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Das Jahr 1976 |
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Weltgeschichte
Nach Tod Mao Tse-tungs rächt sich der chinesische Parteiapparat an der "Viererbande" unter Führung seiner Witwe Tschiang Tschin, der Greueltaten während der Kulturrevolution (1966-1969) angelastet werden. Sie wird verhaftet.Pol-Pot Regime in Kambodscha. Nach 44jähriger Regierungszeit verlieren die Sozialdemokraten in Schweden die Regierungsmacht. Europaweit gehen polizeiliche Untersuchungen dem Lockheed-Bestechungsskandal nach. Ein israelisches Kommandounternehmen befreit im ugandischen Entebbe 103 Geiseln aus der Gewalt palästinensischer Terroristen. In Angola führt die im Norden bereits siegreiche kommunistische Befreiungsfront einen Vernichtungsfeldzug gegen ihre noch im Süden Widerstand leistenden Gegner. Rassen-Unruhen in Rhodesien und Südafrika. In Argentinien wird Isabel Perón entmachtet. Jimmy Carter wird 39. Präsident der USA. Der 30jährige König Carl XVI. Gustav von Schweden heiratet die 32jährige Deutsche Silvia Sommerlath, die er bei der Olympiade in München 1972 kennengelernt hatte. |
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Kulturgeschichte
Hitze- und Dürreperiode in Europa. Weltweite Erdbebenkatastrophen. Olympische Sommerspiele in Montreal mit 198 Disziplinen. Weil sich Neuseeland zu einer Rugby-Tournee im verfemten Südafrika aufhält, werden die Spiele von 22 Staaten Schwarzafrikas boykottiert. Bei den Winterspielen in Innsbruck gewinnt Rosi Mittermaier 2 Gold- und 1 Silbermedaille. Die Festspiele in Bayreuth feiern ihr 100-jähriges Jubiläum seit Eröffnung des ersten Schauspielhauses 1876.Eine Explosion in einer Chemiefabrik für Schädlingsbekämpfungsmittel beim italienischen Seveso setzt große Mengen giftiger Dioxingase frei, die nachhaltig die Orte Seveso und Manfredonia verseuchen. Bei San Francisco wird die kommerzielle Firma Genentech gegründet. In der Computertechnik wird der Nadeldrucker entwickelt. Die Concorde, die französisch-englische Gemeinschaftsentwicklung eines zivilen Überschallflugzeuges, nimmt den regelmäßigen Linienverkehr auf den Transatlantikstrecken auf. Gestorben: 9.9.: Mao Tse-tung (*1893); Tschou En-lai (*1898); 1.2.: Der Physiker Werner Karl Heisenberg (*1901); der Philosoph Martin Heidegger (*1889); Kardinal Julius Döpfner (*1913); der ehem. Bundespräsident Gustav Heinemann (*1899); der Schriftseller Eugen Roth (*1895); die Schriftstellerin Agatha Christie (*1890); der finnische Architekt Alvar Aalto (*1898); der Schauspieler Fritz Rasp (*1891); der Maler Max Ernst (*1891); der Maler Karl Schmidt-Rottluff (*1884); der Komponist Friedrich Hollaender (*1896); der Komponist Benjamin Britten (*1913). |