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Weltgeschichte
Im Januar greift die UdSSR Finnland erneut an und wird wiederum zurückgeschlagen.
Erst der Einsatz schwerer Panzer bringt im Februar den Durchbruch. Weil
Rußland einen Krieg mit England vermeiden will, wird im März Frieden
geschlossen mit großen Gebietsverlusten für Finnland.
Um nicht von den lebensnotwendigen Erzlieferungen durch die Engländer
abgeschnitten zu werden, überfällt Deutschland im April Norwegen (und
um dahin zu kommen auch Dänemark). Mit großen Verlusten an Menschen
(Luftlandeoperationen) und Material (u.a. 3 Kreuzer und 10 Zerstörer
bei Narvik) werden die Alliierten verdrängt und das sich zäh
verteidigende Norwegen besiegt, nicht zuletzt deshalb, weil alliierte
Truppen zur Verteidigung Frankreichs abgezogen werden müssen.
In England wird Winston Churchill am 10.5. neuer Premierminister; er
fordert von der Nation "Blut und Tränen", um der Eroberung
Europas durch Hitler zu begegnen.
Am 10.5. erfolgt der Angriff im Westen im Grundsatz nach Methoden des
Schlieffen-Planes von 1905 (zum "Sichelschnitt-Plan"
umgearbeitet durch General von Manstein) durch nördliche Umgehung der
als uneinnehmbar geltenden Maginot-Linie (die Neutralität der
Niederlande und Belgiens ebensowenig beachtend wie vorher diejenige von
Dänemark und Norwegen). Die Alliierten werden bei Dünkirchen
eingeschlossen, können aber über 320´000 Mann aus dem Kessel über
den Kanal evakuieren. Paris fällt bereits am 14.6. Die Maginot-Linie
wird von rückwärts aufgerollt. Am 22.6. wird der Waffenstillstand
unterzeichnet (durch die Generäle von Kleist und Huntziger in dem
eigens aus dem Museum geholten Eisenbahnwaggon und an derselben Stelle
vom 11.11.1918). Hitlers Triumph ist grenzenlos. Frankreich wird geteilt
in einen im Süden unbesetzten Selbstverwaltungs- (Vichy-Regierung unter
Pétain) und einen Besatzungsteil im Norden.
Kurz vor der endgültigen Niederlage Frankreichs tritt Italien am 10.6.
an der Seite Deutschlands in den Krieg ein, um Mussolinis Traum von der
Herrschaft über das Mittelmeer zu verwirklichen, obwohl seine Truppen
zu 80% nicht kriegsfähig sind und erhebliche Engpässe bei der
Versorgung vor allem mit Treibstoff bestehen. Deshalb sind seine Überfälle
auf Griechenland und Nordafrika nicht nur erfolglos, sondern werden
sogar zurückgeschlagen. Die Engländer beenden bereits im September die
italienische Vorherrschaft auf See (im Mittelmeer) mit einem höchst
erfolgreichen Luftangriff auf die im Hafen von Tarent liegende
italienische Flotte.
Mit dem Unternehmen Seelöwe soll die Invasion Englands erfolgen. Zuvor
ist allerdings die englische Luftwaffe auszuschalten. In der (Luft-)
Schlacht um England im Herbst sind allerdings die deutschen Verluste so
hoch, daß sie nie wieder ausgeglichen werden können. Weder die
Bombardierung englischer Städte (am 14.11. wird 80% von Coventry inkl.
der Kathedrale zerstört) noch die Zweikämpfe der Jagdflieger bringen
eine Entscheidung. "Seelöwe" wird von Hitler "auf
unbestimmte Zeit vertagt".
Zwischen Deutschland, Italien und Japan wird der Dreimächtepakt
geschlossen, um die Alliierten zu beeindrucken. Ungarn tritt diesem
gegen Jahresende bei.
In der Schweiz werden alle politisch extremen Gruppierungen
(nationalistisch oder kommunistisch) verboten.
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Kulturgeschichte
Die USA erfinden das Cash and Carry Prinzip, nach dem Waffen an
(alliierte) Nationen gegen Barzahlung auf Schiffe des Käufers geliefert
werden. Als den Engländern das Geld ausgeht, liefert Amerika nach dem
neuen "Leih- und Pachtgesetz".
Die Olympischen Spiele fallen aus.
In der (für Deutschland eigentlich verlorenen) Schlacht um England wird
klar, daß moderne Kriege nur mit Lufthoheit gewonnen werden können.
Die Radartechnik gelangt in den kriegführenden Ländern zur
Serienreife.
Die etwa 17´000 Jahre alten Malereien in der Höhle von Lascaux werden
zufällig entdeckt.
Das 1928 von Fleming entdeckte Penicillin wird industriell hergestellt,
und das eigentlich zur Konservierung von Medikamenten entwickelte
Gefriertrocknen wird auf Lebensmittel angewandt.
Die erste Farbfernsehsendung wird ausgestrahlt.
Marc Chagall malt einige Clowns, Henri Matisse ein Stilleben mit
Austern, Oskar Kokoschka eine Krabbe, Emil Nolde den Großen ärtner und
Pablo Picasso einen Frauenkopf.
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