19. August 2010: "Pro Berlin" eröffnet Hauptsitz
9 Uhr Kundgebung Allee der Kosmonauten 28/ 28a

Auch wenn sich jetzt der vollmundig angekündigte Umzug von Pro Deutschland nach Berlin und die Suche nach einem repräsentativen Objekt mit ca. 400 m² Fläche in zentraler Lage als Flopp herausgestellt hat, werden wir Rassist_innen entgegentreten, egal wo sie sich in Berlin verkriechen.
Begnügen muss sich Pro Deutschland derzeit mit 3 kleinen Räumen, insgesamt ca. 70 m² Fläche in
der Nähe des S-Bahnhofes Springpfuhl im Gewerbe- und Industriegebiet an der Allee der Kosmonauten 28. Dieses gehört der Bau- und Bauland GmbH, für die die DIBAG Industriebau AG mit Sitz in München als Vermittlerin agiert. Ob die Wahl dieses Objekt mit der fehlenden finanziellen Unterstützung von Patrick Brinkmann zusammenhängt oder Ergebnis der Proteste gegen deren Bundesparteitag vom 17. Juli ist, bleibt offen. Möglich erscheint beides. Nach bestätigten Informationen ist die Anmietung der Räume schon vor Wochen von Manfred Rouhs, Bundesvorsitzendem von Pro Deutschland, privat erfolgt. Über eine Untervermietung an Pro Deutschland soll jetzt die Eröffnung eines Büros erfolgen. Diese Vorgehensweise zur Verschleierung des wirklichen Mieters ist nicht neu. Ob hierbei eine arglistige Täuschung vorliegt, prüfen derzeit die Jurist_innen der DIBAG Industriebau AG, die nach Aussagen aus der Zweigstelle Berlin auch eine Kündigung des Mietvertrages erwägen.
Das Berliner Bündnis gegen Rassist_innen und sogenannte Rechtspopulist_innen wird das Ergebnis
dieser Prüfung nicht abwarten und ruft zu Protesten vor dem Eingang der Allee der Kosmonauten 28 am 19. August ab 09.00 Uhr auf.
Trotz der kurzfristigen Mobilisierung werden wir dieser Büroeröffnung nicht untätig zusehen, egal wie lange Pro Deutschland dort Mieterin bleibt. Auch die geplante Veranstaltung am 26. August an selbigem Ort mit Prof. Dr. Menno Aden, Vorsitzender der Staats- und Wirtschaftspolitischen Gesellschaft (SWG)‘ mit dem Thema „Deutscher Patriotismus im heutigen Europa“ bleibt in unserem Fokus. Selbigen Vortrag hielt Aden schon im vergangenen Jahr beim 17. Berliner Kolleg‘ des Institutes für Staatspolitik (IfS), welches der Neuen Rechten zugeordnet wird. Querverbindungen bzw. die Zusammenarbeit des SWG lassen sich auch mit der Internationalen Gesellschaft für Menschenrechte (IGfM), der Neuen Freiheit, Burschenschaften, dem Studienzentrum Weikersheim und weiteren Organisationen, Medien und Einzelpersonen vom rechtskonservativen bis zum Spektrum der Neuen Rechten nachweisen. Bekannt geworden ist die SWG u.a. 2008 durch die Auseinandersetzung um die Einladung von Wjatscheslaw Daschitschew, der nicht nur bei der NPD, der DVU-nahen National Zeitung und der Gesellschaft für freie Publizistik herzlich willkommen ist sowie im Vorstand des rechtsextremen Netzwerk Kontinent Europa Stiftung sitzt. Auch hier wird deutlich, in welcher Grauzone zwischen Rechtskonservatismus und Nazis Pro Deutschland zu verorten ist.
Deshalb sagen wir NEIN zu einem „Hauptstadtbüro“ von Pro Deutschland. Rassist_innen und sogenannte Rechtspopulist_innen sind in Berlin nicht willkommen! Wir rufen alle Bürgermeister_innen der Berliner Bezirke dazu auf, sich diesem Aufruf und dem Bündnis anzuschliessen und zu einer Sensibilisierung von privaten Vermieter_innen im Umgang mit den Methoden von Rassist_innen, Nazis und sogenannten Rechtspopulist_innen bei der Anmietung von Räumlichkeiten beizutragen.
Neben dem Protestaufruf für den 19. August ruft das Bündnis auch zu einem entschiedenen Protest
gegen den geplanten Besuch des niederländischen „Rechtspopulisten“ Geert Wilders auf Einladung
von Pax Europa und Politically Incorrect in Berlin am 02. Oktober auf. Das erste Vorbereitungstreffen des Bündnisses für diese Proteste wird am 30. August 2010 um 18.30 Uhr im
Cafe Interkulturell, Geßlerstraße 11 in Schöneberg stattfinden.

>>> rechtspopulismusstoppen.blogsport.de + ND "Antiislamische Zentrale in Marzahn"

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Biermeile 2010 - Kurzauswertung
Es bleibt was es ist: Ein deutsches Sauf-Fest mit Tendenzen zur No-Go-Area

Ein alljährliches Ärgernis feiert 14. Jahrestag: Das "internationale Bierfestival" kurz "Biermeile" hat vom 6.-8. August vom Frankfurter Tor bis Strausberger Platz stattgefunden. Durch kontinuierlichen Druck konnte schon Monate vorher am Runden Tisch mit dem Veranstalter, Secruity, Ordnungsamt und AnwohnerInnen zumindest einige Probleme thematisiert werden. Das geringe Resultat dieser Bemühungen war eine Schulung für einige Secruity-Mitarbeiter, damit die rechte Symbole zumindest erkennen. Die Polizei war sensibilisiert und hat sich zumindest bemüht die strafrechtlich relevanten ("verfassungsfeindliche Symbole/Äußerungen") Erscheinungen einzudämmen, schnell einzuschreiten und Präsenz zu zeigen. Die Ini-Gegen-Rechts hat wie in den letzten Jahren wieder erfolgreich ihren Infostand am Samstag für einige Stunden durchgeführt und massenhaft Flyer verteilt. Aber: Das "Internationale Bierfestival" bleibt eine nationale Veranstaltung, auf der kulturell geboten wird, was der klassische deutsche Mann mag und trinkt. Dass sich da Neonazis (ob nun mit eindeutiger rechter Symbolik oder ohne) und Alltagsrassisten tummeln und zu später Stunde immer agressiver werden, ist logisch, aber nicht hinnehmbar.

