| 18.02.
Veranstaltung: 80 Jahre Horst-Wessel-Mythos
Von der Durchsetzungsgeschichte der NSDAP im roten
Friedrichshain
Offenes Antifa
Cafe im Vetomat
Am
23. Februar vor 80 Jahren verstarb der SA-Führer Horst Wessel an
einer Blutvergiftung im Friedrichshainer Krankenhaus. Nachdem er im Januar
1930 vom Rotfront-Kämpfer Albrecht Höhler ins Gesicht geschossen
wurde, verweigerte er einem jüdischen Arzt in der Ambulanz Hand an
seinen "arischen Körper" zu legen. Obgleich sein Tod unspektakulär
war, wurde er vom NSDAP-Propagandachef Goebbels als "Märtyrer
für Deutschland" gefeiert und später sogar der ganze Friedrichshain
nach ihm benannt.
Opfermythen halten sich bekanntlich ungeachtet aller Transformationen
durch die Jahrhunderte. So auch bei Horst Wessel, der gerade mal 22 Jahre
alt wurde und dessen Wirken sich darauf beschränkte, das Lied „Fahne
hoch“, die Melodie eines damaligen Gassenhauers, mit neuem Text
zu unterlegen und mit seinem SA-Sturm Friedrichshain zwischen 1929 und
´30 durch Gewaltexzesse unsicher zu machen.
Auch heute noch lebt der Mythos Horst Wessel fort, "Die Fahne hoch"
ertönt als Klingelton, und die mit ihm verbundenen jugendlich-rebellisch
aber dennoch soldatisch-statthaften Tugenden sind identitätsstiftend
für kriegs- und pfadfinderbegeisterte Neonazis. Alle Jahre wieder
erscheinen Bücher zum Mythos Wessel - welche wahrscheinlich nicht
unwesentlich zur weiteren Rezeption beitragen. Ein Entmystifizierungsabend
von und für HobbyhistorikerInnen, die sich über Wessel hinaus
mit dem Übergang der Weimarer Republik zum deuschen Faschismus beschäftigen
wollen. >>> Veranstaltungsskript
und komplett
als MP3 (40min)
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18.01.2010 Veranstaltung
Berlin: "Alles Extremismus"
Am 19.01.2010 wurden vom LKA-Sachsen Räumlichkeiten
des Dresdener Blockade-Bündnis durchsucht
Zum Gespräch über
die Renaissance der Totalitarismustheorie im Deckmantel der Extremismusdebatte
geladen, hatte die Vereinigung der Verfolgten des Naziregimes/ Bund der
AntifaschistInnen (VVN-BdA). Im Friedrichshainer Cafe Sybille trafen sich
gestern Abend der Bundesvorsitzende der VVN, Heinrich Fink und eine Vertreterin
der Antifa Friedrichshain, um vor rund 50 Leuten über Gedenkstättenpolitik,
Gleichsetzungsstrategien, den Extremismus der Mitte und die notwendigen
Konsequenzen für weitere antifaschistische Arbeit zu diskutieren.
Veranstaltungsbericht
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Dezember 2009: Jahresrückblick mit
Videoschnippsel
Während die Politik-Feuerwehr von einem Event zum nächsten hechelt,
bleibt kaum Zeit zu verschnaufen, Erreichtes kritisch zu beleuchten und
der Melancholie der Wintertage ein wohltuendes Daumen-Hoch zu verpassen.
Eine Bewegung ohne Vergangenheit hat bekanntlich keine Zukunft. Wer sich
nur dem Tagesgeschäft hingibt, mag meinen, dass alles schlechter,
reaktionärer, brutaler und sinnloser wird. Wer allerdings die Zusammenhänge
von Interventionen herstellt, sich Kampagnen und ihre Resultate vergegenwärtigt
und sich selbst bzw. den eigenen Beitrag daran zu Gemüte führt,
dem steht ein fröhlich-selbstbestimmter Frühling bevor. Ein
Abend für Ausstiegsgefährdete und für LiebhaberInnen der
"Beiträge die keine inhaltliche Ergänzung darstellen".
Ein politischer Jahresrückblick mit Video und Audiobeiträgen
nicht nur aus Antifa-Sicht. >>>
Ganzer Text des Booklet + Rückblick der Antifaschistischen Linken
Berlin
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12.12.2009 Kundgebung gegen die Residenzpflicht
12.00 - Alexanderplatz (Weltzeituhr)
Bewegungsfreiheit ist ein Menschenrecht! In Deutschland jedoch gilt seit
1982 die „Residenzpflicht“. Flüchtlinge dürfen den
ihnen zugewiesenen Landkreis ohne Erlaubnis nicht verlassen. Tun sie es
doch, werden sie mit Bußgeldern oder Gefängnisstrafen bis hin
zu einem Jahr Knast bestraft. Tausende Flüchtlinge sind davon betroffen,
etwa 100 sind jedes Jahr im Gefängnis, nur weil sie von ihrem Menschenrecht
auf Bewegungsfreiheit Gebrauch gemacht haben. Ziel der Residenzpflicht
ist es, das Leben für Flüchtlinge in Deutschland so schwer wie
möglich zu machen. Nur in Deutschland existiert solch ein rassistisches
Sondergesetz. Residenzpflicht bedeutet Isolation in entlegenen Lagern,
rassistische Polizeikontrollen und Kriminalisierung. Die Landesregierung
von Brandenburg hat eine Erleichterung der Residenzpflicht angekündigt.
Asylsuchende im laufenden Verfahren sollen sich zwischen Berlin und Brandenburg
bewegen dürfen. Für Flüchtlinge mit Duldung soll sich aber
nicht viel ändern. Diese Änderungen gehen nicht weit genug!
Die Residenzpflicht selbst muss abgeschafft werden, ohne Wenn und Aber!
Es ist höchste Zeit zu handeln!
residenzpflicht.info
& chipkartenini.squat.net
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21.11.2009: Über 2000 bei Silvio
Meier Gedenkdemo
Polizei hällt sich vor DemobeobachterInnen zurück
Mehr als 3000 AntifaschistInnen gedachten
am 21.11. dem von Nazis ermordeten Silvio Meier in Berlin-Friedrichshain.
Nach der Mahnwache, bei der GenossInnen aus Madrid und Moskau über
die Morde an Carlos und Ivan berichteten, demonstrierten die Demo-TeilnehmerInnen
u.a. für den Erhalt von linken Freiräumen, gegen Gentrification
und staatliche Repression. Lautstark wurde aber auch die Freilassung von
Tobias gefordert, der seit dem 16.11. in Haft sitzt. Auf der Demo überwachten
rund 30 Personen die Polizei, um Übergriffe zu verhindern. Obwohl
sich die Polizei bis zum Ende zurück hielt wurden 17 DemonstrantInnen
festgenommen. Gegen zwei von ihnen wurde Haftbefehl erlassen - ein Novum
für die Silvio-Meier-Demo.
Im Vorfeld gab es kleinere Aktionen wie Infostände in vermeintlichen
Nazi-Homezones und die Umbennenung des U-Bhf. Samariterstr. in Silivio-Meier-Str.
Das Gedenken an Silivio Meier ist teil der Kampagne „Siempre Antifascista",
die im internationalen Kontext an getötete Antifaschisten erinnert.
Redebeiträge,
JugendInfo, Aufruf
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10.10.2009: Naziaufmarsch durch Friedrichshain
durchgeprügelt
Polizei verschafft Neonazis Freiräume
Am
10.10.2009 marschierten ca. 600 Neonazis vom Alexanderplatz über
den Strausberger Platz zum S-Bahnhof Landsberger Allee. Der Marsch richtete
sich gegen vermeintlich „linke Gewalt“ anlässlich eines
Anschlages auf das Neonazi-Lokal „Zum Henker“ in Berlin-Treptow
eine Woche zuvor.
Mehr als eintausend Antifaschisten protestierten dagegen und versuchten
mittels Sitzblockade oder Materialblockaden den Aufmarsch der Rechten
zu stoppen. Laut Zeugenaussagen wurde am Rande des Aufmarsches der PKW
eines Neonazis umgekippt.
Die Polizei ging teils massiv gegen Antifaschisten vor und verletzte mehrere
Personen durch den Einsatz von Schlagstöcken und Reizgas. Etwa 20
Antifaschisten wurden festgenommen. Die Polizei schritt dagegen nicht
ein, als Neonazis „Juden Raus“ skandierten und Fotojournalisten
attackierten. Von dem Neonazi Lutz Giesen wurden die Namen von politischen
Gegnern verlesen, darunter Opfer rechter Gewalt.
