Das Jahr 1924

 

 

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Weltgeschichte

Nach Lenins Tod gewinnt Josef Stalin in Rußland den Machtkampf um die Nachfolge. Trotzki wird entmachtet und später (1928) nach Kasachstan verbannt.
Griechenland wird Republik.
In Südafrika wird die Politik der Apartheid verschärft.

 

Kulturgeschichte

Auch diesmal finden die Olympischen Spiele in Paris (zum zweiten Mal nach 1900) ohne Beteiligung Deutschlands, das in Frankfurt eigene Spiele veranstaltet, mit einer auf 126 reduzierten Zahl von Disziplinen statt. Die Stars sind Johnny Weissmueller (Schwimmen) und natürlich wieder Paavo Nurmi, der in 6 Tagen 9 Rennen gewinnt. Erstmals werden die Spiele im Rundfunk übertragen.
Der Flugplatz Tempelhof in Berlin wird professionell ausgebaut (bis 1928).
In Österreich erfindet Viktor Kaplan die nach ihm benannte Wasserturbine, die auch bei niedrigem Wasserdruck einen hohen Wirkungsgrad hat.
Drei Flugzeuge der Firma Douglas fliegen erstmals um die Erde (6.4.-29.9.).
Hugo Eckener fliegt erstmals einen Zeppelin über den Atlantik nach Amerika.
In Deutschland entdeckt man den Polyvinylalkohol, Grundlage zur Herstellung von Kunstfasern und -folien.
Bei Krupp baut man eine Turbinen-Dampflokomotive.
Uraufführung von "Rhapsody in Blue" von George Gershwin.
Lovis Corinth malt den Reichspräsidenten Friedrich Ebert, ein Selbstbildnis in der Sonne und ein Walchensee-Panorama; Alfred Kubin malt einen Wüstentod und Käthe Kollwitz ein Selbstbildnis in Kreide.
Gestorben: Franz Kafka (*1883); 21.4.: Eleonora Duse (*1859); der Maler Hans Thoma (*1839); Feruccio Busoni (*1866); der Komponist Giacomo Puccini (*1858); 21.1.: Wladimir Iljitsch Lenin (bürgerl. W.I.Uljanow, *1870); 10.4.: der Großindustrielle Hugo Stinnes (*1870); der ehemalige US-Präsident Woodrow Wilson (*1856).