Mehr oder weniger eindeutig rechte Symbolik auf der Biermeile (Shirts, Tattoos, Anhänger, Aufnäher): „Krawallbrüder – Arrogant und Assozial“, Thor-Steinar, Erik & Sons "Weisse Wölfe", Hammerskin, Schwarze Sonne, Triskele, Reichsadler, Eisernes Kreuz, Thorhammer, White Power, "Totenkorps", "alle gegen alle - sportfrei", "Geil auf Gewalt - Sportfrei" Shirts, "Bierschwitz", Anti-Antifa-Button, diverse Runen, Odin, "Odin statt Jesus", "Opa war in Ordnung", Hitler- und Himmlerkonterfei, „Africa we are back – euer Hass ist unser Stolz“, Artgemeinschaft, Lunikofverschwörung, Endstufe, Einherjer, Burzum, "Stahlgewitter - Die BRD ist uns völlig gleich, unsere Heimat ist das Deutsche Reich", "Die braunen Stadtmusikanten - Volkstümliche Heimatmusik", "Berliner Härte", „White Aryan Rebels“, „Too white 4 you“, „welcome to the no-go-area“, „Jesus ging übers Feuer – Ich geh über Leichen!“, Walhalla-Germany, "Freßt keine Döner", Ulitmathule, Heimatschutz Ostdeutschland, Good Night Left Side, "Germania Deutsches Blut", "blood for blood german hadcore", "Ich bin stolz ein Deutscher zu sein", "Deutsch - Stolz - Treue - Eure Galgen werden schon gezimmert"

>>> Artikel: Neues Deutschland Bilder: Flickr
>>> Berichte der letzten Jahre: 2009, 2008, 2005, 2004, 2003

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Veranstaltungsreihe im Offenen Antifa Cafe

19.08.2010 Offenes Antifa Cafe zur "Tragödie der Provinz"
19 Uhr im Vetomat (Scharnweberstr. 35)

Film »Die Tragödie der Provinz. Neonazis und Zivilgesellschaft im. Vogtland« (Dokumentarfilm von Maik Baumgärtner und Ralf Zimmermann, 2010). Das Vogtland, ein Gebiet, das Teile der Bundesländer Bayern, Thüringen und Sachsen umfasst, ist nicht besonders bekannt. Noch heute leben die Städte in der Region vom Ruf längst vergangener Zeiten. Viel ist vom alten Glanz der einstmals durch Industrie und Kultur geprägten Gegend nicht übrig geblieben. Im thüringischen und sächsischen Vogtland existieren nationalistische und demokratiefeindliche Strukturen, die es geschafft haben, Angsträume für Andersdenkende zu etablieren. Menschen, die sich gegen Neonazis engagieren, sehen sich oft mit einer erkenntnisresistenten Öffentlichkeit konfrontiert. Die Angst, Opfer rechter Gewalt zu werden, gehört für viele zum Alltag. Grund genug für uns einmal genauer hinzuschauen und die Menschen vor Ort zu Wort kommen zu lassen. Wie immer mit VoKü und Infotisch.

Offenes Antifa Cafe ?

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August 2010: Aktion gegen Übergriffe im Volkspark
Infotafeln zu homophoben Angriffen

Nachdem sich in den letzten Wochen homophobe und rassistische Angriffe im Volkspark Friedrichshain häuften , wurden Informationstafeln für die BesucherInnen des Parks aufgehangen.

In den letzten Monaten kam es, wie in den Jahren zuvor, hier im Volkspark Friedrichshain immer wieder zu rassistischen und homophoben Übergriffen. Die Übergriffe gehen nicht ausschließlich von Neonazis aus, sondern auch vom normalen Sauf- und Partypublikum. Dies zeigt deutlich, dass rassistische und homophobe Vorurteile immer noch tief in unserer Gesellschaft verankert sind. Der Rassismus ist der gleiche, egal von wem er ausgeübt wird. Auch das Ausleben der Vorurteile unterscheidet sich nicht von den Aktionen der Neonazis. Jedoch werden in der Öffentlichkeit die Übergriffe von Alltagsrassisten als „unpolitische Schlägereien“ dargestellt. Schreitet ein, helft Betroffenen und lasst es nicht einfach geschehen! Der Friedrichshain darf kein Angstraum werden für Menschen, die nicht dem angepassten deutschen Mainstream entsprechen!
09.07.2010: Gesichtsverletzungen erlitt ein Jugendlicher bei einem Angriff im Volkspark Friedrichshain. Der 16-Jährige saß auf einer Parkbank, als ein Mann aus einer Gruppe heraus auf ihn zutrat, ihn wegen seiner Hautfarbe beleidigte und aus etwa einem Meter mit einer Schreckschusswaffe auf ihn schoss. Er musste mit Gesichtsverletzungen im Krankenhaus behandelt werden. Der geständige 18jährige Täter wurde am 15. Juli 2010 festgenommen.
26.06.2010: Innerhalb von zehn Minuten ist es in der Nacht im Volkspark Friedrichshain zu Angriffen auf vier Männer gekommen. Alle gaben unabhängig voneinander an, aus einer Personengruppe heraus gefragt worden zu sein, ob sie homosexuell seien. Bevor die Männer antworten konnten, wurden sie von den vier Tätern geschlagen und getreten und erlitten hierdurch leichte Verletzungen.
12.06.2010: Vier junge Neoazis (Autonome Nationalisten) rufen zwischen dem Skatergelände und dem Volleyballplatz im Volkspark Friedrichshain rechte Parolen. Die zahlreichen ParkbesucherInnen registrieren das Geschehen, schreiten aber nicht ein.
06.07.2009: Ein 45-Jähriger wird am Abend in Volkspark Friedrichshain angegriffen. Gegen 18 Uhr 15 hatte ein Unbekannter den Mann ohne vorherigen Anlass mit den Worten „Du schwule Sau“ beleidigt und ihm mit einem Stein gegen den Kopf geschlagen. Der Täter flüchtete anschließend unerkannt. Der 45-Jährige erlitt leichte Verletzungen.

>>> Kopiervorlage des Plakats + Flyer "be yourself" + Maneo Mahnwache (2.7.2010)

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17.September 2010: Nazis auf die Pelle rücken
Antifa-Demo 18 Uhr U-Bhf. Osloer Str.

Der Wedding- Stadtteil und Mythos mitten in Berlin. Als sozialer Brennpunkt, „Hort der Kriminalität“ und Projektionsfläche rassistischer Ängste vor einer vermeintlichen Überfremdung durch „den Islam“, ist er im Bewusstsein der Stadtbewohner_innen allgegenwärtig.
Für das Jahr 2009 wurden nach offiziellen Statistiken mindestens neun rechte und rassistische Angriffe verübt- ein berlinweiter Platz zwei! Die Gewalt eskalierte bis hin zu einem Mordversuch durch zwei Neonazis im U-Bahnhof Rehberge an Personen mit iranischem Migrationshintergrund am 19. September 2009. Rechter Straßenterror und Alltagsrassismus – sie gehören durchaus zum Alltag im Wedding. Ob rassistische Kolonialromantik anhand der Straßennamen des „Afrikanischen Viertels“ oder die ganz praktische Einschüchterung von Mitgliedern der afrikanischen Community in der Sprengelstraße durch Drohbriefe im rechten Online-Portal Altermedia: Rassismus und Neonazis bleiben hier präsent. [weiterlesen]

>>> aufdiepelleruecken.blogsport.de

28.08.2010: Kein Kiez für Nazis!
Kundgebung: Weißensee 14 Uhr | Mahlerstr./Bizetstr.
Seit Mai häufen sich in Weißensee rechte Sprühereien, Pöbeleien und Übergriffe. Viele der Provokationen richten sich auch maßgeblich gegen den Jugendclub Bunte Kuh e.V. und das Kultur- und Bildungszentrum (KUBIZ) in Weißensee. Aus diesem Anlass veranstalten verschiedene Initiativen am 28. August eine Kundgebung gegen die Neonazipräsenz der letzten Monate. Aufruf