Zwei der drei angemeldeten Kundgebungen wurden von der Polizei kurzfristig
ins Abseits verlegt so dass keine Anrufung des Verwaltungsgerichts mehr
möglich war. So hat nur eine Kundgebung vor dem Haus des Lehrers
stattgefunden.
>>> Bilder,
Videos, Redebeiträge der Kundgebung
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7. - 9. August: 13.
Biermeile in Friedrichshain
Biermeile
in Friedrichshain: Das größte Saufgelage der Welt mit über
800.000 BesucherInnen, 2000 Biersorten und massig Neonazis, rechten Hools
und anderem unangenehmen Publikum. Vom Frankfurter Tor bis Strausberger
Platz Chaostage vom 7.-9. August. Wie wars? Indymedia-Bericht
von Freitag und Samstag.
Gesichtete ein- und mehrdeutige Symbole
und Aufdrucke: Schwarze Sonne-Tattoo am Ellenbogen, Keltenkreuz-Tattoo
am Ellenbogen abgeklebt, Eisernes Kreuz als Tattoo und auf Shirt, Utgard
Tattoo-Shirt, Sonnenrad-Shirt, Blood4Blood, Todesstrafe für Kinderschänder,
"Arrogant und Antisozial", "Legion of Thor", "Stop
Control" (linkes Shirt an rechten Brust), "NS-Spirit 1933-1945",
"Wer besser schießt hat mehr vom leben", "Heide",
Odin statt Jesus-Schlüsselband, "Wild new Generation" (Faust
im Eisernen Kreuz), "Skingirls", "StahloBrandenburg",
T-Shirt von der ehemaligen Nazi-Kneipe Kiste (Weitlingstraße), Erik
& Sons, "Kameradschaft Zelle Jüterborg", "Kill
Baby Kill!" belgische B&H-Band, "You know we hate you",
" "Kellerjungs-Ostberlin", "Kampftrinker Ost",
"Aryan Brotherhood", "Problemfan", "Gib Gays
keine Chance", Anti-Antifa-Shirt (Triskele), KluKluxKlan-Tattoo,
Snow & Sund, ACAB, Lichtenberger Dynamo Crew, "Keine Waffen für
Israel", "Midgards-Stimme", "Trotz Verbot nicht blöd",
"Twillight of the thunder-god" (mit thorshammer)
Bilder: Flickr,
Biermeile Letztes Jahr? 2008
Wie war es früher? 2005
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1. Mai: Berlin Nazifrei!
3000 blockierten Anfahrt > Nazifest muss drinnen
stattfinden
Rund
3.000 Menschen haben sich an den Aktionen gegen die NPD-Veranstaltung
in Köpenick beteiligt. „1. Mai Nazifrei“ und das Bündnis
„Gemeinsam gegen Rechts“ danken Allen für ihr Kommen
und ihren entschlossenen Widerstand gegen die Neonazis! Die große
Beteiligung und die Blockadeaktionen am S-Bahnhof Köpenick haben
mit dafür gesorgt, dass die Neonazis größere Probleme
bei der Anreise hatten und das NPD-Fest für die rund 200 Anwesenden
eine mickrige und spassfreie Veranstaltung blieb. Wir verurteilen die
massive Polizeigewalt gegen Blockadeteilnehmer_innen und Medienvertreter_innen.
Wieder einmal ist die Polizei völlig unverhältnismäßig
und brutal gegen Antifaschist_innen vorgegangen. Trotz allem ist es in
Köpenick gelungen, ein deutliches Zeichen gegen Rechts zu setzen.
>>> Aufrufe,
Bilder und Berichte
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4000 auf Berliner Mayday
2009
"Grau in grau sind die Prognosen - für bunte
Akzente an der Fassade des Finanzministeriums sorgen Demonstranten am
1. Mai." (FR 5. Mai 2009)
Versprochen
war "the next level" - die Aktion auf dem diesjährigen
Mayday passt ins Konzept der Parade gegen Prekarisierung: "1. Mai
um 16:20 Uhr am Bundesfinanzministerium. Dutzende Farbeier fliegen aus
der Maydayparade auf den grauen Bau in der Wilhelmstraße. Darunter
tanzen demonstrantInnen und über ihren Köpfen tanzen Regenschirme.
Nach einer Minute ist es vorbei. Fast 100 Farbeier sind an der Fassade
des Finanzministeriums zerplatzt. Die Ecke Leipziger Straße-Wilhelmstraße
leuchtet weithin sichtbar "ganz schön bunt" wie ein Polizeisprecher
sagt."
>>> Berichte,
Redebeiträge, Vorfeldaktionen..
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24.04.2009: K17 und
"Folter Records"
Konzertveranstalter mit neonazistischem Angebot
Metalszene darf neonazistischen Tendenzen keinen Raum
geben
Am
morgigen Freitag, dem 24. April 2009, soll im Metal-Szeneladen K17 in
Berlin-Friedrichshain die „Folter Records Nacht 2“ stattfinden.
Über den Internet-Mailorder des Veranstalters FOLTER RECORDS werden
CDs, LPs und T-Shirts neonazistischer Black- und Pagan-Metal-Bands wie
BURZUM und GRAVELAND angeboten. Von GRAVELAND werden in aller Offenheit
selbst indizierte LPs verkauft. Ebenso ist ein GRAVELAND-T-Shirt mit dem
Slogan „Wotan mit mir“ im Angebot. Dieses Motiv wird von der
Band selbst mit Hakenkreuz-Aufdrucken vertrieben, bei FOLTER RECORDS ist
aus naheliegenden Gründen keine Abbildung des T-Shirts verfügbar.
„Unwissenheit über den neonazistischen
Charakter von Bands wie GRAVELAND kann bei FOLTER RECORDS absolut ausgeschlossen
werden. FOLTER RECORDS betreibt diese Geschäfte wissentlich und vorsätzlich“,
erklärt dazu Frank Metzger, Mitarbeiter des „Antifaschistischen
Pressearchivs und
Bildungszentrum“ (Apabiz). Vor genau einem Jahr hatte es im Vorfeld
des ebenfalls von FOLTER RECORDS veranstalteten „Paganfest“
im Kreuzberger Szeneladen SO 36 eine erhitzte Diskussion gegeben. Damals
war es bei einer von den BertreiberInnen des SO 36 ausgesprochenen „Ermahnung“
geblieben. Das Konzert fand statt, da FOLTER RECORDS die Bedingungen
erfüllte und die damals schon vorhandenen offensichtlich neonazistischen
Titel aus dem Sortiment genommen hatte. Diese werden nun zumindest teilweise
wieder vertrieben.
Frank Metzger (Apabiz): „FOLTER RECORDS
hat nunmehr wiederholt und eindeutig seine Offenheit für neonazistische
Inhalte demonstriert. Den Worten der Vergangenheit müssen endlich
auch einmal Taten folgen. Wenn die Metalszene es ernst meint mit ihren
Bekenntnissen gegen extrem
rechte Tendenzen in den eigenen Reihen, dann verbietet sich jegliche Zusammenarbeit
mit FOLTER RECORDS.“
>>> Antifa
Pressearchiv
>>> Weitere Probleme mit der
K17: ImPaled
Nazarene 2006
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18. März 2009:
Tag der politischen Gefangenen
Demo, Konferenz, Ausstellung und Veranstaltungen

Der 18.März ist seit den 20er Jahren
von der Roten Hilfe zum Kampftag gegen Repression und politische Gefangenschaft
erklärt wurden. Jedes Jahr wird der Tag deutschlandweit genutzt um
auf politische Repression, Polizeigewalt und das Knastsystem im Allgemeinen
aufmerksam zu machen.
Wir veröffentlichen hier das Skript
unserer Veranstaltung "Anspruch
und Wirklichkeit des deutschen Knastapparats - Stars in der Manege
- Was steckt hinter dem modernen Knast-Panoptikum? Ein Gesprächsabend
mit Axel (§129a-Beschuldigter im MG-Verfahren), Carsten (129a-Beschuldigter
aus Magdeburg) und einer Expertin zum Verwaltungsapparat. Das repressivste
Mittel des Staates gegen politische AktivistInnen auf dem Prüfstand."
