| Friedrichshain
ist wieder Nr. 1
Register und Beratungsstellen legen Bericht 2009 vor
ReachOut,
die Beratungsstelle für Opfer rechter, rassistischer und antisemitischer
Gewalt, die Register und das Verzeichnis haben im Jahr 2009 Angriffe und
andere Vorfälle mit rassistischem, antisemitischem, homophobem und
rechtsextremem Hintergrund in Berlin recherchiert, dokumentiert und ausgewertet.
Im Vergleich zum Jahr 2008 sind diese Zahlen zurückgegangen.
ReachOut, die Beratungsstelle für Opfer rechter, rassistischer und
antisemitischer Gewalt, verzeichnet für das Jahr 2009 insgesamt 102
Angriffe (2008: 148) in Berlin.
Im Verhältnis zu den um fast ein Drittel gesunkenen Gesamtzahlen
sind die rassistisch motivierten Angriffe nur in geringem Maß zurückgegangen.
In 53 (2008:65) Fällen wurden Menschen aus rassistischen Motiven
angegriffen.
Friedrichshain ist mit 17 (2008: 30) Gewalttaten auch
im Jahr 2009 der Bezirk mit der höchsten Angriffszahl. Zum
ersten Mal landet ein Westberliner Bezirk auf Platz zwei unserer Angriffsstatistik.
Insgesamt 9 (2008: 3) Attacken wurden für Wedding dokumentiert. Die
Hälfte der registrierten Angriffe fanden im öffentlichen Raum
statt. In Bahnhöfen und öffentlichen Verkehrsmitteln ereigneten
sich 29 Gewalttaten.
Das Pankower Register hat in 2009 von insgesamt 145 Vorfällen im
Bezirk Pankow Kenntnis erhalten. Davon stellen Propagandadelikte mit 67
Prozent den größten Anteil, gefolgt von Gewaltdelikten, sowie
Bedrohungen, Beleidigungen und Pöbeleien (12 Prozent). Gewalttaten
nahmen aufgrund einer erheblich verringerten „Anti-Antifa-Arbeit"
der rechtsextremen Szene ab (11 weniger als in 2008). Rassistisch motivierte
Gewalt als auch entsprechende Bedrohungen und Beleidigungen nahmen in
Pankow 2009 jedoch leicht zu.
Insgesamt 99 Vorfälle wurden im Jahr 2009 im Lichtenberger Register
verzeichnet. Der leichte Rückgang hängt vor allem mit den gesunkenen
gewalttätigen Übergriffen im Bezirk zusammen. Die Zahlen sprechen
für eine Schwäche der organisierten Neonaziszene im Bezirk.
Neben den Aktivitäten der NPD-Fraktion in der BVV und einer Kundgebung
der inzwischen verbotenen Kameradschaft "Frontbann 24" fallen
rechtsextreme Aktivitäten vor allem durch Propaganda auf.
In Treptow-Köpenick wurden im Jahr 2009 126 Vorfälle registriert.
Ungefähr 2/3 davon sind Propagandavorfälle. Ca. 70 % aller gemeldeten
Vorfälle stammen aus Schöneweide und der Köpenicker Dammvorstadt.
In Niederschöneweide hat die Eröffnung der von Rechtsextremisten
frequentierten Kneipe „Zum Henker“, zu einer Zunahme an Vorfällen
geführt. In der Köpenicker Dammvorstadt ist es die Bundeszentrale
der NPD, die aufgrund veränderter Mietbedingungen in den Berliner
Bezirken, häufiger Parteiveranstaltungen beherbergte als in den vergangenen
Jahren.
Das Verzeichnis Marzahn-Hellersdorf konnte 2009 insgesamt 68 Vorfälle
im Bezirk sammeln, die in die Auswertung einfließen. Die Sozialräume
Hellersdorf Nord und Hellersdorf Ost stellen mit 19, bzw. 17 gemeldeten
Vorfällen die Orte im Bezirk dar, in denen die meisten Vorkommnisse
verzeichnet wurden. Das Verzeichnis wird ab 2010 erstmalig auf der Homepage
des Bezirksamts Marzahn-Hellersdorf für alle Interessierten einsehbar
sein.
Im Bezirk Friedrichshain sind zur Zeit noch nicht alle
Bereiche des Stadtteils mit Meldestellen abgedeckt. Trotzdem wurden 2009
bereits 39 Vorfälle gemeldet, davon 18 Gewaltvorfälle. Die Brutalität
bei direkten Angriffen nahm enorm zu. Oft kommt es durch Waffeneinsatz
zu schwersten Verletzungen. Im Januar und Februar 2010 wurden bereits
acht Vorfälle gemeldet.
Was tun?
Ratgeber:
Bei Gewalt..
Offenes Antifa Cafe: Jeden 3. Donnerstag im
Monat 19 Uhr im Vetomat (Scharnweberstr. 35)
Initiative gegen Rechts: Jeden 1. Dienstag im
Monat 19 Uhr im Mieterladen (Kreutzigerstr. 23)
Vorfälle melden beim Register
| Reachout |
Antifa
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8. März: Frauen-Lesben-Trans-Demo
zum Frauenknast
18 Uhr S-Bahnhof Pankow
Es geht ein Märchen durch die Welt...
Die Emanzipation scheint heute, wenn Frau nur will – zumindest hier
in der kapitalistischen „ersten“ Welt-verwirklicht. Die unterdrückte
Frau gibt’s anderswo, Homo- und Transphobie sowieso. Mit Kriegen,
im Paket der kapitalistischen Wirtschaftsordnung, Zivilisation und Demokratie
soll sie nun auch noch den anderen beigebracht werden. Was für eine
schöne neue Welt! Immer noch stellen Frauen einen hohen Anteil der
Gering- Verdiener/innen und werden bei gleichen Qualifikationen schlechter
als ihre männlichen Kollegen bezahlt. Obwohl manche Frauen in beruflichen
Positionen aufsteigen, wird schlecht bezahlte und schlecht angesehene
Arbeit immer noch von denjenigen gemacht, die arm sind, wenig Bildung
und/oder migrantischen Hintergrund haben.
Immer noch arbeiten Frauen in unsicheren Verhältnissen und sind betroffen
von sexualisierten Belästigungen und Gewalt. Und Frauen können
zusätzlich unter komplexeren Unterdrückungsmechanismen leiden,
wenn sie zum Beispiel die Landessprache nicht sprechen, keine Papiere
haben, „anders“ aussehen, lesbisch, Transsexuell, Transgender
oder Intersexuell sind...
Immer noch werden Frauen wie Männer konstant zum klassischen Rollenverhalten
erzogen, welches ihnen sagt, wie sie zu sein haben, wen sie zu lieben
haben und dass es jenseits von den zwei vorgegebenen Geschlechtern „Mann“
und „Frau“ keine gesellschaftliche Anerkennung gibt. Immer
noch werden Frauen permanent auf die herrschenden Schönheitsnormen
getrimmt und stecken selbst viel Zeit und Energie in die alltäglichen
Strategien, um sich dem Ideal aus der Werbung anzunähern und gehen
zum Beispiel bei Essstörungen und Diäten an die eigenen Grenzen.
Immer noch werden Frauen als Sexualobjekte wahrgenommen und belästigt
und ausgebeutet. Immer noch sind es in erster Linie sozial und ökonomisch
benachteiligte Frauen, die von Repression betroffen sind und nicht die
Mittel und Möglichkeiten haben, sich dem Knastsystem zu entziehen.
Frauen, die nicht an die gesellschaftlichen Rollen und Normen sich anpassen
wollen oder können, landen schnell in der Psychiatrie oder im Knast.
Wir gehen heute zum Knast Pankow, weil wir zeigen wollen, dass die Frauen
drinnen nicht allein sind. Jede von uns ist vom Knast bedroht. Wir müssen
die Mauern sprengen, die uns trennen. Weil: DIESES MÄRCHEN IST NICHT
UNSER! Jeder einzelne Kampf ist wichtig, überall, und gemeinsam sind
wir stark!
Wir grüßen alle kämpfenden Mädchen, Frauen, Lesben,
Transgender, sichtbar und
unsichtbar, auf der Straße, zu Hause, in Schulen und Betrieben,
auf dem Arbeitsamt, im
Knast, in der Psychiatrie und im Exil.
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Veranstaltungsreihe
im Offenen Antifa Cafe
18.03.2010 „Knastgeschichten“
19 Uhr im Vetomat (Scharnweberstr. 35)
Obwohl
es immer wieder einige von uns „erwischt“, bleibt das zeitweise
(Über)Leben in der Untersuchungshaft für viele politisch Aktive
ein Mysterium. Von der Gefangenensammelstelle zum Ermittlungsrichter,
roter Haftbefehl und dann ab. Aber wohin genau, wie geht es dann weiter,
wie kann ich das Prozedere beeinflussen, welche Rechte habe ich und welche
Fallstricke gibt es?
In Zeiten, in denen es manchmal reicht sich nachts dunkelgekleidet in
„brandgefährlichen Quartieren“ zu bewegen, sollten wir
zumindest wissen was uns blüht, um nicht panisch den Behörden
ausgeliefert zu sein.
Die Strategie Menschen vor Verurteilung lange in Untersuchungshaft schmoren
zu lassen, zu Aussagen zu bewegen, zu brechen oder schlicht zu schaden
wurde im letzten Jahr absurd ausgeweitet. Das Zusammenspiel von polizeilichem
Staatsschutz, Pressehetze, Staatsanwaltschaft und Gerichten sorgte regelmäßig
für Knast obwohl in der Hauptsache ebenso oft freigesprochen wurde.
Fast schon traditionell wollen wir am Tag der Politischen Gefangenen jene
sprechen lassen, die Tage, Wochen, Monate oder Jahre in Untersuchungshaft
oder Strafhaft verbracht haben. Knastgeschichten mit VoKü und Infotisch.
18maerz.de
Offenes
Antifa Cafe ?
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Extremismusdebatte
Gleichsetzung von Neonazis und radikalen Linken
Nachdem die neue konservative Bundesregierung
bekanntgab, dass fortan nicht mehr nur gegen "Rechtsextremismus"
sondern nun auch gegen "Islamismus" und "Linksextremismus"
Gelder durch das Familienministerium bereitgestellt werden, ist die Aufregung
unter politisch aktiven groß. Werden Antifa-Gruppen jetzt verboten,
wird es bald Ausstiegsprogramme für Linksradikale oder ein "Mobiles
Beratungsteam gegen Linksextremismus" geben? Die Berliner Debatte
um abgefackelte Luxusautos tut ihr übriges, um Distanzierungen von
sonst zuverlässigen BündnisparterInnen einzufordern. Wir werden
für Aufklärung sorgen und uns nicht spalten lassen!