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25. September 2010: Wake Up Potsdam
Antifa-Demo 15 Uhr Hauptbahnhof Potsdam

Fünf Jahre sind seit dem „summer of hate“, wie er einst von Potsdamer Neonazis ausgerufen wurde, vergangen. Fünf Jahre in denen sich bis heute eine „neue“ Generation von Neonazis in der Landeshauptstadt zusammenfinden, organisieren und etablieren konnte.
Die Serie von rechtsradikalen Gewalttaten und Propagandadelikten im Sommer 2005, nahm ihren traurigen Höhepunkt in der Nacht zum 3. Juli im sogenannten „Tram-Überfall“. Damals griff eine ca. 20-köpfige Neonazigruppe zwei Student_innen aus einer Straßenbahn heraus an und verletzte diese lebensgefährlich. Dies führte zur Verurteilung und Inhaftierung führender Potsdamer Neonazis und somit zur zeitweisen Schwächung der lokalen Neonaziszene.
Die hierdurch entstandene Lücke wussten jedoch die „Freie Kräfte Potsdam“, eine noch im selben Jahr gegründete rechtsradikale Gruppierung, zu füllen. Diese formten von da an die mehr oder weniger organisierte rechte Struktur in Potsdam. >>> Ganzer Aufruf

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17. Juli : Bundesparteitag von "Pro Deutschland" in Schöneberg gestört!
2000 Blockierer bereiten Parteitag von 50 Rechtspopulisten Schwierigkeiten

Aufgrund der Entschlossenheit der Proteste von bis zu 2.000 antifaschistischen Bürgerinnen und Bürgern gelangten lediglich etwa 50 Anhänger von „Pro-Deutschland“ in ihren Versammlungsraum im Rathaus-Schöneberg. Durch wiederholte Blockaden wurde der Ablauf so verzögert, dass bereits eine große Anzahl von Pro-Deutschland-Mitgliedern den Parteitag frühzeitig wieder verließ.
Trotz der teils massiven Gewalt durch die Polizei haben sich die DemonstrantInnen nicht einschüchtern lassen und versucht das Rathaus an mehreren Stellen zu blockieren. Der Tag begann vielversprechend und ließ hoffen, dass der Bundesparteitag gänzlich verhindert werden könne. Bereits um 13.30 Uhr formierte sich die erste Sitzblockade in der Salzburger Straße / Badensche Straße, als ca. zehn Mitglieder von „Pro Deutschland“ geschützt durch Polizeibeamte aus einem nahegelegenen Cafe ins Rathaus gebracht werden sollten. Die Polizei versuchte die Blockade erfolglos durch den unverhältnismäßigen Einsatz von Gewalt zu räumen. Bei dieser Polizeiaktion wurden mehrere DemonstrantInnen durch den Einsatz von Pfefferspray in die Augen verletzt. Auch Mitglieder des türkischen schwul-lesbischen Vereins Gladt e.V. wurde in den Bauchraum getreten und erlitt dabei Prellungen. Nachdem die Polizei den Weg für die Mitglieder von Pro Deutschland nicht freigeprügelt bekam, mussten diese letztlich in einem Einsatzwagen zum Veranstaltungsort oder andere durch einen Nebeneingang, dem Zugang zum Standesamt gebracht werden. Auf diesem Wege flüchteten sie nach Ende der Veranstaltung auch wieder.
Im Verlauf folgten weitere Blockaden vor den vier Eingängen des Rathauses. Der zivile Ungehorsam konnte aber nicht verhindern, dass schließlich doch etwa dreißig weitere AnhängerInnen von Pro Deutschland in den Versammlungsraum gelangten, da die Polizei diesen immer wieder mit brachialer Gewalt den Weg frei räumte. Trotzallem begann der Bundesparteitag in Anwesenheit des Vorsitzenden Markus Rouhs, Lars Seidensticker und Patrick Brinkmann wegen dieser Proteste mit großer Verspätung. Ein groß aus Köln angekündigter Bus kam erst um 17 Uhr in Schöneberg mit neun Insassen an. Auch für sie wurde der Weg frei geprügelt.
Wie schon bei ähnlichen Kundgebungen zur Verhinderung von Naziveranstaltungen wurden auch hier Personen wegen des Aufrufes zu friedlichen Blockaden von der Polizei rigoros festgenommen. So auch ein Mitglied des Landesvorstandes der Berliner VVN-BdA. Im Laufe des Tages wurden ca. 5-6 Personen festgenommen und mehrere Personen verletzt.

Kein schlechter Anfang für den Widerstand gegen "pro" in Berlin.

>>> Berichte (1, 2, 3, 4, 5)Fotos (1, 2, 3, 4, 5, 6) Videos (1, 2) Presse (DDP, Taz, Taz2, Taz3, Taz4, Neues Deutschland, Tagesspiegel, Berliner Zeitung, RBB-Abendschau, 3Sat-Kulturzeit, Junge Welt, Jüdische Allgemeine, Störungsmelder, Endstation Rechts, Netz gegen Nazis, Scharf-Links, Morgenpost, Berliner Kurier, BZ-Berlin, Märkische Oderzeitung, Hamburger Abendblatt, Neue Rheinische Zeitung, DerStandard, EpochTimes, Haberler, Hurriyet, Frifagbevegelse.no, Harakah Daily, Krapuul, Anti-Fascistisch Front / Verzet

>>> VVN Berlin & Rechtspopulismus stoppen!

Termine
- 05.07.2010, 19:00, Rathaus Schöneberg (John-F.-Kennedy-Platz) „Was will Pro Deutschland?“ Veranstaltet von Bündnis 90, Die Grünen
- 15.07.2010, 16:00, vor dem Rathaus Schöneberg, Gemeinsames Transpimalen, für den 17.07.
- 15.07.2010, 18:00, WEISSE ROSE (Martin-Luther-Straße 77, Wartburgplatz - nahe Rathaus Schöneberg), Infoveranstaltung zu Pro Berlin und den Gegenaktionen am 17.07.
- 17.07.2010, ab 12:00, rund um das Rathaus Schöneberg Kundgebungen gegen Pro-Deutschland

ZeugInnenaufruf: 17.07. Massive Polizeigewalt bei Protesten gegen "Pro-Deutschland" in Berlin
Bündnis will politische und juristische Aufarbeitung

Im Nachgang an die Proteste gegen den Parteitag von "Pro-Deutschland" wurde eine Vielzahl von Fällen von Polizeigewalt und überzogener Einschränkung unseres Demonstrationsrechts durch die Polizei am 17. Juli in Berlin-Schöneberg bekannt. So drangsalierte die Polizeiführung vor Ort die AnmelderInnen der Kundgebungen um das Rathaus mit immer neuen Auflagen, verhaftete einen Redner von der Hauptbühne und drohte mit weiteren Verhaftungen von RednerInnen und Anmeldern. Außerdem versuchte die Polizei gegen 17.30 Uhr die frühzeitige Auflösung der Kundgebungen zu erwirken. Insgesamt sind 6 Personen festgenommen worden.
Bei den angekündigten und friedlichen Sitzblockaden rund um das Rathaus wurden mehrere Menschen durch die Polizei schwer verletzt, aber nicht verhaftet. "Der unmittelbare Zwang" (Polizeisprech) hat zum teil langfristige physische und psychische Folgen für die Betroffenen, auch wenn keine strafrechtlichen Konsequenzen für sie zu erwarten sind. Das Bündnis strebt eine genaue juristische Aufarbeitung und öffentliche Thematisierung des Polizeieinsatzes am 17. Juni an. Dafür sind wir auf ZeugInnen/FotografInnen angewiesen, die Polizeigewalt/Festnahmen beobachtet/fotografiert haben oder selber betroffen waren. Bitte melden sie sich unter prosolidaritaet(at)web.de


>>>
Sellungnahme zur Polizeistrategie am 17.07. und zur Verhinderung einer Putzaktion im Rathaus Schöneberg, Pressemitteilung des Bündnis am 17.07., Der unmittelbare Zwang (Taz vom 20.07.)