>>> Veranstaltungstext,
Berichte und Aufrufe
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Thor-Steinar-Shop eröffnet
in Friedrichshain
Die bei Neonazis beliebte Modemarke "Thor Steinar" eröffnete
am 28.02. einen 200qm-großen Outlet-Shop in der Petersburger Str.
94, unmittelbar neben dem Bezirksamtsgebäude und neben der Gedenktafel
"Zu Ehren der Opfer des Mörderkellers-Keglerheim", das
sich während des Nationalsozialismus an der Stelle befand. Betrieben
wird der Tromsø durch die SKYTEC
Outlets GmbH.
Widerstand gegen den Laden regte sich sofort nach der Eröffnung,
Demos, Kundgebungen, Paraden, Farb- und Steinbewürfe machten den
Betreibern unmissverständlich klr, dass sie hier nicht erwünscht
sind. Der Protest wurde zu dem Projekt für Friedrichshain Polit-
und Kulturszene - zumindest für eine gewisse Zeit. Auch der Vermieter
will den Laden wieder raushaben und hat den Vertrag gekündigt. Dagegen
hat Skytec Einspruch eingelegt. Ein Verfahren wird lange Zeit in Anspruch
nehmen. Solang kann der Laden an die Neonzi-Klientel verkaufen, der Protest
wurde geschwächt und die Öffentlichkeit ist weitesgehend ruhiggestellt.
>>> Redebeiträge
der Kundgebungen und Demos, sowie die Chronik der Ereignisse rund um den
Laden.
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14.02.2009: Dresden
- Naziaufmarsch gestört
Neues Demokonzept | Große Antifa-Mobilisierung
6000
Neonazis marschierten auch diese Jahr wieder durch Dresden. Wie in jedem
Jahr sollen damit die alliierten Luftangriffe auf eine Stufe mit der Shoa
gestellt werden. Der 13. Februar 1945, ein einschneidendes Ereignis in
der Stadtgeschichte und auch darüber hinaus weltweit rezipiert, ist
auch Jahrzehnte nach dem Krieg in Dresden ein großes Thema. Eine
Historikerkommission musste einberufen werden, um den zahlreichen Mythen
zu begegnen. Langsam aber sicher tut sich in Dresden was, das Gedenken
in der Stadt verändert sich und während man sich bereits in
den letzten Jahren immer deutlicher von den Nazis zu distanzieren suchte,
ist in diesem Jahr auch mit einem wirksamen und breiten Protest von 10.000
Bürgern zu verzeichnen. Auch Antifaschisten mobilisieren wesentlich
intensiver zu Protesten. Die Nazis durften ungestört durch Dresden
marschieren und griffen auf der Heimreise auch noch Gewerkschafter an.
Die Antifa-Demo (4000) wurde dagegen von der Polizei schikaniert.
>>> Nachbereitung,
Aufruf, Bilder
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6.12.2008: Naziaufmarsch
in Berlin blockiert, gestoppt, umgeleitet!
Die
Fakten des Nazi-Aufmarschs „Jugend braucht Perspektiven“:
600-700 Nazis marschierten vom S-Bhf. Karlshorst bis zum Tierpark. Dort
mussten sie aufgrund von Blockaden in der Sewanstr. knapp zwei Stunden
warten. Die Blockaden aus etwa 1000 Gegendemonstranten, Glas und umgekippten
Müllcontainern wurden von der Polizei mit Schlagstock, Pfefferspray
und Wasserwerfern aus dem Weg geräumt. Der Aufmarsch konnte weitergehen
und die Nazis griffen mit Wurfgeschossen gegendemonstranten am Rand an.
Kurz vor Einbruch der Dunkelheit war der Aufmarsch an der Volkradstr.
wo eine weitere Blockade für eine Stunde den Weg versperrt hatte.
Darunter auch die Bezirksbürgermeisterin und BVV-MitgliederInnen.
Auch diese Blockade wurde mit äußerster Brutalität von
der Polizei geräumt. Aufgrund der fortgeschrittenen Zeit entschieden
sich die Nazis für eine Verkürzung der Route durch die Volkradstr
(statt durch die symbolträchtige Weitlingstr). Ein erneuter Blockadeversuch
scheiterte an der Polizei und so konnten die Nazis ungehindert auf der
großen Kreuzung Alt-Friedrichsfelde ihre Abschlusskundgebung abhalten.
Gegen halb sechs wurden sie in die S-Bahn gesetzt.
>>> Auswertung,
Presseberichte, Aufruf
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22.11.2008: Silvio-Meier
Gedenkdemo
1600 Leute | Polizeirepression | Naziangriff
Rund
1600 DemonstrantInnen, darunter der Bürgermeister von Friedrichshain-Kreuzberg
und BVV-Abgeordnete, zogen dieses Jahr von Friedrichshain über die
Frankfurter Allee, mit kleinem Abstecher zum Amtsgericht Lichtenberg,
durch die Skandinavische Straße, Wönichstraße und zurück
zum S-Bhf. Lichtenberg über die Weitlingstr. Demonstriert wurde gegen
drei Treffpunkte der Nazis in Lichtenberg und den Doorbreaker im RingCenter.
In Redebeiträgen wurde außer auf Antifa-Themen auch beispielsweise
auf die Situation der Hausprojekte, die Mobilisierung gegen die NATO-Tagung,
gegen den Frauenknast in Lichtenberg eingegangen.
Die Berliner Polizei machte erstmalig lückenlose Vorkontrollen, nahm
Transparente und Fahnen ab, schüchterte Jugendliche mit sog. Gefährdenansprachen
ein und verzögerte den Start der Demo unnötig lange. Alle TeilnehmerInnen
wurden abgefilmt und nach Einbruch der Dunkelheit an jeder Straßenkreuzung
mit Flutscheinwerfern aufgehellt. Die gesamte Demo hindurch waren die
DemonstrantInnen daran gehindert den Zug zu verlassen - Polizeiumringt
kam mensch mit den Lichtenbergern wenig ins Gespräch. Zivilbeamte
liefen ebenfalls in großer Anzahl in der Demo - auch ohne sich kenntlich
zu machen mit und provozierten. Die Auswertung der Demonstrationsbeobachtung
durch Kritische JuristInnen folgt noch.
Am Ende warfen Nazis von einem Dach Sophienstr. Ecke Weitlingstr. Farbeier
auf die Demo. Im Umfeld der Demo wurden 5 Nazis festgenommen, weil sie
sich bewaffnet in einem Hausflur aufhielten.
Im Vorfeld der Demo gab es mehrere Veranstaltungen und die Mahnwache an
Silvio Meiers Todestag. Diesmal auch mit internationaler Beteiligung.
>>> Aufruf,
Berichte, Fotos, Redebeiträge, Jugendinfo
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1.- 3.08.2008: Biermeile in Friedrichshain
Biermeile Nr.12. Was war los?
Zum
12. Mal fand am Wochenende in Friedrichshain das Internationale Bierfestival
zwischen U-Bhf. Frankfurter Tor und Strausberger Platz entlang der Karl-Marx-Allee
statt. Jährlich ziehen die tausend verschiedenen Biersorten und Baumblütenfest-Stimmung
(Saufen - Schunkeln - Schlägereien) knapp 500.000 BesucherInnen an.
Das Lieblingskind der lokalen Wirtschaftsförderung wird von den AnwohnerInnen
als Massenbesäufnis kritisiert und wenn möglich gemieden. Grund
dafür sind auch die zahlreichen Nazis, die mitfeiern und sich nach
dem Fest im alternativen Friedrichshain ihre Opfer suchen. Trotz einiger
Vorkehrungen des Veranstalters kam es auch dieses Jahr traditionsgemäß
zu Angriffen auf Menschen, die irgendwie links aussehen. Höhepunkt
war ein versuchter Angriff auf den Veranstaltungsraum XB-Liebig am Samstagnachmittag.
Diskussionswürdig ist, wie diesem Fest in Zukunft begegnet werden
soll. Eine kleine Zusammenstellung was passiert ist – ohne Anspruch
auf Vollständigkeit.