>>>
Reader:
„Voll Extrem! – Artikel, Stellungnahmen, Dokumente, Studien,
Hetze und Internas vom Extremismus der gesellschaftlichen Mitte“.
Nur als Print erhältlich im Berliner Infoladen Daneben (Liebigstr.
34, 10247 Berlin) >>> 2. Auflage (Feb2010)
auch als PDF (download)
>>> Fatale
Gleichsetzung (jw): Butterwege sagt was wirklich hinter der aktuellen
Debatte steckt
>>> 18.01.2010: Alles Extremismus?
Diskussion mit Antifa Friedrichshain und Dr. Heinrich Fink (Vorsitzender
des VVN-BdA). Die neue schwarz-gelbe Bundesregierung will die Programme
gegen Rechtsextremismus in Programme gegen "Extremismus" umwidmen.
Die Gedenkstätten an die Opfer des Nationalsozialismus werden schleichend
zu Gedenkstätten "zweier Diktaturen" umgebaut. Bisher gegen
wenig Widerstand. Ein Gespräch über die "Extremismustheorie",
Geschichtsrelativierung, und die möglichen Auswirkungen der schwarz-gelben
Pläne auf die Arbeit gegen Neofaschismus und auf linke Politik. Café
Sibylle, Karl-Marx-Allee 72, 10243 Berlin. Veranstaltungsbericht
17.02.2010: Abendveranstaltung
"Total Extrem"
19 Uhr Festsaal Kreuzberg (Skalitzer Strasse 130)
Es sind wieder extreme Zeiten angebrochen. Mit dem Vorwurf des
"Extremismus" sollen politische Strömungen, die von einer
undefinierten aber angeblich richtigen Mitte abweichen, stigmatisiert
und isoliert werden. Der Extremismusansatz hat mit der Totalitarismustheorie
bereits eine lange Geschichte und begründet auf vermeintlich wissenschaftlicher
Basis die Gleichsetzung gegensätzlicher politischer Richtungen.
Mit der schwarz-gelben Bundesregierung gibt es aktuell Vorstöße
über das übliche Maß der politischen und ideologischen
Gleichsetzung von "Linksextremismus" und "Rechtsextremismus"
hinauszugehen. Die neue Regierung plant Bundesmittel fortan gegen alle
"Extremisten" zu verwenden. Wer als extrem ge(t)adelt wird,
soll aus der politischen Arena verdrängt werden. Während der
Verfassungsschutz plötzlich machtvolle Bildungspolitik betreiben
kann, müssen manche nicht-staatliche Bildungsträger qua Extremismusvorwurf,
um ihre Existenz bangen. Die sog. Zivilgesellschaft soll stärker
als bisher nach staatlichen Vorgaben handeln und strukturiert sein.
Über die Theorien des Totalitarismus und Extremismus und deren politische
Funktion wollen wir aufklären und diskutieren, sowie überlegen,
wie wir diesen politischen Angriffen entgegentreten können. Mit Prof.
Wolfgang Wippermann (FU Berlin), Ulla Jelpke (MdB Die LINKE), Michael
Weiss (Apabiz, Autor). Verantaltung
als MP3 (60min)
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8. März: Frauen-Lesben-Trans-Demo
zum Frauenknast
18 Uhr S-Bahnhof Pankow
Es geht ein Märchen durch die Welt...
Die Emanzipation scheint heute, wenn Frau nur will – zumindest hier
in der kapitalistischen „ersten“ Welt-verwirklicht. Die unterdrückte
Frau gibt’s anderswo, Homo- und Transphobie sowieso. Mit Kriegen,
im Paket der kapitalistischen Wirtschaftsordnung, Zivilisation und Demokratie
soll sie nun auch noch den anderen beigebracht werden. Was für eine
schöne neue Welt! Immer noch stellen Frauen einen hohen Anteil der
Gering- Verdiener/innen und werden bei gleichen Qualifikationen schlechter
als ihre männlichen Kollegen bezahlt. Obwohl manche Frauen in beruflichen
Positionen aufsteigen, wird schlecht bezahlte und schlecht angesehene
Arbeit immer noch von denjenigen gemacht, die arm sind, wenig Bildung
und/oder migrantischen Hintergrund haben.
Immer noch arbeiten Frauen in unsicheren Verhältnissen und sind betroffen
von sexualisierten Belästigungen und Gewalt. Und Frauen können
zusätzlich unter komplexeren Unterdrückungsmechanismen leiden,
wenn sie zum Beispiel die Landessprache nicht sprechen, keine Papiere
haben, „anders“ aussehen, lesbisch, Transsexuell, Transgender
oder Intersexuell sind...
Immer noch werden Frauen wie Männer konstant zum klassischen Rollenverhalten
erzogen, welches ihnen sagt, wie sie zu sein haben, wen sie zu lieben
haben und dass es jenseits von den zwei vorgegebenen Geschlechtern „Mann“
und „Frau“ keine gesellschaftliche Anerkennung gibt. Immer
noch werden Frauen permanent auf die herrschenden Schönheitsnormen
getrimmt und stecken selbst viel Zeit und Energie in die alltäglichen
Strategien, um sich dem Ideal aus der Werbung anzunähern und gehen
zum Beispiel bei Essstörungen und Diäten an die eigenen Grenzen.
Immer noch werden Frauen als Sexualobjekte wahrgenommen und belästigt
und ausgebeutet. Immer noch sind es in erster Linie sozial und ökonomisch
benachteiligte Frauen, die von Repression betroffen sind und nicht die
Mittel und Möglichkeiten haben, sich dem Knastsystem zu entziehen.
Frauen, die nicht an die gesellschaftlichen Rollen und Normen sich anpassen
wollen oder können, landen schnell in der Psychiatrie oder im Knast.
Wir gehen heute zum Knast Pankow, weil wir zeigen wollen, dass die Frauen
drinnen nicht allein sind. Jede von uns ist vom Knast bedroht. Wir müssen
die Mauern sprengen, die uns trennen. Weil: DIESES MÄRCHEN IST NICHT
UNSER! Jeder einzelne Kampf ist wichtig, überall, und gemeinsam sind
wir stark!
Wir grüßen alle kämpfenden Mädchen, Frauen, Lesben,
Transgender, sichtbar und
unsichtbar, auf der Straße, zu Hause, in Schulen und Betrieben,
auf dem Arbeitsamt, im
Knast, in der Psychiatrie und im Exil.
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27.02.2010: 300 gegen Tromsö
Demo zum einjährigen Bestehen des Thor-Steinar
Ladens in der Petersburgerstr.
Ein
Jahr nach der Eröffnung des Thor-Steinar-Shops Tromsö in Friedrichshain
fanden sich knapp 300 MEnschen ein um nochmal gegen den Naziladen zu demonstrieren.
Mehr als ein Zeichen, dass weiter auf den Laden geschaut wird, sollte
es auch nicht sein. Die Pressemitteilung
der Ini Gegen Rechts beschreibt es ganz gut. Keine Neuigkeiten, aber
trotzdem genügend Gründe um mal wieder was zu machen: "Die
im Jahr 2009 ausgesprochene Kündigung gegen den Laden ist nur ein
Teilerfolg ist: Denn noch hat das „Tromsö“ für seine
Stammkundschaft geöffnet. Noch vor Beginn der Demonstration zeigte
eine Person gegenüber den Demonstrationsteilnehmer/innen den Hitlergruß
und wurde daraufhin verhaftet. Mit lauter Musik aus dem Lautsprecherwagen
ging es die Warschauer Str. runter, bis zur Zwischenkundgebung an der
Grünberger. Wenige Minuten später erreichte der Protestzug den
Ort der Abschlusskundgebung gegenüber des „Tromsö“
in der Petersburger Straße. Am Ende, mahnten verschiedene Vertreter/innen
der Landes- und Bezirkspolitik, wie Wirtschaftsstadtrat Dr. Peter Beckers
(SPD) und die Abgeordnete Dr. Susanne Kitschun (SPD/Projektehaus Petersburger
St.), dass Engagement gegen rechte Strukturen im Kiez nicht einzustellen."
>>> Hintergründe
zum Tromsö + Vergangene
Demos
>>> Ini
Gegen Rechts
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Milde Strafen nach
Bordsteinkick
Am 28. Januar ist am Berliner Landgericht der Prozeß gegen Oliver
Kaplan (Heidsee), Marcel Ingo Bittner; (Mittenwalde), Michael Lekzycki
(Storkow) und Michael Gast (Königs Wusterhausen) wegen des versuchten
Mordes an dem Jugendlichen Josh am 12. Juli 2009 mit milden Strafen zuende
gegangen. Hauptäter Kaplan wurde zu fünf Jahren und sechs Monaten
wegen versuchten Totschlags incl. gefährliche Körperverletzung
verurteilt und verbleibt in Haft. Gegen Marcel Ingo Bittner und Michael
Lekzycki wurden wegen gefährlicher Körperverletzung jeweils
eine Jugend- und Freiheitsstrafe von zwei Jahren verhängt, deren
Vollstreckung zur Bewährung ausgesetzt wurde. Michael Gast hat das
Gericht freigesprochen.
Die Neonazis waren morgens aus der Disko "Jeton" geommen und
hatten bei einer Schlägerei den Kürzeren gezogen. Josh kam um
die Ecke und wurde wahllos zusammengeschlagen. Bei ihm wurde ein Bordsteinkick
versucht. Im Nachgang wurden auch PassantInnen von den Neonazis belastet.
Ein Wochenende nach dem Vorfall gingen über 3000 Menschen gegen Neonazisgewalt
in Friedrichshain auf die Straße.
Das Gericht ging in der Beurteilung des Bordsteinkicks nicht von einer
politisch motivierten Tat aus. Vielmehr seien die ersten Tritte gegen
den Kopf von Josh durch Notwehr gedeckt, da er angeblich Teil der Gruppe
gewesen war, welche die Neonazis vorher attackiert hatte.
>>> Urteil
des Landgerichts gegen die vier angeklagten Neonazis
>>> Pressemitteilung
des VVN-BdA
>>> Prozessbeobachter: Bier-Statt-Blumen
>>> Outing der Täter auf
berlin.antifa.net
| Sonderseite zum Bordsteinkick
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13. Februar: Trauermarsch
in Dresden blockieren
Am Ort der Geschichte. Entschlossen entgegenstellen – gemeinsam
blockieren! Wir rufen alle Antifaschistinnen und Antifaschisten dazu auf,
am 13. Februar 2010 dem Naziaufmarsch in Dresden entschlossen entgegenzutreten
und ihn gemeinsam zu blockieren! In dem bundesweiten Bündnis No pasarán!
haben sich verschiedene linke und antifaschistische Gruppen zusammengeschlossen,
um dem jährlich stattfindenden Nazigroßaufmarsch endlich ein
Ende zu bereiten.