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26. Juni 2010: Kundgebung beim Landesparteitag der SPD Residenzpflicht abschaffen!
8.30 Uhr Berliner Kongresszentrum am Alexanderplatz

Die Residenzpflicht für Flüchtlinge in der Bundesrepublik stellt eine der weitreichendsten Schikanen im Rahmen des Aufenthalts- und Asylverfahrensgesetzes dar. Sie besagt, dass sich Flüchtlinge nur in ihren Landkreis aufhalten dürfen. Diese Verpflichtung wird mit der angeblichen Notwendigkeit begründet, jederzeit für die involvierten Behörden greifbar sein zu müssen. Defacto bedeutet sie für Flüchtlinge, über Jahre an Bewegungsfreiheit gehindert zu werden und sich immer wieder der demütigenden Prozedur der Beantragung eines sogenannten „Urlaubsscheines“ unterwerfen zu müssen, wenn sie ihren Landkreis verlassen wollen. Die Bewilligung ist völlig von der Willkür der zuständigen Ausländerbehörde abhängig.
Wer sich das Recht auf spontane Ausflüge, auf unkontrollierte Besuche bei AnwältInnen und Beratungsstellen, auf freie politische Betätigung bundesweit und überhaupt auf Bewegung ohne Genehmigung nicht nehmen lassen will, oder wer keine Verlassenserlaubnis bekommt, aber trotzdem fährt, lebt in ständiger Angst vor Polizeikontrollen und der anschließenden strafrechtlichen Verfolgung. Keine andere Ordnungswidrigkeit wird bei Wiederholung eine Straftat – keine Straftat könnte gesamtgesellschaftlich lächerlicher, individuell aber verheerender sein. Flüchtlinge haben kein Bargeld für Geldbußen und dürfen nicht „kriminell“ sein, wenn sie einen dauerhaften Aufenthalt wollen. Durch die Residenzpflicht schafft sich der Staat seine Abschiebegründe und rassistisch interpretierbare Kriminalitätsstatistiken selbst!
In Berlin und Brandenburg brüsteten sich SPD und Linkspartei 2009 in ihren Koalitionsverträgen mit einer antirassistischen Ausrichtung rot-roter Bündnisse: Die Residenzpflicht werde abgeschafft, zumindest zwischen den beiden Bundesländern, hieß es vollmundig. Ein halbes Jahr später wird nun zurückgerudert und das auch noch als Erfolg verkauft. Während Brandenburg immerhin ankündigt, intern die Residenzpflichtkreise aufzuheben und die Flüchtlinge sich ab Juli hoffentlich wenigstens von Kunersdorf bis Potsdam frei bewegen können, verschanzt sich der zuständige Berliner Innensenator Körting hinter ominösen Vorbehalten aus dem schwarz-gelben Bundesinnenministerium, die es zu prüfen und zu prüfen und noch einmal zu prüfen gelte. Unterdessen laufen weiter Verfahren gegen Flüchtlinge wegen Residenzpflichtverstößen. Nicht einmal die Strafverfolgung wird bislang ausgesetzt. Obendrein verlangt ausgerechnet die Berliner Ausländerbehörde für einen „Urlaubsschein“ auch noch 10 € Gebühren.

>>> Chipkarten-Ini

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1. Mai 2010: Nazis erfolgreich blockiert!
Massenblockaden gegen Aufmarsch

Über 10.000 Menschen folgten dem Aufruf des Bündnisses "1. Mai-Nazifrei" und stoppten nach wenigen hundert Metern einen Aufmarsch von 600 Neonazis durch Sitzblockaden in alle Richtungen. Das Bündnis aus Initiativen und Vereinen, Gewerkschaften, Parteien, antifaschistischen Gruppen sowie Jugend- und Studierendenverbänden hatte seit Monaten zur Blockade des Naziaufmarschs aufgerufen. Dazu fanden in Berlin etliche Veranstaltungen statt, es wurden drei Blockadetrainings durchgeführt und es gab lauwarme Debatten, ob eine Blockade eine Straftat ist. Das Blockadekonzept des Bündnisses am 1.Mai ist aufgegangen. An strategisch wichtigen Stellen wurden frühzeitig Blockadepunkte errichtet, wo AnwohnerInnen und NachzüglerInnen hinzustoßen konnten. So füllten sich die Blockaden stetig. Der Versuch den Prenzlauer Berg kompeltt durch die Polizei abzuriegeln hat also nicht geklappt - nur ein kleines Carré stand den Neonazis zur Verfügung.
Die Blockade der Bornholmer Straße ist durch 200 Personen zunächst geglückt, wurde dann aber von der Polizei brutal geräumt. Andere, die später hinzustoßen wollten, sind an der hermetischen Abriegelung durch sog. Hamburger Gitter und dem Einsatz von Pfefferspray und Schlagstock gescheitert. Ein Politiker-Mob um Wolfgang Thierse versuchte es erneut und scheiterte ebenfalls an der Polizeitaktik die Neonazis wenigstens einmal die Bornholmer runterlaufen zu lassen.

Die Nazis
Die Neonazis hatten monatelang aufwendig bundesweit für ihren Aufmarsch mobilisiert und andere Events dafür sausen lassen. In Berlin starteten sie eine aktionistische Kampagne gegen linke Lokalitäten und Hausprojekte, sorgten mit Sprühereien und Flashmobs für Aufmerksamkeit im Regierungsviertel und führten Schulungsveranstaltungen und Demotrainings im Brandenburger Wald durch. Doch die Massen aus dem Bundesgebiet und auch die Berliner Anhänger der NPD blieben aufgrund anderer Verpflichtungen aus. Und dann auch das noch: Ein ausgeklügeltes System zur Anfahrt zur Bornholmer scheiterte u.a. an der Unregelmäßigkeit der S-Bahn. Gegen 13 Uhr überraschten ca. 300 Neonazis die Polizei am S-Bhf Halensee, in dem sie aus der S-Bahn, mit der sie in den Prenzlauer Berg fahren sollten, ausstiegen und nach dem sie die anwesenden PolizistInnen mit Flaschen und ähnlichem beworfen hatten, unangemeldet und quasi ohne Polizeibegleitung vom S-Bhf Halensee auf dem Ku'damm ca. 1,5 Km zum Olivaer Platz marschierten. Alle wurden festgenommen und sind nie an der Bornholmer Straße angekommen. Am Abend sammelte sich eine größere Anzahl in der Kneipe "Zum Henker" in Schöneweide. Das wars dann wohl mit dem 1.Mai in der "Reichshauptstadt.