>>> Hintergründe,
Offener Brief an das Abgeordnetenhaus, Hardfacts
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24. Mai: Bundesparteitag
der NPD in Bamberg
Antifaschistisches Bündnis mobilisiert bundesweit
Die
Teilnahme an den Störaktionen gegen das wichtigste Beschlusstreffen
der NPD in diesem Jahr, war wichtig und Konsequenz aus den geringen Antifa-Aktivitäten,
die dieses Treffen in den letzten Jahren (v.a. 2006 in Berlin) ausgelöst
hat. Dass in Bamberg eine kraftvolle Antifa-Demo mit 500 Teilnehmenden
stattfinden konnte, ist Ergebnis einer spontanen Mobilisierung, die nicht
die "Action" in den Fordergrund rückte, sondern die politische
Notwendigkeit des Protests. Die Drohkulisse der bayrischen Polizei mit
Unterbringungsgewahrsam und weiträumiger Abschirmung, konnte den
antifaschistischen Protest nicht verhindern - wenn auch eine Blockade
des Tagungsorts so unterbunden wurde. Dafür ist auch die Stimmung
in Bamberg verantwortlich. Die BewohnerInnen waren tausendfach auf politischen
Veranstaltungen vertreten und es kam nicht zu den sonst üblichen
Distanzierungen zwischen verschiedenen Formen des Widerstands.
>>> Auswertung,
Aufruf zum NPD-Bundesparteitag in Bamberg
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1.Mai 2008:
EuroMayday-Parade
Vorfeldaktionen und Repolitisierung des 1.Mai ziehen
7000 DemonstrantInnen
Nun
ist es schon wieder vorbei: Der dritte Mayday in Berlin fand mit bis zu
7000 Teilnemer_innen statt. Natürlich gibt es unzählige Eindrücke
vom 1. Mai, aber um es kurz zu halten: Es war toll!
Eine erste Einschätzung könnt ihr auf indymedia
lesen.Und wie üblich: Während einige dem 1. Mai ein Politisches
Comeback bescheinigen und offenbar die Diskussion
über Proteste gegen die zunehmenden prekären Arbeitsverhältnisse
begonnen hat, wagt der Politologe und Aktivist Peter Grottian Verbesserungsvorschläge
für die Mayday-Parade im nächsten Jahr vorzubringen.
>>> Redebeiträge,
Auswertungen, Aufruf und Vorfeldaktionen
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8. März 2008:
Freiheit für Andrea. Kampf dem Patriarchat
Etwa 1000 bis 1500 Menschen demonstrierten in Berlin aus Anlass der internationalen
Frauenkampftages in Solidarität mit der inhaftierten Antifaschistin
Andrea und allen politischen und sozialen Gefangenen. Vom U-Bahnhof Eberswalder
Straße ging die Demonstration durch den “Szenebezirk”
Prenzlauer Berg zum Frauenknast nach Pankow, wo Andrea zur Zeit einsitzt.
So wurde unter anderem auf die lange Geschichte des internationalen Frauenkampftages,
der seinen Ursprung in der Forderung nach dem Frauenwahlrecht hatte, im
Dritten Reich zum Muttertag umgedeutet wurde, in der DDR ganz selbstverständlicher
Teil des Alltags war und auch sonst weltweit immer wieder genutzt wurde
um emanzipatorische Forderungen an die Gesellschaft zu stellen und Fortschritt
zu erkämpfen, thematisiert. Am Abend fand in riedrichshain eine Veranstaltung
zur Geschichte des Frauenkampftages und zu feministischen Perspektiven
statt.
>>> Redebeiträge,
Berichte, Aufruf, Veranstaltungsscript
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Luxemburg-Liebknecht
Gedenken 2008
1919. Halbe Revolution. Ganze Konterrevolution. Zu
den Anfängen der Weimarer Republik, dem Mord an Rosa Luxemburg und
Karl Liebknecht, sowie Kontinuitäten bis in den Nationalsozialismus.
Für
den 13. Januar 2008 hatte die rechtsextreme NPD angekündigt unter
dem Motto „Gegen das Vergessen – Freikorps, Soldaten für
Deutschland“ aufzumarschieren. Gleichzeitig fand die traditionelle
jährliche Ehrung der 1919 ermordeten SozialistInnen Rosa Luxemburg
und Karl Liebknecht auf dem Zentralfriedhof-Friedrichsfelde (Berlin-Lichtenberg)
statt.
Erst im November scheiterte der Versuch der NPD den Lichtenberger Anton-Saefkow-Platz
(Widerstandskämpfer gegen den Nationalsozialismus 1939-1944) nach
dem Luxemburg/Liebknecht-Mörder Waldemar Pabst umzubenennen.
Die NPD lässt nun endgültig die letzten bürgerlichen-demokratischen
Masken fallen und sorgt für gezielte Provokationen. Es geht wieder
ums Ganze. Offen wird sich auf Seiten derer Positioniert, die sich während
der gesamten Weimarer Republik nicht nur gegen Linke sondern gegen die
gesamte Weimarer Demokratie stellten, auf deren Konto tausende tote Arbeiter
und etliche ermordete Politiker gehen.
Nicht zufällig gingen aus den Freikorps die Führer der SA Ernst
Röhm oder der Kommandant von Auschwitz Rudolf Höß hervor.
Die NPD weiß um diese Tatsachen und stellt sich bewusst in diese
Traditionslinie.
>>> Themenspecial
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21.-24.11.2007: Silvio-Meier-Gedenken
2007
Aktionen, Mahnwache, Demo, Jugendantifakongress und
Neonaziaktionen
Am
Samstag, dem 24. November 2007 haben rund 2.000 Personen an der Silvio-Meier-Demo
in Berlin teilgenommen. Die Demonstration erinnerte an den vor 15 Jahren
in Berlin von Neonazis ermordeten Hausbesetzer Silvio Meier und wies auf
die aktuelle Bedrohung durch Neonazis und rechtes Gedankengut in Friedrichshain
hin.
Etwa 50 Neonazis führten in der Margarethenstr. (Lichtenberg) eine
Gegenkundgebung durch und verhöhnten Silvio Meier unter massivem
Polizeischutz. Dagegen gab es ebenfalls eine Gegenkundgebung der Bezirksbürgermeisterin.
Am Vormittag hat sich der Berliner Landesverband der NPD zum jährlichen
Parteitag im brandenburgischen Velten mit kanpp 100 Persoen getroffen.
Am gleichen Wochenende fand in Berlin ein bundesweiter Jugendantifa-Kongress
mit etwa 200 TeilnehmerInnen statt.
Vorausgegangen waren zahlreiche Aktionen in den Berliner Bezirken, um
auf die konkrete Situation vorort aufmerksam zu machen. In Friedrichshain
gab es eine gedenkpolitische Aktion einiger Anwohner wegen entwendeter
Gedenktafeln mit Bezug zum Nationalsozialismus. Auf der Mahnwache für
Silvio Meier wurde eine neue Gedenktafel für Silvio Meier eingeweiht,
da die alte im letzten Jahr von Neonazis aus dem U-Bhf. Samariterstr.
geklaut wurde.
>>> Aufruf,
Mediale Auswertung, Redebeiträge auf der Demo und inhaltliche Beiträge
im Antifa-Jugendinfo
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04.10.2007 Was soll
der Geiz? Kiezkundgebung gegen Stadtumstrukturierung und Sparwahn des
Bezirks
Am
4.10. fanden sich am Rathaus Friedrichshain etwa 50 Menschen ein, um gegen
den Sparwahn im sozialen Bereich, Hartz IV, Stadtumstrukturierung und
um für ein soziales Stadteilzentrum in Berlin-Friedrichshain zu demonstrieren.
Anlass waren der aktuelle Haushaltsplan, die miserable Sozialpolitk im
Bezirk und die mangelnde Unterstützung der BVV-Abgeordneten für
das soziale Stadtteilzentrum.
Die Aktion war Teil des Berliner Euromayday-Konzeptes
auch zwischen den 1. Mai Paraden der Prekarisierten wahrnehmbar Sozialkritik
in den Bezirken zu vermitteln ohne immer nur theoretisch Bezug zu "Arbeitskämpfen"
und anderen Verteilungskämpfen in dieser kapitalisitschen Gesellschaft
zu nehmen. Irgendwann müssen wir ja mit dem Protest anfangen, auch
wenn nicht alle von uns davon betroffen sein mögen, weil sie noch
Profiteure bzw. nicht betroffen sind von einer prekären (unsicheren)
Arbeits- und Lebenswelt sind.
>>> Hintergründe,
Redebeiträge und Auswertung
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22.09.2007: Großdemo
gegen Überwachung
Die Demo, die es angeblich nicht gab
Ca.
