Das Jahr 1904

 

 

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Weltgeschichte

Der russisch-japanische Krieg bricht aus, weil Rußland die Ansprüche Japans nach Freizügigkeit in Korea aberkennt. Die Japaner greifen den russischen Kriegshafen Port Arthur erfolgreich mit Schnellbooten an. Rußland setzt seine Ostseeflotte in Marsch (England droht Deutschland wegen Versorgungslieferung von Kohle und Waffen mit Krieg), es gibt unterwegs den Doggerbank-Zwischenfall, als die Russen britische Fischerboote beschießen.
Bündnispolitik Frankreichs (Entente Cordiale) mit Großbritannien und Spanien grenzt die gegenseitigen Kolonialinteressen ab und sichert Frankreichs Einfluß in Marokko und Tunesien sowie britische Interessen in Ägypten.
In den deutschen Afrikakolonien kommt es zu Aufständen der Herero und Hottentotten.
Die Transsibirische Eisenbahn wird fertiggestellt.

 

Kulturgeschichte

Hülsmeier meldet ein Radargerät zur Objektortung zum Patent für die (noch nicht so dringliche) Verkehrsüberwachung an. Es wird erst 30 Jahre später militärisch genutzt werden, weil es wegen des Anmeldethemas in Vergessenheit geraten war.
Der russische Pathologe I.P. Pawlow schafft mit seinen Versuchen an Hunden die Grundlagen der Theorie der bedingten Reflexe.
Die Flüssigkristalle werden entdeckt, mit der Sie heute an Ihrem Taschenrechner das Ergebnis von 1+1 oder an manchen Telephonen (siehe hierzu 1860) ablesen können, ob Sie die Nummer 07271-51084 richtig gewählt haben, wenn Sie noch mehr solch schöne Programme (wie dieses hier, wie wir hofen) von uns haben wollen.
Weltausstellung und Olympische Spiele finden in St. Louis in den USA (letztere mit 94 Disziplinen) statt.
Hermann Hesse schreibt den Peter Camenzind.
Puccinis Oper Madame Butterfly wird uraufgeführt.
Paula Modersohn-Becker malt den Dichter Rainer Maria Rilke.
Man beginnt mit dem Bau des Panamakanals.
Die erste Fotographie wird von Arthur Korn von München nach Nürnberg telegraphiert.