordprozesses um Dr. Christian Waldner: Peter Paul Rainer wird in erster Instanz zu 22 Jahren und sechs Monaten Haft verurteilt.
 

Das Jahr 1998

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01.04.1998 Um 00:00 Uhr fallen am Brenner im Zuge des Schengener Abkommens die Grenzbalken zwischen Nord- und Südtirol. Die Brennergrenze kann ohne Personen- und Warenkontrolle überschritten werden.
24.09.1998 Auf Vorschlag von Bozens Bürgermeister Giovanni Salghetti-Drioli wird im Bozner Gemeinderat - in einer von Protesten durch Alleanza Nazionale und Unitalia unterbrochenen Sitzung - die Umgestaltung des Siegesdenkmals und des umliegenden Platzes beschlossen.
31.10.1998 Gründung der dreisprachigen (deutsch, italienisch, englisch) Universität Bozen.
09.11.1998 Peter Paul Rainer wird in zweiter Instanz von der Anklage des Mordes an Dr. Christian Waldner freigesprochen.
22.11.1998 Landtagswahlen in Südtirol. Die SVP baut die absolute Mehrheit auf 56,6% der Stimmen (21 Mandate) aus. (Landeshauptmann Luis Durnwalder erhält 104.011 Stimmen.) Andere Parteien: 9,7% (3 Mandate) für Alleanza Nazionale; 6,5% (2 Mandate) für Grüne; 5,5% (2 Mandate) für Union für Südtirol; 3,7% (1 Mandat) für Lista Civica - Forza Italia; 3,6% (1 Mandat) für Ladins - DPS; 3,5% (1 Mandat) für Centrosinistra; 2,7% (1 Mandat) für Popolari Alto Adige Domani; 2,5% (1 Mandat) für Freiheitliche; 1,8% (1 Mandat) für Unitalia; 1,8% (1 Mandat) für Il Centro - Unione Democratica Altoatesina; 1,4% für Partito Comunista; 0,9% für Lega Nord.