15 000 Menschen haben ein deutliches Zeichen gegen Überwachung, Vorratsdatenspeicherung
und die Stasi 2.0 der Schäubles, Schilys und Konsorten gesetzt. Bei
bestem Paradenwetter beteiligten sich mehrere Tausende an den beiden linken
Blöcken und auch den Wagen der HedonistInnen säumten eine Menge
Tanzender. Zahlreiche Sprechblasen mit Forderungen nach Existenzgeld,
Abschaffung des § 129a und globaler Bewegungsfreiheit prägten
dabei den Mayday-Block. Alles in allem: Super Sache an einem tollen Spätsommertag
und ein kraftvolles Nein zur Agenda der Strategen des präventiven
Sicherheitsstaats.
Dennoch hat der Überwachungsstaat sich wieder einmal von seiner schlechtesten
Seite gezeigt: Trauriges Highlight bei der Demonstration gegen die Sicherheitsgesetzgebung
war wieder einmal das brutale Vorgehen der Berliner Polizei, das zum Schutz
der Anwesenden zu einem vorzeitigen Abbruch der Demonstration auf Höhe
der Friedrichstraße sorgte. Auf dem Rückweg vom Alexanderplatz
zum Brandenburger Tor griffen die Einsatzhundertschaften mehrfach die
Demonstration an, filmten massiv Portraitaufnahmen, nahmen Leute fest
und machten ihrem notorischen Ruf alle Ehre. Nicht zuletzt deswegen fordern
wir, statt der kürzlichen Verschärfung des Polizeigesetzes,
eine individuelle Kennzeichung der BeamtInnen! Und natürlich glauben
wir, dass uns ein bedingungsloses Grundeinkommen wesentlich mehr Sicherheit
bietet als eine hochgerüstete, unkontrollierbare und außerordentlich
gewaltbereite Staatsmacht. In diesem Sinne können wir die Dringlichkeit
unserer Forderung nur unterstreichen: Globale soziale Rechte statt Überwachungsstaat!
Aufgrund der mangelnden
Präsenz in den Meiden: Redebeiträge,
Fotos, Berichte, Aufruf und Weiterführende Links
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14.09.2007: Kundgebung für mehr
Freiräume
15.09.2007: Hoffest in der Rigaer94
Unter
dem Motto "Für mehr selbstbestimmte Räume - gegen Zwangsanstalten!"
fand am 14. September eine Kundgebung in der Rigaerstr. Ecke Liebigstr.
statt. Über 100 Menschen nahmen an der Aktion teil. 3 Hip Hop- Liveacts
sorgten für die gute stimmung und die musikalische Begleitung der
Aktion.
Verschiedene Redebeiträge informierten über die Situation der
Räumungsbedrohten Projekte wie Rigaer94, Köpi oder Schwarzer
Kanal und über die Situation von Axel, Oli, Florian, Christian, Andrea,
Gabriel, José, Thomas die in den Knästen sitzen. Ebenso wurde
dazu aufgerufen an der Demonstration gegen den Überwachungsstaat
am 22.09. und an dem Aktionstag rund um die Gefangenen in Aachen teil
zu nehmen. Die Kundgebung verlief lautstark und ohne Provokationen der
Bullen die weiträumig im Bezirk Fridrichshain präsent war. Am
Tag danach fand ein Hoffest in dem Hausprojekt Rigaerstr. 94 statt.
>>> Aufruf,
Bilder und Redebeitrag
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18.08.2007: Fuckparade
gegen Stadtumstrukturierung und §129a
Im
zehnten Jahr der Fuckparade demonstrierten mehr als 3.000 Menschen in
Friedsrichshain und Kreuzberg. Im großen und ganzen war’s
ja wieder recht friedlich, auch wenn die Polizei mehr als sonst gestreßt
hat und harmlose Kiffer kriminalisieren wollte. Die Fuckparade kämpft
seit 1997 für Subkulturen, gegen Drogenhysterie, Repression durch
Behörden und Polizeigewalt, in diesem Jahr mit den Schwerpunktthemen
§129a gegen Soziale Bewegungen und Verdrängung alternativer
Kultur aus dem öffentlichen Raum.
>>> Redebeiträge,
Kritik, Bilder
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1.08.2007: "Wir
bleiben Alle - Gegen Padovicz, Factor und Co".
Kundgebung bei Factor Hausverwaltung (Warschauer Str.
46)
Gijora
Padovicz besitzt rund 200 Häuser in Friedrichshain. Zusammen mit
der Hausverwaltung Factor schikaniert er MieterInnen und klagt sie nur
zu oft aus ihren Wohnungen. In den letzten Jahren hat er mehrere ehemals
besetzte Häuser gekauft. Nun versucht er diese zu vertreiben. In
der Scharni29 hat er alle Wohnungen gekündigt, in der Kreutziger12
hat er einige Wohnungen bereits räumen lassen. Jetzt will er die
Liebig34 (XB-Liebig) kaufen. Dagegen demonstrierten knapp 100 Menschen
am Nachmittag. Mit verschiedenen Redebeiträgen stellten sich BewohnerInnen
und Projekte aus den betroffendene Häusern vor.
>>> Vorstellung
Liebig34 und Artikel
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29.07.2007: Antirassitisches Straßenfest
auf dem Boxi
Unter
dem Motto "Für eine Welt ohne Rassismus" kam an einem regnerischen
Sonntag zusammen wer sonst selten in der Öffentlichkeit gemeinsam
aktiv ist. Von SPD
bis zu den Internationalen
Kommunisten haben sich Kiez-Akteure zusammengetan, um gemeinsam nach
Strategien gegen rechte Gewalt zu suchen. Die Intiative
Gegen Rechts Friedrichshain informierte die FlohmarktbesucherInnen
auf dem Boxhagner Platz über die aktuellen Entwicklungen im Bezirk.
Die Uneinigkeit in den Analysen und Utopien hinderte nicht daran punktuell
zusammenzuarbeiten.
>>>
Redebeiträge, Presse
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23.06.2007: Transgenialer
CSD
Der
Transgeniale CSD (TCSD) Berlin bleibt eine wundersame Blüte und politische
Provokation zugleich als rosa Stachel im Gesäß des mittlerweile,
etablierten, kommerziellen und verblödeten CSD. Klein aber gemein
machten sich am 23. Juni 2007 vom „Kosmos“ in Berlin Friedrichshain
der 10te Transgeniale CSD Richtung Kreuzberg auf den Weg. Neben Themen
wie Homophobie wurde wie immer auf aktuelle Schweinereien im Bereich der
Stadtpolitik im weitesten Sinne eingegangen.
>>> Aufruf,
Berichte, Redebeiträge
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15.05.2007: Videokundgebung
am Herrentag
Gegen G8 und sexistischen Normalzustand
Trotz
kalten Wetters haben am sog. Herrentag mehr als 180 Menschen am Boxhagener
Platz in Berlin-Friedrichshain an einer Videokundgebung gegen G8 und Repression
teilgenommen. Diese wurde von Anti-G8-Friedrichshain gemeinsam mit den
Internationalen KommunistInnen organisiert und vom Globale Filmfestival
unterstützt. Die Veranstaltung war gleichzeitig der Abschluss der
diesjährigen Globale. Außerdem sollte dem männlich dominierten
Massenbesäufnis am Herrentag, eine Veranstaltung im öffentlichen
Raum entgegengesetzt werden.
>>> Bericht,
Redebeiträge
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1. Mai 2007: Euromayday
in Berlin
Über
den 1. Mai in Berlin wird traditionell viel gestritten. Wer darf wann
für was und mit wem demonstrieren? Im Vorfeld wurde viel über
Unsinn verschiedener Demonstrationen der nie vereinten Linken diskutiert.
Die verschiedenen Demos konnten den verschiedenen Ansprüchen dennoch
Rechnung tragen. In diesem Jahr gingen mehrere Tausend Menschen auf die
Straße, um gegen prekäre Arbeitsbedingungen, gegen unsichere
Lebensperspektiven und für die jeweils eigene revolutionäre
Zukunftsvision zu demonstrieren. Mit dem Mayday wird versucht diese Leute
kontinuierlich zu organisieren und durch Aktionsformen miteinander bekannt
zu machen. Der zunehmenden gesellschaftlichen Fragmentierung soll mit
aktiver Solidarität begegnet werden. Der Mayday nimmt Bezug auf die
Europaweit stattfindenen Mayday-Paraden.