Fazit
Auch in Berlin ist es möglich tatsächlich "breite" Bündnisse zu schließen, die Ausstrahlungskraft haben und nicht nur auf dem Papier zusammenarbeiten. Offensichtlich ist das Konzept der friedlichen Massenblockade, die sich nicht provozieren läßt aber dennoch ein Ziel bestimmt verfolgt, aufgegangen. Grund dafür dürften die transparente Vorbereitung, die gute Struktur bei den Blockaden, der Aktions-Konsens und vor allem die BerlinerInnen sein, die sich nicht vor jedem Bullen oder Innensenator hinknien und um die Einschränkung der Grundrechte plädieren.
Auffällig war die heterogene Zusammensetzung der Blockaden. Unter den BlockierInnen waren nicht nur die üblichen Verdächtigen aus den libertären Kreisen Berlins und aus den Verbänden/Parteien sondern auch viele MigrantInnen, Schwule/Lesben/Trans-Menschen, RollstuhlfahrerInnen, viele Kinder mit ihren Eltern und SeniorInnen, die sich, mit dem "Aktions-Konsens" im Gepäck, trauten gemeinsam zu blockieren ohne auf die Pressehetze zu hören. Schön ist das auch, weil es zeigt, dass "die Leute" u.a. Politiker und Stars ersten Ranges in kauf nehmen Probleme mit der Polizei zu kriegen und Gewalt zu erfahren. Die Hoffnung von Innensenator Körting mit einer absurden Grundrechte-Debatte (die sollen ja auch für Nazis gelten) in gute (das geschriebene Wort) und schlechte Antifas (die aktiven Blockierer) zu trennen ist nicht aufgegangen. Dass es viele nicht hinnehmen, dass Neonazis demonstrieren dürfen, ist gerade ein Ausdruck der Wahrnehmung vom Grundrecht auf Protest. Keiner der BlockiererInnen will, dass das Versammlungsrecht weiter eingeschränkt wird oder die Grundrechte aller durch eine Blockade in Frage gestellt werden - der Staat soll sich vielmehr aus dieser Angelegenheit raushalten. Dass die Leute Blessuren und stressige Blockaden dafür hinnehmen, zeigt doch, dass mensch von der "Unrechtmäßigkeit" dieser aktiven Beschränkung faschistischer Ideologievermittlung massenweise offensichtlich nicht überzeugt ist.
Die Polizeiaktionen in Prenzlauer Berg werden zu recht als überzogen gewalttätig, anitdemokratisch und unrechtmäßig wahrgenommen. Die Forderung Körtings, von diesem verselbstständigten Apparat Gewalt hinzunehmen, wenn mensch sich für gesellschaftliche Belange einsetzt, ist der eigentliche Skandal am 1.Mai. Pfff... Was erdreisten die sich eigentlich? Das Konzept "Randalierer" (die die aktiv Bullenketten umfließen wollen, sich beim wegtragen schwer machen usw.) sofort zu sondieren, ist deshalb auch nicht aufgegangen. Greiftrupps, die einzeln Menschen aus den Blockaden ziehen wollten, hatten es meist mit der ganzen Blockade zu tun.

Berichte
Auflösung Sitzblockade , Nazi-Recherche , Nazi-Spontan-Kudamm, der 1. Mai

Fotos
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Videos
Naziaufmarsch: 1 2 3
Gegen-Protest: 1 2 3 4 5 6 7 8 9 10 11 12 13 14
Mobi-Videos: Rapper , Infoladen , Antifa-Crime

>>> www.1-mai-nazifrei.tk

Blockiert und festgenommen? Gemeisames Vorgehen geplant!
Das 1-mai-nazifrei-Bündnis möchte alle Personen unterstützen, die im Verlauf der Blockaden festgenommen wurden (sei es auch nur kurzzeitig) und nun mit Strafverfahren rechnen müssen. Wir bitten deshalb alle BlockiererInnen, die im Verlauf des Protests gegen den Naziaufmarsch am 1. Mai festgenommen wurden, per Mail unter: repression-antifa-berlin[at]riseup.net Kontakt zu uns aufzunehmen.
Solltet ihr jemanden in eurem Umfeld haben, von der / dem ihr wisst, dass sie / er festgenommen wurde, leitet diese Nachricht an die Person bitte weiter.

Warum ist es wichtig die Antirepressionsarbeit zu organisieren?
Wird ein/e BlockiererIn festgenommen, steht dies synonym für die Kriminalisierung einer bestimmten Aktionsform: dem Blockieren.
Blockaden sind lediglich eine Form des zivilen Ungehorsams und stellen damit ein legitimes Mittel dar, sich gegen Naziaufmärsche zur Wehr zu setzen. Sollte es also zu Strafverfahren bei den betroffenen BlockiererInnen kommen, ist dies also von politischer Bedeutung und nicht nur Angelegenheit eines Einzelfalles. Auch wenn die Verhinderung des Naziaufmarsches am 1. Mai ein großer Erfolg war - gewonnen haben wir erst, wenn alle Ermittlungsverfahren gegen die betroffenen BlockiererInnen eingestellt sind. Unsere uneingeschränkte Solidarität gehört deshalb den von Repression betroffenen BlockiererInnen.

Wie sieht die Unterstützung dann konkret aus?
Sobald wir Kontakt haben, werden wir ein Unterstützungstreffen anberaumen. Der Termin und der inhaltliche Ablauf wird dann zugestellt.
Neben dem Inforamtionsaustausch geht es auch um die Erörterung der finanziellen Hilfe, damit die von Repression betroffenen BlockiererInnen ihre Zivilcoruage nicht allein bezahlen müssen.

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Friedrichshain ist wieder Nr. 1
Register und Beratungsstellen legen Bericht 2009 vor