>>> www.no-pasaran.mobi
21.01.2010: Offenes
Antifa Cafe zu den Protesten in Dresden. 19 Uhr im Vetomat
27.01.2010: Infoveranstaltung | Fabrik Osloer
Straße e.V., 19 Uhr, Osloerstr. 12
28.01.2010: Probesitzen-Kundgebung Landesvertretung
Sachsens
Probesitzen auf sächsischem Gebiet. Blockieren ist gar nicht so einfach.
Damit es sich schon ein bisschen anfühlt wie am 13. Februar in Dresden,
treffen wir uns dazu vor der Sächsischen Landesvertretung in Berlin-Mitte
(Brüderstr. 11/12, Mitte (U2 Spittelmarkt))
10.02.2010: Diskussions- und Infoveranstaltung,
RLS, Franz Mehring Platz 1, 19:00 Uhr
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12.12.2009 Kundgebung
gegen die Residenzpflicht
12.00 - Alexanderplatz (Weltzeituhr)
Bewegungsfreiheit ist ein Menschenrecht! In Deutschland jedoch gilt seit
1982 die „Residenzpflicht“. Flüchtlinge dürfen den
ihnen zugewiesenen Landkreis ohne Erlaubnis nicht verlassen. Tun sie es
doch, werden sie mit Bußgeldern oder Gefängnisstrafen bis hin
zu einem Jahr Knast bestraft. Tausende Flüchtlinge sind davon betroffen,
etwa 100 sind jedes Jahr im Gefängnis, nur weil sie von ihrem Menschenrecht
auf Bewegungsfreiheit Gebrauch gemacht haben. Ziel der Residenzpflicht
ist es, das Leben für Flüchtlinge in Deutschland so schwer wie
möglich zu machen. Nur in Deutschland existiert solch ein rassistisches
Sondergesetz. Residenzpflicht bedeutet Isolation in entlegenen Lagern,
rassistische Polizeikontrollen und Kriminalisierung. Die Landesregierung
von Brandenburg hat eine Erleichterung der Residenzpflicht angekündigt.
Asylsuchende im laufenden Verfahren sollen sich zwischen Berlin und Brandenburg
bewegen dürfen. Für Flüchtlinge mit Duldung soll sich aber
nicht viel ändern. Diese Änderungen gehen nicht weit genug!
Die Residenzpflicht selbst muss abgeschafft werden, ohne Wenn und Aber!
Es ist höchste Zeit zu handeln!
residenzpflicht.info
& chipkartenini.squat.net
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21.11.2009: Über
2000 bei Silvio Meier Gedenkdemo
Polizei hällt sich vor DemobeobachterInnen zurück
Mehr als 3000 AntifaschistInnen gedachten
am 21.11. dem von Nazis ermordeten Silvio Meier in Berlin-Friedrichshain.
Nach der Mahnwache, bei der GenossInnen aus Madrid und Moskau über
die Morde an Carlos und Ivan berichteten, demonstrierten die Demo-TeilnehmerInnen
u.a. für den Erhalt von linken Freiräumen, gegen Gentrification
und staatliche Repression. Lautstark wurde aber auch die Freilassung von
Tobias gefordert, der seit dem 16.11. in Haft sitzt. Auf der Demo überwachten
rund 30 Personen die Polizei, um Übergriffe zu verhindern. Obwohl
sich die Polizei bis zum Ende zurück hielt wurden 17 DemonstrantInnen
festgenommen. Gegen zwei von ihnen wurde Haftbefehl erlassen - ein Novum
für die Silvio-Meier-Demo.
Im Vorfeld gab es kleinere Aktionen wie Infostände in vermeintlichen
Nazi-Homezones und die Umbennenung des U-Bhf. Samariterstr. in Silivio-Meier-Str.
Das Gedenken an Silivio Meier ist teil der Kampagne „Siempre Antifascista",
die im internationalen Kontext an getötete Antifaschisten erinnert.
Redebeiträge,
JugendInfo, Aufruf
Berichte: 1,
2,
3,
4,
Straßenumbennung
Fotos: 1,
2,
3,
4, 5,
6,
7,
8,
9
>>> www.silviomeier.de.vu
& siempre
antifascista
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10.10.2009: Naziaufmarsch durch Friedrichshain
durchgeprügelt
Polizei verschafft Neonazis Freiräume
Am
10.10.2009 marschierten ca. 600 Neonazis vom Alexanderplatz über
den Strausberger Platz zum S-Bahnhof Landsberger Allee. Der Marsch richtete
sich gegen vermeintlich „linke Gewalt“ anlässlich eines
Anschlages auf das Neonazi-Lokal „Zum Henker“ in Berlin-Treptow
eine Woche zuvor.
Mehr als eintausend Antifaschisten protestierten dagegen und versuchten
mittels Sitzblockade oder Materialblockaden den Aufmarsch der Rechten
zu stoppen. Laut Zeugenaussagen wurde am Rande des Aufmarsches der PKW
eines Neonazis umgekippt.
Die Polizei ging teils massiv gegen Antifaschisten vor und verletzte mehrere
Personen durch den Einsatz von Schlagstöcken und Reizgas. Etwa 20
Antifaschisten wurden festgenommen. Die Polizei schritt dagegen nicht
ein, als Neonazis „Juden Raus“ skandierten und Fotojournalisten
attackierten. Von dem Neonazi Lutz Giesen wurden die Namen von politischen
Gegnern verlesen, darunter Opfer rechter Gewalt.
Zwei der drei angemeldeten Kundgebungen wurden von der Polizei kurzfristig
ins Abseits verlegt so dass keine Anrufung des Verwaltungsgerichts mehr
möglich war. So hat nur eine Kundgebung vor dem Haus des Lehrers
stattgefunden.
>>> Indyberichte: 1
2
>>> Bilder: 1
2
3
4
5
6
>>> Redebeiträge
der Kundgebung
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Zusammen gegen die NPD
Kampagen zur Beseitigung der NPD
„Zusammen! Gegen
die NPD“ ist eine Kampagne antifaschistisch arbeitender Gruppen
aus Berlin.
Ihr Ziel ist, der NPD und der ihr zu Grunde liegenden Ideologie auf verschiedenen
gesellschaftlichen Ebenen entgegenzutreten.
Die NPD ist seit Jahren die wichtigste nazistische Organisation in Deutschland.
Es gelingt ihr zuneh-
mend ihre nationalsozialistischen Positionen in der bundesdeutschen Gesellschaft
als eine Meinung unter vielen in der politischen Auseinandersetzung zu
präsentieren. Und dies, obwohl sie sich positiv auf den Nationalsozialismus
bezieht, seine Verbrechen leugnet und relativiert und offen gegen alle
Minderheiten hetzt.
Als Partei stehen der NPD umfangreiche staatliche Gelder wie Wahlkampfkostenerstattung
und Parlamentariergelder zur Verfügung; sie kann öffentliche
Räumlichkeiten nutzen und Parteivermögen halten und mehren.
Damit dient sie als übergeordnete Struktur für die gesamte militante
Rechte in Deutschland.
Die notwendige Auseinandersetzung mit den Nazis kann nicht an den Staat
und die Polizei delegiert
werden. Organisationen und Parteien können verboten werden –
solange jedoch aktuelle Studien mindestens 10 Prozent der Gesellschaft
Zustimmung für die menschenverachtende Ideologie der NPD attestieren,
werden die staatlichen Maßnahmen die Nazis nur kurzfristig schwächen.
Aus diesem Grund ist es notwendig, den Nazis auf allen Ebenen entgegenzutreten,
unsere eigenen Ideen stark zu machen und antifaschistisches Selbstverständnis
und antifaschistische Praxis gesellschaftlich zu etablieren.
Wir arbeiten für eine Gesellschaft ohne Diskriminierung. Eine Gesellschaft,
in der für Nazis und die
NPD kein Platz ist. Anlässlich der diesjährigen Wahlen zum Europaparlament,
zur Bundestagswahl und den Landtagswahlen in Brandenburg und Sachsen müssen
wir davon ausgehen, dass Monate mit ungezählten NPD-Veranstaltungen,
Parteitagen, Demonstrationen, Infoständen und faschistischen Propagandaaktionen
vor uns liegen.
Diese zunehmende Präsenz der NPD bedeutet auch eine zunehmende Bedrohung
für alle Menschen, die nicht in das faschistische Weltbild der Nazis
passen.
Auf der anderen Seite haben wir, die antifaschistische Bewegung, dadurch
die Chance, der NPD entgegenzutreten, sie mit unserem Widerstand zu konfrontieren,
ihre Strukturen aufzudecken und politisch anzugreifen.
>>> zusammen-gegen-die-npd.de
>>> Die
Berliner NPD-Kandidaten: Was sind das nur für Leute?
>>> Anti-Wahlkampf-Kit
Termine
26.September 2009 14.00 Uhr Mandrella Platz
(vor der NPD Zentrale) Konzert mit Esther Bejarano und Microphone Mafia
27. September 2009 17.00 Uhr Festsaal Kreuzberg
"Schlecht abgeschnitten" Wahlabend gegen die NPD
Der Friedrichshainer
NPD-Kandidat: Christian Steup
Christian
Steup (geb. 1978, wohnt in Unnau - Westerwald) ist Kreisvorsitzender der
NPD-Westerwald und stand schon 2005 zur Bundestagswahl auf der dortigen
Landesliste der Partei. Er war Kassenwart der mittlerweile verbotenen
Kameradschaft Westerwald und tritt in Friedrichshain-Kreuzberg zur Wahl
an. Er wird sicherlich wenigstens einen Infostand durchführen, um
Aufsehen zu erregen.
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Fightback Nr.4 erschienen
Antifa-Recherche-Magazin aus Berlin/Brandenburg
Die
Recherche-Broschüre Fight.Back ist mit einer neuen Ausgabe erschienen.
Fight.Back ist ein Fachblatt für die antifaschistische Praxis. Es
richtet sich an alle, die sich mit den Erscheinungsformen der extremen
Rechten in Berlin aktionistisch, wissenschaftlich, beruflich und journalistisch
auseinandersetzen.
Die Fight.Back erscheint seit 2001 und wird von unabhängigen Berliner
Antifagruppen herausgegeben. Auch die alten Ausgaben gibt es als Download
unter http://fightback.gulli.to/
Folgende Themen werden in der aktuellen
Ausgabe schwerpunktmäßig behandelt:
- Berichte aus den Berliner Bezirken und Brandenburger Regionen rund um
Berlin
- Berlinweite neonazistische und extrem rechte Strukturen
- Neonazistische Strategien im Internet und bei Strafprozessen
- Interview über antifaschistische Gegenstrategien
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Neonazigewalt
in Friedrichshain
12. Juli: Jugendlicher im Koma nach Neonaziangriff
12.07.2009:
Am frühen Sonntagmorgen verletzten vier Neonazis
einen 22jähirgen Neuköllner am S-Bhf. Frankfurter Allee lebensgefährlich.