>>> Vorfeld,
Berichte und Nachbereitung des Euromaydays in Berlin.
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April
2007: Liberation Weeks
Antifaschistische Gedenkarbeit in Pankow
Pankower Antifas gedenken jährlich
der Befreiung des Bezirks vom deutschen Faschismus durch die Alliierten
Ende April 1945. Ziel ist die Geschichte in Erinnerung zu halten und mahnend
in die Zukunft zu weisen. Verbunden werden die Liberation Weeks meist
mit aktuellen Themen. 2007 gab es mit eine große Demo, mehrere geschichtspolitische
Veranstaltungen mit Zeitzeugen und Partys.
>>> Aufruf,
Berichte zu den Liberation Weeks 2007
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21.-25.11.2006 Silvio Meier Gedenken
Das
Gedenken an den 1992 von Neonazis ermordeten Silvio Meier gestaltete sich
traditionel aktionistisch. Die Neonazis brachen am Todestag die Gedenktafel
im U-Bhf. Samariterstr. aus der Wand und hinterließen den Spruch
"Wo ist Silvio?". Die antifaschistische Mahnwache fand dennoch
statt und es wurden mehrere behelfsmäßige Platten spontan mitgebracht.
Am 25.11. fand dann die Silvio-Meier Demo, diesmal mit dem Motto "Wir
sind gekommen um zu bleiben. Für alternative Freiräume in Lichtenberg"
mit etwa 1000 Menschen durch Friedrichshain und Lichtenberg statt.
Kurz vorher hatten die Neonazis aus dem Spektrum der Freien Kameradschaften
mit Unterstützung durch die NPD bzw. deren Jugendorganisation JN
versucht mit 50 Personen von Lichtenberg nach Friedrichshain zu demonstrieren.
Geschafft haben sie nur eine Route vom S-Bhf. Lichtenberg bis zum U-Bhf.
Tierpark. Mehr dazu
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18.11.2006: NS-Verherrlichung gestoppt
"Heldengedenken" in Halbe verhindert und in Seelow behindert.
Erstmalig
seit 2002 durften Neonazis am Volkstrauertag nicht im Brandenburgischen
Halbe, am größten Soldatenfriedhof Deutschlands, aufmarschieren
um gefallenen Wehrmachtssoldaten zu gedenken. In den vergangenen Jahren
waren bis über 1500 Alt- und Neonazis in dem kleinen Dorf bei Königs
Wusterhausen marschiert. Der Protest dagegen fand seinen Höhepunkt
2005 in einer riesigen Blockade. Aufgrund des neuen Gedenkstättengesetzes
wurde dieses Jahr der Aufmarsch verboten und die diesmal 1000 Nazis wichen
nach Seelow (ebenfalls in Brandenburg, mit kleinem Soldatenfriedhof) aus.
Das Bündnis gegen NS-Verherrlichung Berlin/Brandenburg und die Seelower
BürgerInnen protestierten kreativ und mit etwa 800 Menschen dagegen.
In Halbe fand eine Meile der Demokratie mit ebenfalls knapp 1500 Menschen
statt.
Einen Tag später wurde der Volkstrauertag etwa 200 Alt- und Neonazis
auf dem Berliner Friedhof am Columbiadamm mit einer antifaschistischen
Kundgebung vermiest. Berichte
und Aufrufe
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07.10.2006: Globaler Aktionstag gegen Abschiebung
Europa
schottet sich gegen Flüchtlinge nach außen ab. Deutschland
hat schon lange das Recht auf Asyl abgeschafft und drangsaliert Ausreiseunwillige
Flüchtlinge wo es nur geht. Gründe genug um global aktiv zu
werden. Europaweit gab es Aktionen an diesem Tag. In Berlin wurde in einer
Ausländerbehörde der "Blutige Füllfederhalter"
an die Angestellten übergeben und in Mitte gegen ein verdecktes Ausreisezentrum
demonstriert.
Alles
was es dazu gibt
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23.09.2006: 3000
Leute auf Kiezparade Friedrichshain
Das
war wieder mal nötig. 3000 Menschen positionierten sich am 23. September
2006 in Friedrichshain gegen Rechts, gegen Nazis, ihren gesellschaftlichen
Nährboden und gegen dessen Dethematisierung in der Öffentlichkeit.
Aufgerufen und vorbereitet von vielen seltsamen Gruppen, Projekten, Künsterlerinnen,
Freaks, SpitzenkandidatInnen und Politprofis zog die Parade aka Demo mit
neun Wägen fünf Stunden durchFriedrichshain, um dann noch zwei
Stunden am Boxhagener Platz Krach aka Musik zu machen. Nötig geworden
war das Bündnis, nicht nur weil es sonst langweilig wird, wenn alle
immer in ihrer Suppe schwimmen, sondern weil es sich allein miserabel
tanzen läßt. Für manche wurde der Anspruch auf Vielfältigkeit
etwas überstrapaziert. Ein Rat: Gewöhnt euch dran nicht die
einzigen zu sein, die politische Inhalte thematisieren können und
dabei Spaß haben.
Berichte, Redebeiträge, Flyer, Aufruf und Hintergründe
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Von Warschau nach Berlin: Transgenialer
CSD in Berlin
Nachdem
schon sehr viele BerlinerInnen an der Warschauer Gleichberechtigungsparade
teilgenommen haben, war auch der Transgeniale CSD, die unkommerzielle
und politische Alternative zum herkömmlichen CSD, in Friedrichshain
gut besucht. Knapp 5000 Menschen demonstrierten gegen Media Spress, für
sexuelle Selbstbestimmung und für internationale Solidarität
vom Frankfurter Tor nach Kreuzberg. >>>
Mehr Infos zu Homophobie in Polen und die staatliche
Repression gegen den Berliner Rene auf www.queerberlin.tk
und www.smash-homophobia.de.vu
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13.05.2006: Impaled Nazarene in der K17
Am
13. Mai wollte in der Friedrichshainer K17 die finnische Black Metal Band
Impaled Nazarene auftreten. Aufgrund homophober und faschistischer Äußerungen
und Texte der Band kam es zu vielfältigen Protesten, auch in anderen
Städten. Die Band, ihre Booking Agentur und auch die Veranstaltungsräume
wussten um die Kritik und versuchten an jedem neuen Veranstaltungsort
das Konzert durchzudrücken. Nachdem in Friedrichshain vor dem K17
eine Spontandemonstration gegen das Konzert angekündigt wurde und
auch das Berliner LKA darauf drängte das Konzert abzusagen sah sich
das K17 gezwungen das Konzert abzusagen. Inhaltlich sind sie allerdings
nicht eingerückt.
Mehr
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3000 demonstrierten
gegen Neonazis in Friedrichshain
17. und 18. März: Demos: Nazis raus aus Friedrichshain!
Antifaschistische Demonstrationen durch Friedrichshain
Mit
27 Übergirffen im Jahr 2005 ist der Berliner Bezirk Friedrichshain
Platz eins in der Statistik rechtsextremer Übergriffe und Gewalttaten.
Allein in den ersten zwei Monaten im Jahr 2006 gab es schon mehr als 8
regestrierte Übergriffe von meist organisierten Rechtsextremen, die
Dunkelziffer dürfte deutlich höher liegen. Spätestens in
anbetracht dieser Zahlen wird jeder/m klar, dass Friedrichshain schon
lange nicht mehr der linke und alternative Kiez ist, sondern mittlerweile
zur Angstzone und No-Go-Area für Migranten/innen und Linke geworden
ist. Doch handelt es sich bei den mittlerweile organisierten Übergriffen,
die schon dutzende, teilweise schwer verletzte Opfer forderten, nicht
um eine plötzliche Erscheinung. Vielmehr gibt es nach wie vor rechtsextreme
Strukturen im Kiez. Nicht nur ansässige Neonazikader sondern auch
Kneipen, Geschäfte und Bars sind Teil dieser Strukturen. Diesen unerträglichen
Zustand nahmen die KP-Berlin und die Initiative für hedonistische
Stadtentwicklung & kosmopolitische Kompetenz zum Anlass an einem Wochenende
im März mit 1000 bzw. 3000 Menschen gegen Neonazis zu demonsrieren.