ReachOut, die Beratungsstelle für Opfer rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt, die Register und das Verzeichnis haben im Jahr 2009 Angriffe und andere Vorfälle mit rassistischem, antisemitischem, homophobem und rechtsextremem Hintergrund in Berlin recherchiert, dokumentiert und ausgewertet. Im Vergleich zum Jahr 2008 sind diese Zahlen zurückgegangen.
ReachOut, die Beratungsstelle für Opfer rechter, rassistischer und antisemitischer Gewalt, verzeichnet für das Jahr 2009 insgesamt 102 Angriffe (2008: 148) in Berlin.
Im Verhältnis zu den um fast ein Drittel gesunkenen Gesamtzahlen sind die rassistisch motivierten Angriffe nur in geringem Maß zurückgegangen. In 53 (2008:65) Fällen wurden Menschen aus rassistischen Motiven angegriffen.
Friedrichshain ist mit 17 (2008: 30) Gewalttaten auch im Jahr 2009 der Bezirk mit der höchsten Angriffszahl. Zum ersten Mal landet ein Westberliner Bezirk auf Platz zwei unserer Angriffsstatistik. Insgesamt 9 (2008: 3) Attacken wurden für Wedding dokumentiert. Die Hälfte der registrierten Angriffe fanden im öffentlichen Raum statt. In Bahnhöfen und öffentlichen Verkehrsmitteln ereigneten sich 29 Gewalttaten.
Das Pankower Register hat in 2009 von insgesamt 145 Vorfällen im Bezirk Pankow Kenntnis erhalten. Davon stellen Propagandadelikte mit 67 Prozent den größten Anteil, gefolgt von Gewaltdelikten, sowie Bedrohungen, Beleidigungen und Pöbeleien (12 Prozent). Gewalttaten nahmen aufgrund einer erheblich verringerten „Anti-Antifa-Arbeit" der rechtsextremen Szene ab (11 weniger als in 2008). Rassistisch motivierte Gewalt als auch entsprechende Bedrohungen und Beleidigungen nahmen in Pankow 2009 jedoch leicht zu.
Insgesamt 99 Vorfälle wurden im Jahr 2009 im Lichtenberger Register verzeichnet. Der leichte Rückgang hängt vor allem mit den gesunkenen gewalttätigen Übergriffen im Bezirk zusammen. Die Zahlen sprechen für eine Schwäche der organisierten Neonaziszene im Bezirk. Neben den Aktivitäten der NPD-Fraktion in der BVV und einer Kundgebung der inzwischen verbotenen Kameradschaft "Frontbann 24" fallen rechtsextreme Aktivitäten vor allem durch Propaganda auf.
In Treptow-Köpenick wurden im Jahr 2009 126 Vorfälle registriert. Ungefähr 2/3 davon sind Propagandavorfälle. Ca. 70 % aller gemeldeten Vorfälle stammen aus Schöneweide und der Köpenicker Dammvorstadt. In Niederschöneweide hat die Eröffnung der von Rechtsextremisten frequentierten Kneipe „Zum Henker“, zu einer Zunahme an Vorfällen geführt. In der Köpenicker Dammvorstadt ist es die Bundeszentrale der NPD, die aufgrund veränderter Mietbedingungen in den Berliner Bezirken, häufiger Parteiveranstaltungen beherbergte als in den vergangenen Jahren.
Das Verzeichnis Marzahn-Hellersdorf konnte 2009 insgesamt 68 Vorfälle im Bezirk sammeln, die in die Auswertung einfließen. Die Sozialräume Hellersdorf Nord und Hellersdorf Ost stellen mit 19, bzw. 17 gemeldeten Vorfällen die Orte im Bezirk dar, in denen die meisten Vorkommnisse verzeichnet wurden. Das Verzeichnis wird ab 2010 erstmalig auf der Homepage des Bezirksamts Marzahn-Hellersdorf für alle Interessierten einsehbar sein.
Im Bezirk Friedrichshain sind zur Zeit noch nicht alle Bereiche des Stadtteils mit Meldestellen abgedeckt. Trotzdem wurden 2009 bereits 39 Vorfälle gemeldet, davon 18 Gewaltvorfälle. Die Brutalität bei direkten Angriffen nahm enorm zu. Oft kommt es durch Waffeneinsatz zu schwersten Verletzungen. Im Januar und Februar 2010 wurden bereits acht Vorfälle gemeldet.

Was tun?
Ratgeber: Bei Gewalt..
Offenes Antifa Cafe: Jeden 3. Donnerstag im Monat 19 Uhr im Vetomat (Scharnweberstr. 35)
Initiative gegen Rechts: Jeden 1. Dienstag im Monat 19 Uhr im Mieterladen (Kreutzigerstr. 23)
Vorfälle melden beim Register | Reachout | Antifa

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Extremismusdebatte
Gleichsetzung von Neonazis und radikalen Linken

Nachdem die neue konservative Bundesregierung bekanntgab, dass fortan nicht mehr nur gegen "Rechtsextremismus" sondern nun auch gegen "Islamismus" und "Linksextremismus" Gelder durch das Familienministerium bereitgestellt werden, ist die Aufregung unter politisch aktiven groß. Werden Antifa-Gruppen jetzt verboten, wird es bald Ausstiegsprogramme für Linksradikale oder ein "Mobiles Beratungsteam gegen Linksextremismus" geben? Die Berliner Debatte um abgefackelte Luxusautos tut ihr übriges, um Distanzierungen von sonst zuverlässigen BündnisparterInnen einzufordern. Wir werden für Aufklärung sorgen und uns nicht spalten lassen!

>>> Reader: „Voll Extrem! – Artikel, Stellungnahmen, Dokumente, Studien, Hetze und Internas vom Extremismus der gesellschaftlichen Mitte“. Nur als Print erhältlich im Berliner Infoladen Daneben (Liebigstr. 34, 10247 Berlin) >>> 2. Auflage (Feb2010) auch als PDF (download)

>>> Broschüre "Total Extrem": Die Antifaschistische Linke Berlin [ALB] hat eine neue Broschüre zu den Themen Extremismus und Totalitarismus herausgebracht. Hier als pdf und demnächst auch in gedruckter Form. Die Broschüre besteht aus verschiedenen Aufsätzen von Antifaschistische Linke Berlin [ALB] | Avanti Berlin | Florian Back | Christoph Butterwegge | Alex Demirovic/Paulina Baader | Donella Donowitz | LAG Antifaschismus DIE LINKE Berlin | Wolfgang Wippermann | Mezze Wolf > PDF [2,3 MB]

>>> 18.01.2010: Alles Extremismus? Diskussion mit Antifa Friedrichshain und Dr. Heinrich Fink (Vorsitzender des VVN-BdA). Die neue schwarz-gelbe Bundesregierung will die Programme gegen Rechtsextremismus in Programme gegen "Extremismus" umwidmen. Die Gedenkstätten an die Opfer des Nationalsozialismus werden schleichend zu Gedenkstätten "zweier Diktaturen" umgebaut. Bisher gegen wenig Widerstand. Ein Gespräch über die "Extremismustheorie", Geschichtsrelativierung, und die möglichen Auswirkungen der schwarz-gelben Pläne auf die Arbeit gegen Neofaschismus und auf linke Politik. Café Sibylle, Karl-Marx-Allee 72, 10243 Berlin. Veranstaltungsbericht

17.02.2010: Abendveranstaltung "Total Extrem"
19 Uhr Festsaal Kreuzberg (Skalitzer Strasse 130)
Es sind wieder extreme Zeiten angebrochen. Mit dem Vorwurf des "Extremismus" sollen politische Strömungen, die von einer undefinierten aber angeblich richtigen Mitte abweichen, stigmatisiert und isoliert werden. Der Extremismusansatz hat mit der Totalitarismustheorie bereits eine lange Geschichte und begründet auf vermeintlich wissenschaftlicher Basis die Gleichsetzung gegensätzlicher politischer Richtungen.
Mit der schwarz-gelben Bundesregierung gibt es aktuell Vorstöße über das übliche Maß der politischen und ideologischen Gleichsetzung von "Linksextremismus" und "Rechtsextremismus" hinauszugehen. Die neue Regierung plant Bundesmittel fortan gegen alle "Extremisten" zu verwenden. Wer als extrem ge(t)adelt wird, soll aus der politischen Arena verdrängt werden. Während der Verfassungsschutz plötzlich machtvolle Bildungspolitik betreiben kann, müssen manche nicht-staatliche Bildungsträger qua Extremismusvorwurf, um ihre Existenz bangen. Die sog. Zivilgesellschaft soll stärker als bisher nach staatlichen Vorgaben handeln und strukturiert sein.
Über die Theorien des Totalitarismus und Extremismus und deren politische Funktion wollen wir aufklären und diskutieren, sowie überlegen, wie wir diesen politischen Angriffen entgegentreten können. Mit Prof. Wolfgang Wippermann (FU Berlin), Ulla Jelpke (MdB Die LINKE), Michael Weiss (Apabiz, Autor). Verantaltung als MP3 (60min) + Broschüre "Total Extrem"