Die vier Täter waren kurz vorher schon aufgefallen als sie eine verbale
und tätliche Auseinandersetzung mit zehn Jugendlichen, die alternativ
gekleidet waren, suchten. Danach pöbelten die Neonazis willkürlich
Passanten an, die sich im Gang zwischen S- und U-Bahnhof Frankfurter Allee
befanden. Schlugen und traten um sich. Bis sie letztlich in dem 22-jährigen
linken Jugendlichen, der auf dem Weg zur S-Bahn war, ihr Opfer fanden.
Auf diesen prügelten die vier Männer so lange ein, bis er das
Bewusstsein verlor. Einer der Neonazis zog den wehrlosen Neuköllner
dann auf den Gehweg, legte ihn mit dem Gesicht nach unten ab und trat
mit dem rechten Fuß auf dessen Hinterkopf. Die Berliner Polizei
meldete, dass der 22-jährige mit einem Jochbeinbruch, schweren Prellungen
und Hirnblutungen in ein Krankenhaus kam. Die Täter wurden festgenommen
und einen Tag später in Untersuchungshaft genommen. Ein Zeuge, der
bei der Polizei eine Aussage machte wurde von den Neonazis belastet, er
habe sie vorher angegriffen. Seine Wohnung wurde von der Polizei durchsucht,
er über 24 Stunden festgehalten. Auch das Opfer selbst steht im Fokus
der Polizei. Er soll die Nazis provoziert haben. Gegen ihn wird wegen
gefährlicher Körperverletzung ermittelt.
Ein Wochenende in der „Weltstadt“
Dieser grausame Übergriff reiht sich in eine schaurige Statistik
rechter Gewalt in Berlin ein. So wurden erst Freitag in Spandau zwei Menschen
durch Neonazis aus rassistischen Gründen so schwer mit Messern verletzt,
dass sie ins Krankenhaus mussten. Am Samstagabend wurde in Hellersdorf
ein 46 Jahre alter Mann wegen seiner Hautfarbe rassistisch beleidigt und
ihm eine Bierflasche gegen den Kopf geschlagen.
Mörderische Tradition
Besonders der S-Bahnhof Frankfurter Allee hat traurige Berühmtheit
als Schauplatz unzähliger rechter Übergriffe. Meist ist es das
Publikum der Großraumdisko Jeton, die auf dem Nachhauseweg Streit
mit dem alternativen Friedrichshain sucht. Letztes Jahr im März kam
es hier zu einem versuchten Mord. Eine Rassistin stieß einen Migranten
auf die S-Bahn Gleise. Der Mann wurde durch Passanten aus dem Gleisbett
gerettet, die Frau wurde zu 3,5 Jahren Haft verurteilt. Die Ecke ist außerdem
durch den Mord an dem Hausbesetzer Silvio Meier vorbelastet. Er wurde
1992 von Neonazis mit Messerstichen am U-Bhf. Samariterstraße umgebracht
- an ihn erinnern Antifas jedes Jahr im November und mit einer Gedenktafel.
Verantwortung übernehmen
Man kann nicht die Augen davor verschließen, dass auch hier, im
als alternativ geltenden Friedrichshain, Neonazis immer wieder zuschlagen.
Man kann sich auch nicht darauf verlassen, dass andere die Probleme lösen.
So haben die Verbote von rechten Gruppierungen in den letzten Jahren nichts
an den nächtlichen Ausflügen der selbsternannten „Rächer
für Nation und Rasse“ geändert.
Die Forderung nach solchen Angriffen kann nicht lauten „Mehr Kameras!
Mehr Polizei! Ausgangssperre! Mehr Bewaffnung für alle“. Vielmehr
entscheiden wir im sozialen Miteinander was aus diesem Stadtbezirk wird.
250.000 Friedrichshainer und Kreuzberger werden das doch wohl hinkriegen.
Es ist kein Zufall, dass die Täter wieder aus der Disko "Jeton"
(Frankfurter Allee" kamen. Hier sammeln sich am Wochenende rechtsoffenes
Partypublikum. Es gab in Vergangenheit oft Übergriffe von Gästen
des Jeton, die auf dem Weg zum Bahnhof waren.
Die Clubs und Bars, die rechte Sprüche und Symbole dulden; die Passanten
die geduckt an pöbelnden Gruppen vorbeilaufen und hoffen nicht selbst
Opfer zu werden; die Autos die widerspruchslos schnell vorbeirauschen;
die Gewerbetreibenden, die ängstlich hinter ihren Scheiben in die
Nacht starren und die vielen Partygäste, die hier jede Nacht unterwegs
sind. Sie müssen ihre Verantwortung wahrnehmen. Hinschauen, Eingreifen,
Helfen!
Deshalb meldet euch bei der Opferberatungsstelle
Reachout,
bei uns und bei
der Initiaitve
Gegen Rechts falls ihr was beobachtet oder selber Opfer werdet.
>>> Pressemitteilung
zum Fall
>>> Sämtliche Presseartikel
>>> Flyer
mit allen Infos zum Vorfall und was demnächst so ansteht
>>> Chronikplakat:
Ausdrucken, Kopieren und Verkleben!
>>> Stellungnahme des Jeton
und Infos zum Freizeitverhalten der Nazi-Schläger auf Indymedia
Spontane Mahnwache der Initiative
gegen Rechts Friedrichshain
"Deshalb rufen wir auf; kommt am Montag 16 – 17.30 Uhr zum
Tatort, dem Verbindungsweg zwischen S-Bhf und U-Bhf Frankfurter Allee
um gemeinsam die Passanten mit Infomaterial über den Vorfall und
die wiederholten Übergriffe, teils Totschlags- und Mordversuche an
diesem Ort zu informieren!" >>> initiative-gegen-rechts.de
| Fotos
von der Mahnwache
Antifa Demo gegen Neonazis
im Kiez
18.Juli, 18 Uhr Bersarin Platz

In Friedrichshain haben 4000 Menschen gegen die Straßengewalt
der Neonazis und gegen ihre Treffpunkte demonstriert. Offenbar ließen
sich viele nicht von der Medienhetze gegen einen offensiven Antifaschismus
abhalten und kamen auch bei schlechtem Wetter auf die Demo. Vor dem Jeton
posierten ein paar Hooligans, hinter Polizeiabsperrungen. Gegen die Außenfassade
wurde eine Flasche geworfen, was die Polizei zum Anlaß nahm, ihre
Greiftrupps mitten in die Demonstration zu schicken und die DemoteilnehmerInnen
mit dem Wasserwerfer zu bedrohen. Kurz darauf wurde die Demo beendet.
Im kiez verteilen sich die DemoteilnehmerInnen. Die Polizei ist nervös
und stürmt auch kurz die ar "Zimt und Zunder" in der Rigaer
Straße.
>>> Mobivideo
| Flyer
und Plakate
>>> Redebeiträge
der Demo
>>> Bericht 1
2
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Videos 1
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3
>>> Urteil
des Landgerichts gegen die vier angeklagten Neonazis
Pressemitteilung
des VVN-BdA nach dem Urteil vom 28.01.2010 gegen die Neonazis
Hitlergruß,
Bordsteinkick und ein bisschen Totschlag?
Urteil des Landgerichts Berlin verschleiert neonazistische
Gewalt und folgt damit der Darstellung der angeklagten Neonazis
Die Urteile des Landgerichts Berlin vom
27.1.2010 gegen vier Neonazis, die im Juli 2009 vor Diskothek Jeton versucht
hatten, einen 22 jährigen Linken durch einen Bordsteinkick“
umzubringen, verharmlosen und relativieren neonazistische Gewalt.
Eine politische Motivation sei bei den Angeklagten, allesamt Neonazi-Aktivisten
aus dem Umkreis von Königs Wusterhausen, nicht zu erkennen gewesen,
deshalb sei die versuchte Mordtat auch nicht als solche zu werten, sondern
lediglich als versuchter Totschlag.
Alle Angeklagten waren bereits wegen Körperverletzung vorbestraft,
zwei zusätzlich wegen Verwendens von Nazi-Kennzeichen. Die Angeklagten
trugen z. T. Neonazi- Bekleidung der Marke Thor Steinar, zeigten sowohl
in der Diskothek Jeton und auf der Straße mehrfach den Hitlergruß,
und stürzten sich mit den Worten „du Zecke wirst nicht mehr
aufstehen" auf das Opfer, um es dann mit einem „Bordsteinkick“
und lebensgefährlich zu verletzen. .
Hier keinen neonazistischen Hintergrund erkennen zu wollen, wie es Staatsanwaltschaft
und Richter getan haben, widerspricht all diesen Tatsachen und scheint
sich lediglich auf die Schutzbehauptungen der Angeklagten „mit Rechts
gegen Links“ habe die Attacke nichts zu tun gehabt, zu beziehen.
Wer neonazistische Gewalttaten nicht als solche benennt, oder nicht als
solche erkennen will, leistet allen Bemühungen im Kampf gegen Neonazismus,
Rassismus und Antisemitismus einen Bärendienst und beleidigt die
Opfer, statt ihnen die gesellschaftliche und auch menschliche Unterstützung
zukommen zu lassen, die sie verdient haben.
Ermittlungsbehörden und Justiz taugen sicherlich nicht als alleinige
Mittel um neonazistischer Gewalt den Boden zu entziehen – dass sie
dem aber, wie in diesem Falle, so offensichtlich im Wege stehen, ist ein
Skandal.
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29.August 2009: Demonstration
gegen "Horrido" und "Tromsö"
15 Uhr - U-Bhf Frankfurter Tor
Nicht nur gegen den Lichtenberger Naziladen
"Horrido", sondern auch den "Thor Steinar"-Laden "Tromsö"
(Friedrichshain), sowie den neuen "Doorbreaker" und die Disco
"Jeton" (beide am S-Bhf "Frankfurter Allee") wird
es 29. August eine antifaschistische Demonstration geben. Sie wird von
antifaschistischen Gruppen aus Lichtenberg und Friedrichshain organisiert.
>>> Antifa
Hohenschönhausen & Antifa
Lichtenberg Süd & Mobi-Video
>>> Demo-Nachlese:
Indybericht,
Presseartikel, Bilder
Dienstag, 1.9., 18 Uhr, Mieterladen (Kreutziger
Str. 23, Fhain):
Wie weiter mit den Naziläden?
