Die Jahre von 1911 bis 1920

 

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Das Jahr 1914

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28.07.1914 Kriegserklärung Österreich-Ungarns an Serbien führt zum Ausbruch des Ersten Weltkrieges.
03.08.1914 Italien erklärt seine Neutralität.
 

Das Jahr 1915

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26.04.1915 "Londoner Vertrag" zwischen Rußland, Großbritannien, Frankreich und Italien: Rom tritt auf die Seite der Entente-Mächte und erhält dafür Triest, das Trentino und Südtirol bis zum Brenner zugesprochen
23.05.1915 Kriegserklärung Italiens an Österreich-Ungarn
26.08.1915 Kriegserklärung Italiens an Deutschland
 

Das Jahr 1916

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01.01.1916 bis 31.12.1916 1916: Tolomeis "Prontuario" (ca. 10.000 italienische Orts- und Flurnamen für Südtirol).
 

Das Jahr 1917

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06.04.1917 Kriegserklärung der USA an Deutschland.
07.12.1917 Kriegserklärung der USA an Österreich-Ungarn.
 

Das Jahr 1918

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08.01.1918 Proklamierung der "14 Punkte" durch US-Präsident Woodrow Wilson: "readjustment of the frontiers of Italy along clearly recognizable lines of nationality" (Punkt 9).
09.05.1918 Sterzinger Volkstag des Tiroler Volksbundes unter Beteiligung von offiziellen Vertretern aller bürgerlichen Parteien. In einem 14-Punkte-Programm verlangen die Parteien u.a. die Verlegung der Grenze an die Südspitze des Gardasees und die Grenzkorrekturen unter Einbeziehung deutscher Siedlungsinseln.
03.11.1918 Waffenstillstand zwischen Österreich-Ungarn und den Alliierten in der Villa Giusti bei Padua unterzeichnet.
04.11.1918 Vertreter der Tiroler Volkspartei und der Freiheitlichen Partei Südtirols gründen in Bozen einen Provisorischen Nationalrat für Deutsch-Südtirol unter dem Vorsitz von Julius Perathoner. Der Nationalrat gibt ein eigenes Amtsblatt heraus und proklamiert am 16. November die "Unteilbare Republik Südtirol".
10.11.1918 Italienische Truppen erreichen und besetzen unter General Guglielmo Pecori-Giraldi den Brenner (der Vertrag von Villa Giusti erlaubte den Italienern auch, Nordtirol zu besetzen, was dann auch geschah: Am 23. November besetzen italienische Truppen Innsbruck und Teile Tirols).
10.11.1918 bis 31.07.1919 Militärregierung unter General Gugliemo Pecori-Giraldi. Pecori-Giraldis Politik wird allgemein als liberal und gemäßigt mit Rücksicht auf die deutschsprachige Minderheit bezeichnet. Trotzdem wird Südtirol sofort nach der Besetzung hermetisch von Österreich abgeriegelt (Unterbindung des Personen-, Brief- und Warenverkehrs, Pressezensur, Verbot der Einfuhr österreichischer Divisen, Entlassungen bzw. Ersetzungen von Beamten im öffentlichen Dienst, etc.).
12.11.1918 Ausrufung der "Republik Deutsch-Österreich" in Wien.
18.11.1918 Zweisprachige Proklamation Pecori-Giraldis an die Südtiroler, in der es unter anderem heißt: "... ist Italien gewillt, als einzige vereinte Nation mit voller Gedanken- und Wortfreiheit den Staatsangehörigen anderer Sprache die Erhaltung eigener Schulen, eigener Anstalten und Vereine zu gestatten."
Das "Kommissariat für Sprache und Kultur" wird von Rom nach Bozen verlegt; Leitung: Ettore Tolomei.
23.11.1918 Italienische Truppen besetzen Innsbruck und weitere Gebiete Nordtirols.
 

Das Jahr 1919

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19.01.1919 Das Comando Supremo löst den Provisorischen Nationalrat Südtirols auf.
24.04.1919 Wilson erklärt in Paris auf der Friedenskonferenz - entgegen den von ihm proklamierten "14 Punkten" und dem feierlich verkündeten "Selbstbestimmungsrecht der Völker" -, daß Südtirol zu Italien kommen soll.
01.05.1919 Mai: Gründung des "Andreas-Hofer-Bundes".
03.05.1919 Beschluß der "Tiroler Landesversammlung" betr. neutralen Tiroler Freistaat.
01.07.1919 Juli: Das "Zentralamt für die neuen Provinzen" wird in Rom errichtet; Leiter: Francesco Salata; Leiter des neuen Generalkommissariat Venezia Tridentina in Trient wird der Liberale Luigi Credaro.
02.09.1919 In Saint Germain Übergabe der Friedensbedingungen für Österreich. Südtirol kommt ohne Sonderbestimmungen zu Italien.
06.09.1919 Annahme des Friedensdiktates durch die Nationalversammlung in Wien. Die Tiroler Abgeordneten beteiligten sich zum Zeichen des Protestes nicht an der Abstimmung. Gleichzeitig heißt es für die Südtiroler Abgeordneten Abschied von der österreichischen Nationalversammlung zu nehmen.
10.09.1919 Unterzeichnung des Friedensvertrages von St. Germain-en-Laye durch Bundeskanzler Karl Renner: Der Staatsname muß in "Republik Österreich" geändert werden und der Anschluß an das Deutsche Reich wird verboten (Art. 88), die Abtretung Südtirols an Italien ist beschlossene Sache; die Selbständigkeit Ungarns, der Tschechoslowakei, Polens und Jugoslawiens muß anerkannt werden; das Parlament nimmt die Bestimmungen nur mit einstimmigem Protest an.
01.10.1919 Oktober: Zusammenschluß von Tiroler Volkspartei und Freiheitlicher Partei zum "Deutschen Verband".
10.10.1919 Annexionsgesetz tritt in Kraft; Südtirol offiziell Bestandteil Italiens.
01.12.1919 Dezember: Autonomieentwurf des Deutschen Verbandes.
 

Das Jahr 1920

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16.04.1920 bis 21.04.1920 Ergebnislose Autonomieverhandlungen in Rom.
10.10.1920 Die formelle Annexion Südtirols durch Italien wird vollzogen, in Tirol folglich der Tag zum "Landestrauertag" erklärt.
In einer Volksabstimmung in Kärnten spricht sich die Bevölkerung mehrheitlich (60 %) für den Verbleib bei Österreich aus.