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Milde Strafen nach Bordsteinkick

Am 28. Januar ist am Berliner Landgericht der Prozeß gegen Oliver Kaplan (Heidsee), Marcel Ingo Bittner; (Mittenwalde), Michael Lekzycki (Storkow) und Michael Gast (Königs Wusterhausen) wegen des versuchten Mordes an dem Jugendlichen Josh am 12. Juli 2009 mit milden Strafen zuende gegangen. Hauptäter Kaplan wurde zu fünf Jahren und sechs Monaten wegen versuchten Totschlags incl. gefährliche Körperverletzung verurteilt und verbleibt in Haft. Gegen Marcel Ingo Bittner und Michael Lekzycki wurden wegen gefährlicher Körperverletzung jeweils eine Jugend- und Freiheitsstrafe von zwei Jahren verhängt, deren Vollstreckung zur Bewährung ausgesetzt wurde. Michael Gast hat das Gericht freigesprochen.
Die Neonazis waren morgens aus der Disko "Jeton" geommen und hatten bei einer Schlägerei den Kürzeren gezogen. Josh kam um die Ecke und wurde wahllos zusammengeschlagen. Bei ihm wurde ein Bordsteinkick versucht. Im Nachgang wurden auch PassantInnen von den Neonazis belastet. Ein Wochenende nach dem Vorfall gingen über 3000 Menschen gegen Neonazisgewalt in Friedrichshain auf die Straße.
Das Gericht ging in der Beurteilung des Bordsteinkicks nicht von einer politisch motivierten Tat aus. Vielmehr seien die ersten Tritte gegen den Kopf von Josh durch Notwehr gedeckt, da er angeblich Teil der Gruppe gewesen war, welche die Neonazis vorher attackiert hatte.

>>> Urteil des Landgerichts gegen die vier angeklagten Neonazis
>>> Pressemitteilung des VVN-BdA
>>> Prozessbeobachter: Bier-Statt-Blumen
>>> Outing der Täter auf berlin.antifa.net | Sonderseite zum Bordsteinkick

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Zusammen gegen die NPD
Kampagen zur Beseitigung der NPD

Zusammen! Gegen die NPD“ ist eine Kampagne antifaschistisch arbeitender Gruppen aus Berlin.
Ihr Ziel ist, der NPD und der ihr zu Grunde liegenden Ideologie auf verschiedenen gesellschaftlichen Ebenen entgegenzutreten.
Die NPD ist seit Jahren die wichtigste nazistische Organisation in Deutschland. Es gelingt ihr zuneh-
mend ihre nationalsozialistischen Positionen in der bundesdeutschen Gesellschaft als eine Meinung unter vielen in der politischen Auseinandersetzung zu präsentieren. Und dies, obwohl sie sich positiv auf den Nationalsozialismus bezieht, seine Verbrechen leugnet und relativiert und offen gegen alle Minderheiten hetzt.
Als Partei stehen der NPD umfangreiche staatliche Gelder wie Wahlkampfkostenerstattung und Parlamentariergelder zur Verfügung; sie kann öffentliche Räumlichkeiten nutzen und Parteivermögen halten und mehren. Damit dient sie als übergeordnete Struktur für die gesamte militante Rechte in Deutschland.
Die notwendige Auseinandersetzung mit den Nazis kann nicht an den Staat und die Polizei delegiert
werden. Organisationen und Parteien können verboten werden – solange jedoch aktuelle Studien mindestens 10 Prozent der Gesellschaft Zustimmung für die menschenverachtende Ideologie der NPD attestieren, werden die staatlichen Maßnahmen die Nazis nur kurzfristig schwächen.
Aus diesem Grund ist es notwendig, den Nazis auf allen Ebenen entgegenzutreten, unsere eigenen Ideen stark zu machen und antifaschistisches Selbstverständnis und antifaschistische Praxis gesellschaftlich zu etablieren.
Wir arbeiten für eine Gesellschaft ohne Diskriminierung. Eine Gesellschaft, in der für Nazis und die
NPD kein Platz ist. Anlässlich der diesjährigen Wahlen zum Europaparlament, zur Bundestagswahl und den Landtagswahlen in Brandenburg und Sachsen müssen wir davon ausgehen, dass Monate mit ungezählten NPD-Veranstaltungen, Parteitagen, Demonstrationen, Infoständen und faschistischen Propagandaaktionen vor uns liegen.
Diese zunehmende Präsenz der NPD bedeutet auch eine zunehmende Bedrohung für alle Menschen, die nicht in das faschistische Weltbild der Nazis passen.
Auf der anderen Seite haben wir, die antifaschistische Bewegung, dadurch die Chance, der NPD entgegenzutreten, sie mit unserem Widerstand zu konfrontieren, ihre Strukturen aufzudecken und politisch anzugreifen.

>>> zusammen-gegen-die-npd.de
>>> Die Berliner NPD-Kandidaten: Was sind das nur für Leute?
>>> Anti-Wahlkampf-Kit

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Fightback Nr.4 erschienen
Antifa-Recherche-Magazin aus Berlin/Brandenburg

Die Recherche-Broschüre Fight.Back ist mit einer neuen Ausgabe erschienen. Fight.Back ist ein Fachblatt für die antifaschistische Praxis. Es richtet sich an alle, die sich mit den Erscheinungsformen der extremen Rechten in Berlin aktionistisch, wissenschaftlich, beruflich und journalistisch auseinandersetzen.
Die Fight.Back erscheint seit 2001 und wird von unabhängigen Berliner Antifagruppen herausgegeben. Auch die alten Ausgaben gibt es als Download unter http://fightback.gulli.to/

Folgende Themen werden in der aktuellen Ausgabe schwerpunktmäßig behandelt:
- Berichte aus den Berliner Bezirken und Brandenburger Regionen rund um Berlin
- Berlinweite neonazistische und extrem rechte Strukturen
- Neonazistische Strategien im Internet und bei Strafprozessen
- Interview über antifaschistische Gegenstrategien

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Neonazigewalt in Friedrichshain
12. Juli: Jugendlicher im Koma nach Neonaziangriff

12.07.2009: Am frühen Sonntagmorgen verletzten vier Neonazis einen 22jähirgen Neuköllner am S-Bhf. Frankfurter Allee lebensgefährlich. Die vier Täter waren kurz vorher schon aufgefallen als sie eine verbale und tätliche Auseinandersetzung mit zehn Jugendlichen, die alternativ gekleidet waren, suchten. Danach pöbelten die Neonazis willkürlich Passanten an, die sich im Gang zwischen S- und U-Bahnhof Frankfurter Allee befanden. Schlugen und traten um sich. Bis sie letztlich in dem 22-jährigen linken Jugendlichen, der auf dem Weg zur S-Bahn war, ihr Opfer fanden. Auf diesen prügelten die vier Männer so lange ein, bis er das Bewusstsein verlor. Einer der Neonazis zog den wehrlosen Neuköllner dann auf den Gehweg, legte ihn mit dem Gesicht nach unten ab und trat mit dem rechten Fuß auf dessen Hinterkopf. Die Berliner Polizei meldete, dass der 22-jährige mit einem Jochbeinbruch, schweren Prellungen und Hirnblutungen in ein Krankenhaus kam. Die Täter wurden festgenommen und einen Tag später in Untersuchungshaft genommen. Ein Zeuge, der bei der Polizei eine Aussage machte wurde von den Neonazis belastet, er habe sie vorher angegriffen. Seine Wohnung wurde von der Polizei durchsucht, er über 24 Stunden festgehalten. Auch das Opfer selbst steht im Fokus der Polizei. Er soll die Nazis provoziert haben. Gegen ihn wird wegen gefährlicher Körperverletzung ermittelt.