Pfui. Eine Disko mit Nazipublikum, zwei
Läden mit Naziklamotten und ein Kiez, der durch das Publikum dieser
Orte immer weniger einladend wird. Es wird am Samstag, den 29.08., lautstark
demonstriert, aber das ist kein Grund, um danach stehenzubleiben.
Organisierter Widerstand gehört dazu, um erfolgreich gegen rechte
Läden, Kneipen und Diskos vorzugehen. Demonstrationen sind super,
sie sind aber nicht alles.
So laden uns solche Etablissments zu antifaschistischer Innovation ein.
Wir möchten alle einladen ihre Kreativität zu entfalten, damit
es nicht beim Demonstrieren bleibt, sondern die Läden endlich langfristig
dicht gemacht werden. Widerstand gegen solche Läden hat in Berlin
Geschichte und war meistens von Erfolg gekrönt. Café Germania,
die Kneipe Kiste und andere sind schon geschlossen. Jetzt kommt der Rest.
Wir möchten euch einladen aktiv zu werden, helft uns, seid dabei,
wenn es darum geht den Horrido, den Tromsö und das Jeton zu schließen.
Kommt auch du dazu! Sei antifaschistisch! Sei aktiv! Sei kreativ! Naziläden
dichtmachen! Gemeinsam, auf allen Ebenen mit allen Mitteln!
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7. - 9. August: 13.
Biermeile in Friedrichshain
Biermeile
in Friedrichshain: Das größte Saufgelage der Welt mit über
800.000 BesucherInnen, 2000 Biersorten und massig Neonazis, rechten Hools
und anderem unangenehmen Publikum. Vom Frankfurter Tor bis Strausberger
Platz Chaostage vom 7.-9. August. Wie wars? Indymedia-Bericht
von Freitag und Samstag.
Gesichtete ein- und mehrdeutige Symbole
und Aufdrucke: Schwarze Sonne-Tattoo am Ellenbogen, Keltenkreuz-Tattoo
am Ellenbogen abgeklebt, Eisernes Kreuz als Tattoo und auf Shirt, Utgard
Tattoo-Shirt, Sonnenrad-Shirt, Blood4Blood, Todesstrafe für Kinderschänder,
"Arrogant und Antisozial", "Legion of Thor", "Stop
Control" (linkes Shirt an rechten Brust), "NS-Spirit 1933-1945",
"Wer besser schießt hat mehr vom leben", "Heide",
Odin statt Jesus-Schlüsselband, "Wild new Generation" (Faust
im Eisernen Kreuz), "Skingirls", "StahloBrandenburg",
T-Shirt von der ehemaligen Nazi-Kneipe Kiste (Weitlingstraße), Erik
& Sons, "Kameradschaft Zelle Jüterborg", "Kill
Baby Kill!" belgische B&H-Band, "You know we hate you",
" "Kellerjungs-Ostberlin", "Kampftrinker Ost",
"Aryan Brotherhood", "Problemfan", "Gib Gays
keine Chance", Anti-Antifa-Shirt (Triskele), KluKluxKlan-Tattoo,
Snow & Sund, ACAB, Lichtenberger Dynamo Crew, "Keine Waffen für
Israel", "Midgards-Stimme", "Trotz Verbot nicht blöd",
"Twillight of the thunder-god" (mit thorshammer)
Bilder: Flickr,
Biermeile Letztes Jahr? 2008
Wie war es früher? 2005
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Thor-Steinar-Shop
eröffnet in Friedrichshain
Die bei Neonazis beliebte Modemarke "Thor Steinar" eröffnete
am 28.02. einen 200qm-großen Outlet-Shop in der Petersburger Str.
94, unmittelbar neben dem Bezirksamtsgebäude und neben der Gedenktafel
"Zu Ehren der Opfer des Mörderkellers-Keglerheim", das
sich während des Nationalsozialismus an der Stelle befand. Betrieben
wird der Laden durch die SKYTEC Outlets GmbH.
Mittlerweile gibt es eine Stellungnahme des Hauseigentümers SF-Immoblilienfonds
Beteiligungsgesellschaft Nummer Drei KG in Köln (Garmischer
Straße 4, 80339 München), die den Mietvertag mit Skytech unterschrieben
hat. In dem Schreiben heißt es: "... bis zur Öffnung
des ’Tromso-Geschäftes’ weder die Marke ’Thor Steinar’
bekannt war, noch der Geschäftsname ’Tromso’ noch, dass
in der Immobilie Petersburger Straße 94 ein ’Tromso’-Geschäft
mit dem Vertrieb von ’Thor Steinar’-Produkten eröffnet
werden soll. Der Bezug von ’Tromso’ und ’Thor Steinar’
zur Neonazi-Szene ist dem Eigentümer erst aufgrund der Vorgänge
vom vergangenen Wochenende und der Berichterstattung hierüber bewusst
geworden. Er hat hierauf eine Rechtsanwaltskanzlei mit der Prüfung
der Rechtslage und der Wahrnehmung seiner Interessen beauftragt. Der Eigentümer
ist bestürzt über die Vorfälle der vergangenen Tage und
wird alle rechtlichen Maßnahmen ausschöpfen, um den Vertrieb
von ’Thor Steinar’ in dem Objekt zu unterbinden.”
Am 16.03.
meldete TAZ unter Berufung auf Jan Bamberger von SF-Immobilienfonds-Gruppe,
dass dem Laden fristlos gekündigt wurde. Grund: Arglistige Täuschung
über den Verkauf rechtsextremer Kleidung.
Auch die DIM (Deutsche Immobilien Management GmbH),
die sonst für Wirtschaftlichkeit und Vermietung bei Objekten des
SF-Immoblilienfond zuständig ist, hat sich ablehnend gegenüber
Thor-Steinar geäußert und hofft auf geringen Imageschaden für
die eigene Firma. Die Firma G+S
Berlin ist für Hausmeisterdienste in dem Objekt engagiert.
Protest aus Norwegen
Der Laden Tromsø ist nach der gleichnamigen
Stadt in Norwegen benannt. Die Stadt war während der deutschen Besatzung
im Zweiten Weltkrieg Flottenstützpunkt für Überwasserschiffe
der Wehrmacht. An diesen Wehrmachtschick will Thor-Steinar anknüpfen.
Außerdem versucht Thor Steinar mit der Namensgebung (viele TS-Läden
sind nach norwegischen Städten benannt) mit nordisch-heidnischen
Ursprüngen bei der völkisch orientierten Kundschaft zu punkten.
Die norwegische Kommune hat sich sofort gemeldet und ihren Unmut über
die Verwendung des Namens zum Ausdruck gebracht. >>> Artikel
"Opprør
mot «norsk» nazibutikk i Berlin"
Infos zum SA-Mörderkeller
Keglerheim in der damaligen Petersburgerstr. 86 (Heute Nr. 94):
Seit Dezember 1929 fanden hier Mitgliederversammlungen der NSDAP statt.
Nach den Reichstagswahlen 1932 wurden hier vor allem RFB-Aktivisten im
Keller gefoltert Zeitzeugenbericht: Ein Beispiel
für eine dieser Aktionen der Berliner SA ist die im August `33 durchgeführte
Folterung und versuchte Hinrichtung von Max Weichert, Leiter der KPD Straßenzelle
517, Bruno Schilter und Kurt Zinke, der damals mit der Reorganisierung
der Roten Jungfront in Lichtenberg beauftragt war und der den Hergang
wie folgt beschreibt: „In der Nacht wurde ich durch den Horst-Wessel-Sturm
in der Wohnung meiner Eltern verhaftet und in das Keglerheim (Petersburger
Str. 86) gebracht. Bei dieser Vernehmung wurde mir ein Lungenriss, ein
Leberriss und eine Nierenquetschung beigebracht, bevor ich zusammen mit
den Genossen Schilter und Weichert an der Schwarzen Brücke (Thaerstraße)
erschossen werden sollte“. Weichert und Zinke wehrten sich
gegen die Exekution und konnten entkommen, während Schilter mit ausgekugelten
Armen und Beinen an drei Kopfschüssen starb. Vielen anderen unbekannt
gebliebenden ist es ebenso ergangen. Die Zahl der Razzien und Folterungen
in den sog. „wilden KZs“ der SA in Friedrichshain (neben dem
Keglerheim gab es noch die „Viehbörse“ in der Eldenaer
Str.) und das verursachte Leid sind heute nicht mehr zu ermessen. Aus:
Antifa Friedrichshain "Der
Horst-Wessel Mythos - eine historische Aufbereitung" (2005)
28.02.2009: Eröffnung
des Ladens Tromsø: Indymedia.
Kundgebung vor dem Laden > Ankündigung
und Presse, Berichte
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, 4
02.03.2009: Am Morgen wird ein Mann festgenommen,
der einen Anti-Nazi-Aufkleber an einer Regenrinne neben dem Laden hinterlassen
hat. Erste Kratzer am Schaufenster des Ladens werden am späten Nachmittag
von der Polizei begutachtet. Bilder 1,
2
und Neue Presseartikel
Norwegen spricht sich gegen den Thor Steinar Laden aus: Nazibutikken
"Tromsø"
04.03.2009: Die Polizei ist stark im Kiez präsent.
Auf Indymedia
werden Tipps dazu verhandelt und für die Demo
am Samstag geworben. Mittlerweile ist auch der Eigentümer des
Hauses Petersburgerstr. 94 die SF-Immoblilienfonds Beteiligungsgesellschaft
Nummer Drei KG in Köln (Garmischer Straße 4, 80339 München)
bekannt, der prompt eine Stellungnahme abgegeben hat, den Laden so schnell
es geht wieder loswerden zu wollen.
06.03.2009: Die Anwohner und Initiativen im
Nachbarhaus Petersburgerstr. 92 rufen zum Protest auf. Pressemitteilung.
Am Frankfurter Tor wird mit einer großen Flyeraktion
(Bilder 1,
2)auf
die Demo am nächsten Tag hingewiesen. Ein paar Punks wollen gegen
18 Uhr gemütlich vor dem Laden ihr Feierabendbier
zischen und werden von Polizisten des Abschnitts 57/58 umstellt. Angeblich
hätten sie randaliert, so die Anruferin aus dem Thor-Steinar-Laden.
6 Personen werden mit Handschellen abgeführt.
07.03.2009: Demo mit 1.500 Teilnehmenden gegen
den Tromso. Die kurze Route vom S-Bhf. Warschauer geradeaus bis zum Laden
wurde zügig abgelaufen. Schilder und fahnen dominieten das Bilde
der Demonstration, die ein erstaunlich breites Spektrum angezogen hat.
Der Laden wurde weiträumig mit Gittern geschützt und musste
2 Stunden vor regulärem Ladenschluss auf Anraten der Polizei schließen.
Im Nachgang der Demonstration war ein bisschen Katz-und-Maus-Spiel mit
der gelangweilten Polizei. Irgendwie muss der Einsatz auch legitimiert
werden. Anwohner-Flyer
| Redebeiträge
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09.03.2009: In der Nacht zu Dienstag bekommt
der Tromso einen roten Anstrich.