Mehr
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500 Menschen am 18. März 2006 bei
Antirepressionsdemo zum Tag der politischen Gefangenen
Potsdam,
Berlin, Frankfurt(Oder), Magdeburg überall dreht der staatliche Repressionsapparat
gegen politische AktivistInnen mehr als üblich auf und hackt auf
alles ein was nach subversiv, staatskritisch, antiautoritär, irgendwie
links, kommunistisch oder auch anarchistisch aussieht. Dem einher geht
ein gesamtgesellschaftlicher Abbau selbstproklamierter demokratischer
Freiheitsrechte und die Spaltung der Gesellschft in kriminell und kurz
davor es zu werden. Der 18. März beschäftigt sich seit jeher
mit den politischen Gefangen, da diese nicht nur aufgrund ihrer sozialen
Schicht sondern vor allem wegen ihrer oppositionellen Aktivitäten
ins Visir eines Staates geraten, der zum Selbsterhalt und zum Erhalt von
"Privateigentum" mehr Arbeit verwendet als auf den Erhalt von
so banalen Dingen wie Menschenleben. Mehr
Im Vorfeld gab es ein Veranstaltungsreihe.
Darunter auch das Knastcafe in Friedrichshain, wo mit ehemaligen politischen
Gefangenen diskutiert werden konnte. Mehr
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1500 gegen Rechte Homezones // Nazis blockierten
Strecke.. Polizei ging brutal gegen Antifas vor
19.11.2005 Antifa Demo
durch Friedrichshain und Lichtenberg
Rund
1.500 vorwiegend jugendliche AntifaschistInnen beteiligten sich an der
diesjährigen Silvio-Meier-Demonstration, die am 19.11.2005 vom U-Bahnhof
Samariterstraße lautstark nach Lichtenberg zog. Die Aktion hatte
zum Ziel, die gewalttätige Neonaziszene aus dem Umfeld der verbotenen
Kameradschaften KS-Tor und BASO, welche sich in der Gegend um den Bahnhof
Lichtenberg etabliert hat, ans Licht der Öffentlichkeit zu rücken.
Etwa 20 Neonazis hatten sich in der Weitlingstr. versammelt und meldeten
eine Gegenkundgebung an, was die Polizei zum Anlass nahm, die Antifa Demo
umzuleiten. Die Schianen der Polizei begangen schon am Anfang mit regiden
Vorkontrollen, bei denen 20 Leute wegen dem Tragen von Springerstifeln
festgenommen wurden.. Nach der Demo wurden nochmal soviele brutal aus
den unterschiedlichsten Gründen, aber meist wegen Vermummung, festgenommen
wurden. Ein Demonstrant lag noch etliche Tage nach der Demo im Krankenhaus.
Im Vorfeld der Demo wurden rechte Ballungsräume
in Berlin durch Infostände und Veranstaltungen thematisiert. Mehr
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26.10.2005 Tausende
demonstrieren gegen Militäraufmarsch
17 Uhr Alexanderplatz
Trotz
eines militärischen Hochsicherheitszone in Berlins Mitte haben am
Abend des 26.10. über 2000 Menschen gegen den Fackelaufmarsch deutscher
Soldaten vor dem Reichstag protestiert. Vor dem Reichstagsgebäude
feierte die Bundeswehr ihr 50jähriges Bestehen. Die Berliner Innenstadt
wurde – wie angekündigt – zur militärischen Sperrzone
erklärt, die Berliner Polizei ging ein weiteres Mal brutal gegen
DemonstrantInnen vor. Das preußische Militärritual konnte dennoch
fast ungestört über die Bühne gehen. Mehr
Zur Vorbereitung veranstalteten wir eine Veranstlatung zu Militarismus
- Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge - Rechte Soldatenverbände.
Veranstaltungstext
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03.09.2005 Kameradschaften gegen
Krieg?
Nazidemo durch Friedrichshain verhindert!
10 Uhr U-Bhf. Frankfurter Tor // Antifa Demo
Für
den 3. September 2005 hatten sog. autonome Nationalisten eine Neo-Naziaufmarsch
durch Friedrichshain angemeldet. Am weltweiten Anti-Kriegs-Tag wollten
sie unter dem Motto "Gegen imperialistische Kriegstreiberei und Aggresionskriege
- Für freie Völker in einer freien Welt" durch die Berliner
Innenstadt bis zum S-Bhf. Warschauerstr. marschieren und ihre menschenverachtende
Ideologie und Propaganda verbreiten. Ihr Sammelpunkt war um 12 Uhr S-Bhf.
Landsberger Allee, wo sich gerade mal 70 Neonazis trafen. Immerhin 1500
GegendemonstrantInnen standen ihne an diesem Tag gegenüber, welche
von 1500 Polizisten ebenfalls durch die Gegend gescheucht wurden.
Aufgrund der vielfältigen Proteste durch eine große Demo und
verschiedene Kundgebungen, entschied sich die Polizei für eine Ausweichroute
durch Lichtenberg. Auch diese blieb durch antifaschistische GegendemonstrantInnen
versperrt. Die einzige Route die noch offen blieb, war die Landsberger
Allee immer geradeaus bis nach Marzahn, welche die Neonazis stundenlang
ablaufen konnten. Mehr
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6.-8.8.2005 Biermeile 2005: Ohne
Uns!
Alternativprogramm im X-Beliebig. Gegen das deutsche
Reinheitsgebot!
Unser Chronikeintrag für die drei Tage Anfang August 2005 sagen eigentlich
alles was mensch über die Biermeile wissen
sollte. "Internationales Bierfestival" auf der Frankfurter Alle:
Freitag Abend besuchen etwa 50 rechte BFC Hooligans und Neonazis die Biermeile,
rauben einen Laden aus, grölen "Ausländer raus", jagen
Linke im Umfeld der Biermeile und überfallen einen Stand der Biermarke
"Roter-Oktober", wobei etliche Menschen durch geworfene Bierbänke,
Tische, Steine und Flaschen verletzt werden. Die Polizei nahm neun Personen
fest. Die Präsenta AG sagte dazu "Die Störer sind hier
durchgezogen, und das war's". Außerdem war wieder eine deutliche
rechte Hegemonie auf dem Fest erkennbar. Offen wurde neonazistische Symbilik
auf der Kleidung gezeigt (z.B. das verbotene Logo der Marke "Thor
Steinar", Aufdrucke mit „Olympiastadt 36 –Berlin“,
„White Aryan“, "Chaoz88" oder „Race War“.
Aber auch bekannte Neonazis wie Björn Wild, René Bethage und
Der Nazirocker Arnulf Priem zeigten sich. Mehr
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31. Juli 2005: Kundgebung
gegen Neonazis in Friedrichshain
In Friedrichshain häufen sich Angriffe und Propagandaaktionen, durch
Freie Kameradschaften und eine Gruppe, die sich "KSF" nennt.
Um einer schleichenden Etablierung solcher Gruppen im Kiez entgegenzuwirken
haben wir zusammen mit anderen Antifas aus Friedrichshain und Umgebung
ein Kundgebung auf dem Boxhagener Platz veranstaltet. Etwa 100 Leute fanden
sich zusammen während sich Neonazis im Umfeld aufhielten und von
der Polizei kontrolliert wurden. Mehr
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20. Mai 2005: Zwangsarbeterinnen entschädigen!
Kundgebung // 17.30
Uhr // Neue Bahnhofstr. 9-17 (nahe S-Bhf. Ostkreuz)
Zwischen
50 und 100 Personen beteiligten sich an der Kundgebung vor einem ehemaligen
NS-Zwangsarbeiterlager der Knorr-Bremse AG, die bis heute nicht in einen
Entschädigungsfond eingezahlt hat. Die Forderung nach Entschädigung
war verknüpft mit der Forderung nach Präsenz in der Erinnerungs-
und Gedenkstättenpolitik. Es gab den Versuch das Thema im Stadtbild
sichtbarer zu machen, da die knapp 200 ZwangsarbeiterInnenlager bisher
kein Gedenken erfahren. Dazu wurden in den Tagen vorher Plakate und Flugblätter
unter dem Motto "Genau hier war ein Zwangsarbeiterlager" an
den einzelnen Orten hinterlassen und eine Nacht vor der Kundgebung wurden
mehrere Gedenktafeln in der Neuen Bahnhofstr und der Gubener Str. angebracht.
