Das Jahr 1901

 

 

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Weltgeschichte

In England stirbt Königin Viktoria 82-jährig. Sie hat seit 1837 regiert, dem britischen Empire außenpolitisch zur Großmacht und innenpolitisch zu weitreichend ausgewogener Stabilität verholfen. Eine ganze Epoche trägt ihren Namen. Ihr Nachfolger wird ihr bereits 60-jähriger ältester Sohn Edward VII. (+1910), der England aus der Isolation (splendid isolation) führen will.
Die erfolglosen Bündnisverhandlungen mit Deutschland werden abgebrochen, England sucht mit Fankreich und Rußland erfolgreich neue Partner.
Nach Ermordung McKinleys wird der erst 43-jährige Vize Theodore Roosevelt neuer Präsident der USA.
Die USA sichern sich in Verträgen mit England das Exklusivrecht zum Bau des Panamakanals.
Das Commonwealth of Australia wird gegründet.
In Peking diktieren die Großmächte China die Reparationsbedingungen (und -zahlungen) aus dem Boxer-Aufstand.

 

Kulturgeschichte

Die erste Verleihung der Nobelpreise geht an Conrad Röntgen (Physik), Adolph von Behring (Medizin), Henri Dunant und Frederic Passy (Frieden).
Der Staubsauger, die erste elektrische Schreibmaschine, der Rasierapparat werden erfunden.
Dem Italiener Marconi gelingt die transatlantische drahtlose Telegraphie.
Die Meteorologen Süring und Berson steigen mit einem Freiballon auf über 10´000 m Höhe auf.
Thomas Mann schreibt Die Buddenbrooks.
Henri de Toulouse-Lautrec stirbt, ebenfalls der Maler Arnold Böcklin.