11.03.2009: Podiumsdiskussion zum Umgang mit
dem Thor-Steinar-Laden im Kiez mit Robert Schwind
(Hedwig-Wachenheim-Gesellschaft), Pfarrer Botembe (Afrikanische Gemeinde),
Dr. Andreas Köhler (Paul-Singer-Verein), Dr. Franz Schulz (Bezirksbürgermeister),
Canan Bayram (Initiative gegen Rechts Friedrichshain) und Sabine Kritter
(MbR) >>> Bericht
Indymedia
13.03.2009: Farbbeutel-Bewurf für den Thor-Steinar-Laden.
14.03.2009: Am Vormittag wird der Laden mit Flaschen und Steinen
spontan beworfen. Am Abend greifen ca. 300 ehemalige Demonstrationsteilnehmer
der "United we Stay"-Demo den Laden an. Er wird von einer Hundertschaft
Polizisten bewacht und ist schon den ganzen Tag mit Gittern abgezäunt.
Video
15.03.2009: Die TAZ meldet: "Der Vermieter
hat den Mietvertrag mit der Skytec Outlets GmbH aufgrund arglistiger Täuschung
angefochten und eine fristlose Kündigung ausgesprochen", teilte
Jan Bamberger von der Hausverwaltung der taz mit. Die SF-Immobilienfonds-Gruppe,
der das Gebäude gehört, sei von Skytec nicht über den geplanten
Verkauf der bei Rechtsextremen beliebten Modemarke Thor Steinar informiert
worden. "Der Eigentümer wird alle rechtlichen Maßnahmen
ausschöpfen, um den Vertrieb von Thor Steinar in dem Objekt zu unterbinden",
so Bamberger. Artikel
18.03.2009: Der ehemalige Baustadtrat von Friedrichshain
Lorenz Postler hat Strafanzeige gegen die Betreiber des Tromso wegen "Verunglimpfung
des Andenkens Verstorbener" erstattet.
20.03.2009: Am Vormittag werden von der Initiative
Gegen Rechts mit Unterstützung aus dem Abgeordnetenhaus Tafeln an
den Laternen in der Petersburgerstr. angebracht, die vor der Thor-Steinar-Laden
warnen. Die Polizei
21.03.2009: Am internationalen
Tag gegen Rassismus findet eine Kiezparade mit vier Lautsprecherwagen,
1500 DemnstrantInnen, vom Boxhagener Platz, am Jeton vorbei, durch die
Rigaerstr, direkt zum Thor-Steinar Laden statt. Der muss den vierten Samstag
in Folge früher schließen als geplant. Aufrufe
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| Mobi-Plakate 1
| Redebeiträge
| Berichte 1
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26.03.2009: Die Schaufenster des Tromso in der
Petersburgerstr. werden am Vormittag mit Steinen beworfen. Im Innenraum
wird eine Rauchgranate gezündet. Zeitgliech bekommt auch der Thor-Steinar-Shop
in der Rosa-Luxemburg-Str. in Mitte besucht. Hier wird übelriechende
Flüssigkeit auf die Ware gekippt. Polizeimeldung
+ Indymedia
27.03.2009: Ein paar Passanten werden kurz vor
Ladenschluss vom Personal des Tromso als potentielle Kunden abgewiesen.
Zwei Flaschen fliegen gegen die bereits kaputte Scheibe des Ladens. Am
Abend werden außerdem die Rolländen mit "Nazis Raus"
besprüht.
29.03.2009: Wieder wird der Laden mit Anti-Nazi
Parolen bemalt.
30.03.2009: Mitarbeiter des Tromsö entfernen
Anti-Thor-Steinar Plakate der Ini Gegen Rechts von Laternen entlang der
Petersburgerstr. Indymedia
02.04.2009: Im Roten Laden (Büro der LINKEN)
im Weidenweg findet mit rund 50 Teilnehmern eine Veranstaltung zur Historie
des "Horst-Wessel-Bezirks", dem Keglerheim und der Durchsetzung
der NSDAP im Friedrichshain der 30iger Jahre statt. Außerdem klärte
eiin Referent des APABIZ über rechte Symbole und die Hintergründe
der Marke ThorSteinar auf.
03.04.2009: Der Tromsö wird in den Morgenstunden
mit Anti-Nazi-Parolen besprüht
05.04.2009: Farbflaschen fliegen in Richtung
des Tromsö und verschönern die Fassade.
20.04.2009: Der TS-Laden Tromso wird mit schwarzer
Farbe besprüht.
23.04.2009: Der frisch geputzte TS-Laden wird
mit Farbeiern beworfen.
08.05.2009: Polizisten entdeckten gegen 1 Uhr
30 politische Parolen in roter Farbe auf den Jalousien des Tromsö.
25 Personen, vor allem aus dem Nachbarhaus verteilen am Nachmittag Flyer
gegen den Laden.
In Lichtenberg eröffnet zeitgleich der neue Naziladen Horrido, der
Erik&Sons (Thor-Steinar-Konkurrent) und "Kategorie C" verkauft.
Neues zum Horrido unter Antifa
Hohenschönhausen
09.05.2009: In der Nacht zu Sonntag wird der
Laden wieder mit Graffiti verschönert.
Juni 2009: Der Doorbreaker im RingCenter2, der
ebenfalls Thor-Steinar verkaufte, wurde geschlossen.
19.06.2009: Das Hoffest im Nachbarhaus des Tromsö
in der Petersburgerstr. wurde auf zwei Stunden
reduziert, da es Drohungen von Nazis gab und das Publikum dieser Gefahr
nicht ausgesetzt werden sollte. Soll nachgeholt werden.
10.07.2009: Der Tromso kann nicht mehr die Rollläden
öffnen und bleibt für diesen Samstag geschlossen. Indymedia
18.07.2009: Als Reaktion auf einen brutalen
Übergriff am S-Bhf. Frankfurter Allee demonstrieren 4000 Menschen
u.a. am Tromsö vorbei gegen rechten Lifestyle und Neonazigewalt.
23.07.2009: Gegenüber des Jeton eröffnet ein neuer Doorbreaker.
dieser führt kein Thor-Steinar. Trotzdem wird über den Laden
disktuiert. Indymedia
24.07.2009: Ein Mann versucht eine Thor-Steinar-kritische
Parole in die Scheibe des Tromsö zu kratzen und wird festgenommen
25.07.2009: Die Grünen demonstrieren am
Frankfurter Tor mit einer Kunstaktion gegen den Tromsö.
27.08.2009: Einweihung des Info-Containers der
Ini-Gegen-Rechts vor dem Tromsö. Der Container soll 2 Monate dort
stehen und über rechten Lifestyle informieren.
29.08.2009: Antifa-Demo gegen den Tromsö
und den Horrido in Lichtenberg
25.09.2009: Infocontainer gegen den Tromsö
wird um einen Monat verlängert!
28.09.2009: Molotovcocktail-Angriff auf den
Tromsö.
26.10.2009: Infocontainer gegen den Tromsö wird abgebaut. Auswertung:
Super Erfolg!
21.11.2009: Silvio-Meier-Demo auch gegen den
Tromsö
28.02.2010: Demo gegen den Tromsö mit knapp
300 Leuten
Materialien
zum Kopieren
>>> Zeitloses: Plakat
und Flyer
gegen Thor-Steinar in Friedrichshain
Wie es geht? Erfolgreiche Kampagnen gegen Thor-Steinar-Läden:
>>> Berlin-Mitte
| Dresden
| Leipzig
| Hamburg
| Nürnberg
| Zusammenfassung
aller Kampagnen
Weitergehende Infos zu
Thor Steinar
>>> investigatethorsteinar
>>> stopthorsteinar
>>> D-Radio-Sendung
>>> Nazi-Verbindungen
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Euromayday - Solidarität
statt Prekarität
Über den Tellerrand Antifaschistischer Praxis
Um
neue Handlungsspielräume am 1. Mai und darüber hinausgehend
zu entwickeln hat sich 2006 das Euromayday Bündnis Berlin gegründet
und nun schon dreimal die Maydayparade organisiert. Da wir Perspektiven
über diesen Tag hinaus entwickeln wollen, gibt es zwischen den Paraden
mehrere Aktionen.
- 22.09.2007
Prekärer Block auf der Demo gegen Sicherheitswahn
- 4.10.2007 Kiezkundgebung
gegen den Sparwahn des Bezirks Friedrichshain
- 21.11.2007
Infoveranstaltung "Yomango: Umverteilung leichtgemacht?"
- 08.02.2008
Geschichte der Wilden Streiks in der BRD. Buchvorstellung und Workshop
- 09.02-16.02.2007:
Mir reichts nicht..! - Aktionen auf und um die Berlinale
- 28.03.2008:
Verlagsverlängerungen - Sofort! Soliaktion mit und für die Besucherbetreuer
des DTMB
- Aktion
"Enteignet Springer!" zum 40igsten Jahrestag des Attentats auf
Rudi Dutschke
- MaydayParade2008
- 24.05.2008:
Workshop "Streiken in Prekären Zeiten"
- 06.06.2008:
KundInnen unterstützen Streikende im Einzelhandel ab 6 Uhr morgens
- 12.07.2008: Spreeparade
für mehr Bürgerbeteiligung und gegen Verdrängung
- 30.10.2008:
Schulden? Zahlt der Staat! - Offener Brief und Kundgebung zur Finanzkrise
- 23.01.2009
Love Emmely – Protestieren vor Kaisers
- 05.03.2009
„Keiner muss allein zum Amt – selber solidarischen Begleitschutz
organisieren!“
- „Wir
zahlen nicht für eure Krise – Für eine solidarische Gesellschaft“
- 27.04.2009 Ambulante
Dienste im Scheiss-Streik
- 28.04.2009 Zahltag-Aktion
vor dem Jobcenter in Neukölln (Sonnenallee 242)
- MaydayParade 2009: Diesmal
mit Farbeierattacke
- Bildungsstreik
2009: Studierende gegen Niedriglöhne beim Studentenwerk
- 25.06.2009: Kundgebung
gegen Prekäres Arbeiten bei Babylon
- 27.08.2009: Kundgebung
gegen Babylohn in der Kinobranche
>>> berlin.euromayday.org
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24.04.2009: K17 und
"Folter Records"
Konzertveranstalter mit neonazistischem Angebot
Metalszene darf neonazistischen Tendenzen keinen Raum
geben
Am
morgigen Freitag, dem 24. April 2009, soll im Metal-Szeneladen K17 in
Berlin-Friedrichshain die „Folter Records Nacht 2“ stattfinden.