Nach bekanntwerden wurden die Tafeln von der Polizei bzw. den Eigentümern
der Häuser unkenntlich gemacht, da sie nicht mehr von den Wänden
zu entfernen waren. Mehr
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Historische Veranstaltungsreihe
Geschichte und Aktuelles.Veranstaltungsreihe die von
der Antifa Friedrichshain im Jahr 2005 in Gedenken an die Befreiung vom
NS vor 60 Jahren veranstaltet wird.
1.
Januar 2005 Infoveranstaltung zum Naziaufmarsch in Magdeburg
2. Januar 2005 Filmvorführung "Ein Spezialist" - Eichmannprozeß
3. Januar 2005 Infoveranstaltung "Keine Träne für Dresden!"
4. Februar 2005 Fimvorführung "Affaire Blum" (1948)
5. März 2005 Fimvorführung "Tania la guerilla" (1992)
6. April 2005 Filmvorführung "Grauzone"
7. Juni 2005 Infoveranstaltung zu Wunsiedel
8. Chronik der Nürnberger Prozesse
9. Veranstaltung zu Militarismus und NS-Verherrlichung
10. Veranstaltung zu Naziaufmarsch in Dresden 11.02.2006
Mehr
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8. Mai 2005 - Desaster
für Neonazis
Am 8. Mai, dem 60igsten Jahrestag der Befreiung vom deutschen Faschismus,
versammelten sich knapp 3000 Neonazis am Alexanderplatz umd "Gegen
den Schuldkult" Deutschlands zu demonstrieren. 10.000 Gewgendemonstrant-Innen
traten ihnen mit der "Spasibo heißt danke" Demo entgegen.
Dass die Neonanzis keinen einzigen Meter laufen konnten, und nach stundenlangem
Warten wieder nach hause fahren mussten, ist auch den knapp 7.000 Bullen
zu verdanken, die Blockaden anders als sonst zuließen und die GegendemonstrantInnen
bewußt dafür instrumentalisierten gute Argumente gegen die
Neonazi-Demo quer durch die Berliner Mitte zu haben. Mehr
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23. Februar 2005: Wessel Mythos brechen!
Antifa-Kundgebung am Grab des SA-Wessels Mollstr./Prenzlauer
Allee
Am
23. Februar war der 75. Todestag des SA-Sturmführers Horst Wessel.
Dieser war am Ende der Weimarer Republik eine der zentralen Figuren der
Nationalsozialisten im Kampf um den "roten" Friedrichshain in
Berlin und wurde am 14. Januar 1930 bei einer Milieustreitigkeit vom Rotfrontkämpfer
Albecht Höhler (KPD) in seiner damaligen Wohnung mit den Worten "Du
weißt ja wofür" angeschossen. Ein paar Wochen später
starb er dann im Krankenhaus Friedrichshain an einer Blutvergiftung und
von Goebbels als Märtyrer verehrt. Grund genug für heutige Neonazis
Wessel als "glühenden Idealisten" zu stilisieren und seit
Mitte der neunziger Jahre durch Plakate und sog. "Horst-Wessel-Aktionswochen"
zu gedenken.
Trotz Schneeregen fanden sich knapp 150 Leute vor dem Friedhof wo Wessel
begraben liegt ein und verhinderten dadurch ein Gedenken der Berliner
Neonazis an dieser Stelle. Nach der Kundgebung versuchten etwa 20 Aktivisten
der Berliner Alternative Nordost und Kameradschaft Tor vergeblich ihre
Spuren in Form von Aufklebern und Plakaten die sich positiv zu Horst Wessel
äußerten in Friedrichshain zu hinterlassen, was aber an der
Putzwut der herumstreunernden Antifas scheiterte. Mehr
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30. Januar 2005: Demo gegen Geschichtsrevisionismus
Heult doch! Deutsche Opfermythen angreifen!
Zwischen 300 und 350 Menschen nahmen am 30. Januar, dem Tag der Machtübergabe
an die Nationalsozialisten, an einer Antifademo durch den Bezirk Lichtenberg
teil. Die Demo zog vom S-Bhf. Lichtenberg durch die Nazi-Homezone Weitlingkiez
zum "Haus der Kapitulation" in Karlshorst. In Redebeiträgen
wurde auf die deutsche Erinnerungskultur eingegangen, die immer öfter
versucht, die Deutschen als die eigendlichen Opfer des Nationalsozialismus
darzustellen. Die Demo war Teil einer Kampagne gegen die Opferstilisierung
Dresdens, das am 12./13.2.1945 bombardiert wurde. Mehr
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20. November 2004: Keine Homezone
für Faschisten!
Silvio Meier Demo 2004
Begleitet
von von einem Großaufgebot der Polizei demonstrierten am Samstag,
den 20.11.04 rund 1.600 AntifaschistInnen gegen Nazi-Strukturen in Berlin-Lichtenberg.
Ausgehend vom U-Bahnhof Samariterstraße, wo 1992 der junge Hausbesetzer
Silvio Meier von Neonazis erstochen wurde, zogen die meisten jugendlichen
Demo-Teilnehmer zu Lichtenberger Brücke, die von mehreren Hundert
Polizisten abgeriegelt war. Hier wurde die Demo aufgelöst und die
Leute machten sich auf den Weg Richtung Nazi-Aufmarsch. Auf einer Zwischenkundgebung
am "Zoschke-Stadion" wurde ein Kranz für den antifaschistischen
Widerstandskämpfer Hans Zoschke niedergelegt.
An dem Aufmarsch der Neonazis im Viertel rund um die Weitlingstraße
nahmen nur etwa 120 Personen teil. Die Nazis berichten selber, dass mehrere
"nationale Jugendliche angegriffen" wurden.
Am Sonntag fand im Anschluss an eine Mahnwache für Silvio Meier eine
Spontan-Demo in Lichtenberg statt. Knapp 100 Personen zogen in den "Verbotenen-Kiez"
vom Vortag durch die Weitlingstraße zum Wohnort des Neonazi Oliver
Schweigert in der Marie-Curie-Allee. Mehr
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24. September 2004: Kiezdemo
gegen Nazikneipen
Den
Antifaschistischen Selbstschutz organisieren!
Im
gemeinhin als linksalternativ dominiert angesehenen Bezirk Friedrichshain
finden mit regelmäßiger Kontinuität rechtsextrem motivierte
Übergriffe statt, die nicht selten von Kneipen ausgehen. Selbst wenn
die jeweiligen Täter eindeutig einem organisierten Spektrum von Neonazis
zuzuordnen sind, werden diese Angriffe häufig als harmlose Streitigkeiten
von Trinkern dargestellt oder als nicht erklärbare Gewaltausbrüche
abqualifiziert. Mehr
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7.
August 2004: Alternativkundgebung zum Berliner Bierfestival
Neonazis,
Sexisten, Hooligans und Bierliebhaber jedes Jahr wieder alle auf der Friedrichshainer
Biermeile vereint, klar dass es da Ärger gab, vorallem für die
jenigen, die dem Wertigkeitsdenken des Publikums nicht entsprechen. Informationen
rund um rechtsextreme Gruppierungen in Berlin und ihr Auftreten auf der
Biermeile, sowie Infos zu unserer Alternativkundgebung. Mehr
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20.
Mai 2004: Picknick gegen Angsträume
Rassisten und Sexisten die Hegemonie nehmen!
Vatertag ist Herrentag ist Himmelfahrt ...ist rassistisch ist sexistisch!
14 Uhr - Petersburger Platz (Friedrichshain).
Der Ort war nicht zufällig gewählt: Am Petersburgerplatz befindet
sich die Kneipe "Happy Station" bei der es öfters zu rassistischen
Pöbelleien und Auseinanderstzungen gekommen ist. Aufruf
und unser Redebeitrag zu der gelungenen Aktion. Mehr
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1.
Mai 2004 Berlin: Naziaufmarsch gekippt!
Der
Aufmarsch von NPD und "freien Kameradschaften" am 1. Mai 2004
in Berlin musste nach einigen hundert Metern abgebrochen werden. Mehrere
tausend AntifaschistInnen hatten die Route blockiert und Barikaden errichtet.
Der Beginn des Nazi-Aufmarsch war zuvor etwa fünf Stunden ganz verhindert
worden. Am Vormittag demonstrierten über 5000 AntifaschistInnen gegen
den Nazi-Aufmarsch und versuchten zum Treffpunkt der Faschisten am Bahnhof
Berlin-Lichtenberg vorzudringen. Mehr
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