Über den Internet-Mailorder des Veranstalters FOLTER RECORDS werden
CDs, LPs und T-Shirts neonazistischer Black- und Pagan-Metal-Bands wie
BURZUM und GRAVELAND angeboten. Von GRAVELAND werden in aller Offenheit
selbst indizierte LPs verkauft. Ebenso ist ein GRAVELAND-T-Shirt mit dem
Slogan „Wotan mit mir“ im Angebot. Dieses Motiv wird von der
Band selbst mit Hakenkreuz-Aufdrucken vertrieben, bei FOLTER RECORDS ist
aus naheliegenden Gründen keine Abbildung des T-Shirts verfügbar.
„Unwissenheit über den neonazistischen
Charakter von Bands wie GRAVELAND kann bei FOLTER RECORDS absolut ausgeschlossen
werden. FOLTER RECORDS betreibt diese Geschäfte wissentlich und vorsätzlich“,
erklärt dazu Frank Metzger, Mitarbeiter des „Antifaschistischen
Pressearchivs und
Bildungszentrum“ (Apabiz). Vor genau einem Jahr hatte es im Vorfeld
des ebenfalls von FOLTER RECORDS veranstalteten „Paganfest“
im Kreuzberger Szeneladen SO 36 eine erhitzte Diskussion gegeben. Damals
war es bei einer von den BertreiberInnen des SO 36 ausgesprochenen „Ermahnung“
geblieben. Das Konzert fand statt, da FOLTER RECORDS die Bedingungen
erfüllte und die damals schon vorhandenen offensichtlich neonazistischen
Titel aus dem Sortiment genommen hatte. Diese werden nun zumindest teilweise
wieder vertrieben.
Frank Metzger (Apabiz): „FOLTER RECORDS
hat nunmehr wiederholt und eindeutig seine Offenheit für neonazistische
Inhalte demonstriert. Den Worten der Vergangenheit müssen endlich
auch einmal Taten folgen. Wenn die Metalszene es ernst meint mit ihren
Bekenntnissen gegen extrem
rechte Tendenzen in den eigenen Reihen, dann verbietet sich jegliche Zusammenarbeit
mit FOLTER RECORDS.“
>>> Antifa
Pressearchiv
>>> Weitere Probleme mit der
K17: ImPaled
Nazarene 2006
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Antifaschismus ist
nicht kriminell, sondern notwendig!
Prozesse wegen Nazi-Outings ohne Verständnis für
antifaschistisches Engagement!
Seit dem 16. Januar 2009 läuft ein Verfahren gegen drei Antifaschist_innen
vor dem Berliner Amtsgericht, die sich wegen Klebens von antifaschistischen
Plakaten verantworten müssen. Vorgeworfen wird ihnen „Sachbeschädigung“
und „Verstoß gegen das Künstlerurheberrecht“. Gegen
zwei Angeschuldigte wurde das Verfahren abgetrennt, der Dritte musste
am 16.01. vor Gericht erscheinen. Das Verfahren wurde gegen Zahlung einer
Geldstrafe eingestellt. Der auf dem Plakat abgebildete und bekannte „Anti-Antifa-Fotograf“
David Gudra, hat in diesem Falle Strafantrag gestellt. Massiv plakatiert
wurden diese Anfang des Jahres 2008 im Berliner Stadtteil Friedrichshain.
Auf den Plakaten sind die Konterfeis von zehn Neonazis abgebildet. Alle
Abgebildeten sind aufgrund ihres äusseren Erscheinungsbildes nicht
immer auf den ersten Blick als Neonazis zu erkennen. Sie tragen mittlerweile
modische Klamotten, überwiegend in schwarz. Viele sind vom klassischen
linken Autonomenstil nicht mehr zu unterscheiden. Hinzu kommen Tattoos
und Piercings, die den/der unwissende_n Beobachter_in den Eindruck vermitteln,
als handelt es sich hier um subkulturell geprägte Jugendliche oder
eben Linke. Diese Unwissenheit nutzen u.a. die auf den Plakaten abgebildeten
Neonazis aber immer wieder dazu, sich unauffällig in linksdominierten
Stadtteilen aufzuhalten, sich in linke Kneipen und Infoläden zu begeben
oder vermeintlich sicher, neonazistische Propaganda zu verbreiten. Die
Erfahrung der letzten Jahre hat gezeigt, dass die Nazis sich immer dann
sicher fühlen, wenn ihnen keine direkte Gefahr durch sofortiges erkennen
mehr droht. Allzu oft wurden in der Vergangenheit linke Kneipen und Hausprojekte
ausgespäht bzw. in einigen Fällen auch angegriffen. Nur der
Intervention linker Strukturen und einem konsequenten antifaschistischem
Selbstschutz ist es zu verdanken, dass bei den Angriffen selbst, nie größer
Schaden entstanden ist. Man muss Nazis und rechten Ideologien klar entgegentreten.
Ansonsten entwickelt sich im Kiez ein Klima, bei dem rechte Äußerungen
salonfähig werden. Im schlimmsten Fall führt dies sogar dazu,
dass Personen, die nicht in das Weltbild der Neonazis passen, tätlich
angegriffen werden. Jüngstes Beispiel ist das Foltern eines Punks
auf dem S-Bhf Ostkreuz. Nachdem es den Neonazis nicht gelungen war den
38-Jährigen anzuzünden, haben sie ihm das Gesicht mit einem
Falschenhals zerschnitten und mit Schlägen und Tritten so stark traktiert,
dass er schwerste innere Blutungen davontrug. Dass solche Gewalttaten
nicht nur von organisierten Neonazis verübt werden, zeigt auch die
Chronik der Übergriffe der Antifa Friedrichshain. Hier waren es häufig
auch rechtsoffene Personen, teilweise auch im Freundeskreis vom Neonazispektrum,
die immer wieder Übergriffe auf das alternative Publikum im Friedrichshainer
Kiez verübt haben. Häufig wurden diese Übergriffe deswegen
von der Polizei entpolitisiert und als reine Schlägereinen unter
Jugendlichen relativiert. Wichtig ist ein offener Umgang mit dem Problem
rechter Gedankenstrukturen, denn diese sind immer der Anfang für
eine Ideologie, die unweigerlich in der "Vernichtung" von Menschen
endet, die diesem Weltbild nicht gerecht werden. Deshalb ist es nicht
nur notwendig antifaschistischen Selbstschutz zu organisieren um die eigenen
Strukturen zu schützen, sondern die Neonazis im Stadtteil und darüber
hinaus, konsequent auf allen Ebenen zu bekämpfen. Dazu ist es unablässlich
in sogenannten „Angsträumen“, wie z.B. dem S-Bahnhof
Ostkreuz, in dem sich immer wieder Neonazis aufhalten und wo es vermehrt
zu Übergriffen kam, präsent zu sein und aktiv zu handeln wenn
Neonazis auftauchen. Weiterhin arbeiten wir im Stadtteil mit anderen linken
Initiativen zusammen, um die Bewohner_innen für die neonazistische
Problematik im Kiez zu sensibilisieren. Hierzu laufen bereits unterschiedlichste
Kampagnen, wie z.B. „Keine Happy-Hour für Nazis“ der
Initiative gegen rechts-Friedrichshain. Um die Neonazis aber konsequent
aus Friedrichshain raushalten zu können, ist es mehr als notwendig
die Gesichter zu kennen. Deshalb halten wir es weiterhin für unablässlich
Neonazis zu outen und ihnen somit die Sicherheit der Anonymität zu
nehmen. Wir wollen damit auch ganz bewusst die Persönlichkeitsrechte
der Nazis einschränken und sie ihrer Bewegungsfreiheit und sozialer
Mobilität berauben. Denn sie stellen eine reelle Gefahr für
viele Menschen in dieser Stadt dar. Das jetzt Antifaschist_innen für
genau dieses Engagement angeklagt sind, ist ein weiterer Schlag ins Gesicht
für alle Opfer neonazistischer Gewalt. Deswegen rufen wir zur Solidarität
mit den angeklagten Antifaschist_innen auf. Informiert euch und unterstützt
die Genoss_innen. Besucht ihre Prozesse! Darüberhinaus solidarisieren
wir uns mit allen Opfern neonazistischer Gewalt! Werdet aktiv und handelt!
Hinsehen – Eingreifen – Angreifen
>>> plakataktion.wordpress.com
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Kein
Thor Steinar im Ring-Center!
Räumungsklage läuft - Wer wars?
Seitdem
es Thor Steinar gibt (2002), verkauft der Doorbreaker im Ring-Center am
S-Bhf. Frankfurter Allee (Lichtenberger Seite) die rechte Klamottenmarke.
Auch nachdem 2004 das Runen-Logo in Berlin verboten wurde, ging der Verkauf
weiter (Indymedia).
Angeblich seien die illegalisierten Aufdrucke sogar unter der Ladentheke
verbilligt verkauft worden seien. In jedem Fall kauften bekannte Lichtenberger
Neonazis dort ihre Klamotten, ob nun rechte Marken oder schlichte schwarze
Windbreaker, Rucksäcke, Caps und Tücher. Das dürfte bald
vorbei sein.
Natürlich gab es schon vor Jahren offene Briefe an die Center-Leitung
und die Antifa schaute in kontinuierlichen Abständen mal vorbei.
Schon im letzten Jahr war der Laden aufgrund seines zwielichtigen Angebots
von der Center-Leitung gekündigt worden, zahlte aber weiterhin die
Miete. Nachdem der Doorbreaker im August als offizieller Dealer des gesamten
Thor-Steinar Angebots angepriesen wurde, musste was passieren um Imageschaden
vom Center abzuwehren.
Die aktuelle Diskussion um TS bot sich nun an, dem Laden endlich den Gar
auszumachen - gegen den Tonsberg in Mitte war die Räumungsklage erfolgreich
- das sollte einen Bezirk weiter doch wohl auch klappen. Die Jusos-Lichtenberg
gaben am 4.11. mit einer Presseerklärung
den Startschuss - Berliner
Zeitung berichtete, die anderen folgten. Am 12.11.wurde denn auch
von der Räumungsklage
berichtet, die den Laden bis zur Jahreswende wohl kicken dürfte.
Jetzt fehlen noch die Doorbreaker im Lindencenter (Wartenberg) und im
Forum Köpenick. Beide verkaufen Thor-Steinar. Bemerkenswert ist,
dass nicht alle Doorbreaker-Filialen in Berlin Thor Steinar verkaufen.
Woran liegt das?
Die 1997 gegründete DOORBREAKER KÖNIG & SCHARBIUS GmbH expandierte
2001 und gründete die Ladenkette "Snow & Sun" (u.a.
in den Gropius-Passagen). Außerdem wurde von ihnen die Aktiv Sport
GmbH übernommen die 2007 insolvent gegangen ist. Als Kapitalgeber
stieß 2002 der Friedrichshainer Ferydoon Frenz mit seiner Türbrecher
GmbH dazu. Offenbar kam es zum Streit zwischen dem alten Team und Frenz.
Frenz leitet aktuell zusammen mit Robert Hahn und Stefan Schade nicht
nur die Türbrecher GmbH, sondern auch die Doorbreakerfilialen in
Marzahn (Doorbreaker EASTGATE GmbH), im ALEXA (Doorbreaker ALEX GmbH),
in den Hallen am Borsigturm, in Helle Mitte und im A10-Center. Dafür
wird die Website doorbreaker[dot]com genutzt.
Scharbius und König betreiben die Doorbreaker im Lindencenter (Wartenberg)
und im RingCenter Bis heute haben sie auf ihrer Seite doorbreaker [dot]
de das Runen-Logo von TS.
Weitergehende Infos zu Thor Steinar
>>> investigatethorsteinar
>>> stopthorsteinar
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Friedrichshainer Sporthallen für
Nazis?
Kleine Anfrage in der BVV vom September 2008

Eine Kleine Anfrage in der Bezirksverordnetenversammlung
Friedrichshain-Kreuzberg fragt nach einem ominösen Kampfsporttraining,
dass seit einem Jahr jeden Mittwoch ab 18 Uhr in der Turnhalle der Lasker-Realschule
stattfiden soll. Rechtsoffene Personen, die sich zu Hooligan-Gruppen wie
Lichtenberger-Dynamo-Crew, Riot Sport oder Kameradschaft Friedrichshain
zusammengefunden haben sollen dort ungestört trainieren. Fussball
spielen sie in jedem Fall nicht.
>>> Kleine
Anfrage
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NS-Verherrlichung
Stoppen!
frühling,
sommer, herbst und nazis
Wunsiedel - für viele mittlerweile Synonym für den hier alljährlich
geplanten Rudolf-Hess-Gedenkmarsch. 2000 AntifaschistInnen kamen 2004
zu einem Antifaschistischen Aktionstag zusammen - den Nazis war der Aufmarsch
wenige Tage zuvor verboten worden. Sie irrten an diesem Tag hauptsächlich
auf verschiedenen Autobahnen umher, marschierten jeweils mit einigen hundert
Leuten in verschiedenen Orten, wie z.B. Nürnberg, Peine oder Berlin.
Einen zentralen Rudolf-Hess-Marsch wie in den Jahren zuvor mit bis zu
4800 Alt- und Neonazis hat es auch 2006 nicht gegeben.
Nicht nur der Rudolf-Hess-Marsch ist ein festes Datum im Terminkalender
der Alt- und Neonazis. Die Kampagne NS-Verherrlichung stoppen! richtet
sich darüber hinaus gegen weitere jährlich wiederkehrende Anlässe,
an denen Nazis versuchen Großaufmärsche zu etablieren oder
nationalsozialistisches Gedenken zu zelebrieren.
In Dresden ziehen seit 1998 jedes Jahr im Februar Neonazis durch die Stadt.
Anlass ist die Bombardierung durch die Alliierten. Hier wird ein Opfermythos
gefeiert, mit dem die Deutschen als Opfer des Krieges dargestellt werden.
Die Toten des Bombardements werden aufgerechnet gegen die Toten der nationalsozialistischen
Vernichtung. Damit sollen die Verbrechen des Nationalsozialismus relativiert
werden.
In Mittenwald lädt der Kreis der Gebirgsjäger alljährlich
zum Pfingsttreffen ein. Am Ehrenmal der Gebirgsjäger wird der eigenen
Toten aus dem Zweiten Weltkrieg gedacht. Dabei werden Verbrechen von Teilen
der Gebirgsjäger im Nationalsozialismus verschwiegen und Verbindungen
wie solche zur SS geleugnet. Besonders deutlich wird in Mittenwald, welche
Kontinuitäten noch immer zwischen dem Nationalsozialismus und der
heutigen Gesellschaft existieren.
In Halbe versuchen Neonazis seit Jahren im November zum Volkstrauertag
und im März zum NS-Volkstrauertag ihrer angeblichen Helden zu gedenken.
Auf dem größten Soldatenfriedhof in Deutschland sind etwa 22.000
Wehrmachtssoldaten und Angehörige der Waffen-SS begraben, die im
Frühjahr 1945 bei einer der letzten Kesselschlachten des Zweiten
Weltkrieges starben. Unter dem Motto "Ruhm und Ehre dem deutschen
Frontsoldaten" werden sie von den Nazis zu Helden stilisiert.
Diese Ereignisse stehen beispielhaft für die Verherrlichung des Nationalsozialismus,
für die Verdrehung und Relativierung der deutschen Geschichte. Die
Kampagne NS-Verherrlichung stoppen! hat es sich zur Aufgabe gemacht, nicht
nur den Rudolf-Hess-Gedenkmarsch in Wunsiedel zu thematisieren, sondern
die Verbindungen zwischen diesen Ereignissen aufzuzeigen. Neben inhaltlichen
Parallelen, ist es die Gemeinsamkeit des Großereignisses, durch
die eine nationalsozialistische Erlebniswelt mit einer besonderen Anziehungskraft
geschaffen werden soll.
Dem stellen wir uns entgegen - egal ob im
Frühjahr, Sommer, Herbst oder Winter!
Dresden: 13./14.
Februar 2009 Naziaufmärsche kritisch begleiten!
infos unter: nazis-blockieren.tk
Halbe: 15. März
2008 antifaschistische aktionen im brandenburgischen Halbe
infos unter: www.redhalbe.de.vu
oder inforiot.de/halbe
Mittenwald: Gegen
das Gebirgsjägertreffen in mittenwald
infos unter: www.nadir.org/mittenwald
und mittenwald.blogsport.de
Wunsiedel: 18. august
2008
infos unter: www.ns-verherrlichung-stoppen.tk
und nsverherrlichungstoppen.blogsport.de
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Nazis in den Parlamenten:
Aufklärungskampagne
Wie ihr sicherlich mitbekommen
habt, sitzen seit den Wahlen zu den BVVs im September 2006 in 5 Berliner
BVVs Mitglieder der NPD, DVU bzw. der Republikaner. Kurz nach den Wahlen
haben sich mehrere antifaschistisch engagierte Personen zu einem Projekt
zusammengeschlossen, welches sich „Nazis in den Parlamenten“
(NiP) nennt. Ziel dieses Projektes ist die kontinuierliche, kritische
Dokumentation der Aktivitäten von Nazis in den Parlamenten, aber
auch die Schaffung eines Netzwerkes, welches sich überregional mit
den Nazis und ihrer Arbeit in Parlamenten allgemein beschäftigt.
NiP- Projekte gibt es momentan in Sachsen und Berlin.
Für das Berliner NiP- Projekt wurde unter www.nip-berlin.de
eine Internetseite initiiert, welche von nun an regelmäßig
aktualisiert wird. Auf dieser Seite werden die jeweiligen Nazis aus den
einzelnen BVVs vorgestellt und die verschiedenen Sitzungen durch Berichte
begleitet und analysiert. Außerdem wird geguckt, wie die Nazis im
außerparlamentarischen Bereich agieren. Zusätzlich gibt es
allgemeine Informationen zu NPD, DVU und den Republikanern, sowie ein
umfangreiches Glossar.
Was tun wenn die
NPD vor der eigenen Schule Material verteilt
Für die kommenden Wochen hat die NPD
angekündigt ihre Schülerzeitung, die "Brennessel"
vor Berliner und Brandenburger Schulen zu verteilen. Wie kann man das
am besten verhindern? Ein Beispiel aus Mecklenburg-Vorpommern zeigt, dass
Euer Protest das effektivste Mittel ist. Steht die NPD mit einem Infotisch
vor Eurer Schule, könnt Ihr andere SchülerInnen, am besten Eure
Freunde oder Geschwister dazu auffordern mit Euch zusammen dem Stand der
NPD auf die Pelle zu rücken. Das soll nicht heißen, dass Ihr
die körperliche Konfrontation mit der NPD suchen sollt, ganz im Gegenteil.
Schützt Euch selbst und andere! Blockiert den Stand in dem Ihr Euch
einfach dort hinstellt und "Nazis raus" ruft oder "Haut
ab". Ihr könnt natürlich auch so viel Infomaterial der
NPD einsammeln wie Ihr wollt und es in die nächstgelegene Mülltonne
verfrachten. Ist alles nicht verboten und es stärkt das Gefühl,
dass Ihr nicht allein gegenüber den Nazis seid. Wenn Ihr viele seid,
die laut rumschreien und der NPD das Gefühl geben, dass sie nicht
erwünscht ist, wird Eure Schule sicher in Zukunft von der NPD verschont
bleiben.
>>> Nazis
in den Parlamenten
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Repression gegen Linke
Terroristenparagraph 129a ermöglicht Einblick
in Strukturen.
Am 19.6.2007 gab es in Berlin Razzien gegen
linke Aktivisten. Diese wurden auf Grundlage des fadenscheinigen Paragraphen
129a ("Bildung einer terroristischen Vereinigung") durchgeführt.
Sie stehen offiziell im Zusammenhang mit Hausdurchsuchungen in Norddeutschland,
die in der Woche zuvor stattfanden. Allen Betroffenen wird vorgeworfen
für mehrere Brandanschläge verantwortlich zu sein. - Wir hingegen
sehen den Vorwurf "Bildung einer terroristischen Vereinigung"
in einem politischen Focus: Die Bundesanwaltschaft versucht mit spektakulären
Ermittlungen eine linke Gefahr zu suggerieren, um die innere Aufrüstung
zu rechtfertigen. Das staatlich inszenierte, linke Bedrohungsszenario
soll zudem die in die Kritik geratenen Grundrechts- verletzungen, die
im Zuge der Repression gegen die globalisierungskritischen Proteste begangen
wurden, nachträglich rechtfertigen. Insofern sehen wir das eingeleitete
Verfahren auch im Zusammenhang mit den im Vorfeld der G8 Proteste eingeleiteten
§129a Verfahren und der staatlichen Repression gegen die Gipfelproteste
im Allgemeinen. In Berlin gab es im August weitere Durchsuchungen und
auch diesmal Festnahmen im Zusammenhang mit einem 129a- Verfahren gegen
vermeintliche Mitglieder der Militanten Gruppe. Die Festgenommen wurden
wieder auf freien Fuss gesetzt, nachdem der Bundesgerichtshof entschied,
dass Brandstiftung nicht automatisch Terrorismus ist.
>>> Soligruppe
Berlin >>> MG-Verfahren
>>>
Militante Kampagne gegen den G8 |