Ein Wochenende in der „Weltstadt“
Dieser grausame Übergriff reiht sich in eine schaurige Statistik rechter Gewalt in Berlin ein. So wurden erst Freitag in Spandau zwei Menschen durch Neonazis aus rassistischen Gründen so schwer mit Messern verletzt, dass sie ins Krankenhaus mussten. Am Samstagabend wurde in Hellersdorf ein 46 Jahre alter Mann wegen seiner Hautfarbe rassistisch beleidigt und ihm eine Bierflasche gegen den Kopf geschlagen.

Mörderische Tradition
Besonders der S-Bahnhof Frankfurter Allee hat traurige Berühmtheit als Schauplatz unzähliger rechter Übergriffe. Meist ist es das Publikum der Großraumdisko Jeton, die auf dem Nachhauseweg Streit mit dem alternativen Friedrichshain sucht. Letztes Jahr im März kam es hier zu einem versuchten Mord. Eine Rassistin stieß einen Migranten auf die S-Bahn Gleise. Der Mann wurde durch Passanten aus dem Gleisbett gerettet, die Frau wurde zu 3,5 Jahren Haft verurteilt. Die Ecke ist außerdem durch den Mord an dem Hausbesetzer Silvio Meier vorbelastet. Er wurde 1992 von Neonazis mit Messerstichen am U-Bhf. Samariterstraße umgebracht - an ihn erinnern Antifas jedes Jahr im November und mit einer Gedenktafel.

Verantwortung übernehmen
Man kann nicht die Augen davor verschließen, dass auch hier, im als alternativ geltenden Friedrichshain, Neonazis immer wieder zuschlagen. Man kann sich auch nicht darauf verlassen, dass andere die Probleme lösen. So haben die Verbote von rechten Gruppierungen in den letzten Jahren nichts an den nächtlichen Ausflügen der selbsternannten „Rächer für Nation und Rasse“ geändert.
Die Forderung nach solchen Angriffen kann nicht lauten „Mehr Kameras! Mehr Polizei! Ausgangssperre! Mehr Bewaffnung für alle“. Vielmehr entscheiden wir im sozialen Miteinander was aus diesem Stadtbezirk wird. 250.000 Friedrichshainer und Kreuzberger werden das doch wohl hinkriegen. Es ist kein Zufall, dass die Täter wieder aus der Disko "Jeton" (Frankfurter Allee" kamen. Hier sammeln sich am Wochenende rechtsoffenes Partypublikum. Es gab in Vergangenheit oft Übergriffe von Gästen des Jeton, die auf dem Weg zum Bahnhof waren.
Die Clubs und Bars, die rechte Sprüche und Symbole dulden; die Passanten die geduckt an pöbelnden Gruppen vorbeilaufen und hoffen nicht selbst Opfer zu werden; die Autos die widerspruchslos schnell vorbeirauschen; die Gewerbetreibenden, die ängstlich hinter ihren Scheiben in die Nacht starren und die vielen Partygäste, die hier jede Nacht unterwegs sind. Sie müssen ihre Verantwortung wahrnehmen. Hinschauen, Eingreifen, Helfen!

Deshalb meldet euch bei der Opferberatungsstelle Reachout, bei uns und bei der Initiaitve Gegen Rechts falls ihr was beobachtet oder selber Opfer werdet.

>>> Pressemitteilung zum Fall
>>> Sämtliche Presseartikel
>>> Flyer mit allen Infos zum Vorfall und was demnächst so ansteht
>>> Chronikplakat: Ausdrucken, Kopieren und Verkleben!
>>> Stellungnahme des Jeton und Infos zum Freizeitverhalten der Nazi-Schläger auf Indymedia

Spontane Mahnwache der Initiative gegen Rechts Friedrichshain
"Deshalb rufen wir auf; kommt am Montag 16 – 17.30 Uhr zum Tatort, dem Verbindungsweg zwischen S-Bhf und U-Bhf Frankfurter Allee um gemeinsam die Passanten mit Infomaterial über den Vorfall und die wiederholten Übergriffe, teils Totschlags- und Mordversuche an diesem Ort zu informieren!" >>> initiative-gegen-rechts.de | Fotos von der Mahnwache

Antifa Demo gegen Neonazis im Kiez
18.Juli, 18 Uhr Bersarin Platz


In Friedrichshain haben 4000 Menschen gegen die Straßengewalt der Neonazis und gegen ihre Treffpunkte demonstriert. Offenbar ließen sich viele nicht von der Medienhetze gegen einen offensiven Antifaschismus abhalten und kamen auch bei schlechtem Wetter auf die Demo. Vor dem Jeton posierten ein paar Hooligans, hinter Polizeiabsperrungen. Gegen die Außenfassade wurde eine Flasche geworfen, was die Polizei zum Anlaß nahm, ihre Greiftrupps mitten in die Demonstration zu schicken und die DemoteilnehmerInnen mit dem Wasserwerfer zu bedrohen. Kurz darauf wurde die Demo beendet. Im kiez verteilen sich die DemoteilnehmerInnen. Die Polizei ist nervös und stürmt auch kurz die ar "Zimt und Zunder" in der Rigaer Straße.

>>> Mobivideo | Flyer und Plakate
>>> Redebeiträge der Demo
>>> Bericht 1 2 3 4 5 6 7 Fotos 1 2 3 4 Videos 1 2 3

>>> Urteil des Landgerichts gegen die vier angeklagten Neonazis

Pressemitteilung des VVN-BdA nach dem Urteil vom 28.01.2010 gegen die Neonazis

Hitlergruß, Bordsteinkick und ein bisschen Totschlag?
Urteil des Landgerichts Berlin verschleiert neonazistische Gewalt und folgt damit der Darstellung der angeklagten Neonazis

Die Urteile des Landgerichts Berlin vom 27.1.2010 gegen vier Neonazis, die im Juli 2009 vor Diskothek Jeton versucht hatten, einen 22 jährigen Linken durch einen Bordsteinkick“ umzubringen, verharmlosen und relativieren neonazistische Gewalt.
Eine politische Motivation sei bei den Angeklagten, allesamt Neonazi-Aktivisten aus dem Umkreis von Königs Wusterhausen, nicht zu erkennen gewesen, deshalb sei die versuchte Mordtat auch nicht als solche zu werten, sondern lediglich als versuchter Totschlag.
Alle Angeklagten waren bereits wegen Körperverletzung vorbestraft, zwei zusätzlich wegen Verwendens von Nazi-Kennzeichen. Die Angeklagten trugen z. T. Neonazi- Bekleidung der Marke Thor Steinar, zeigten sowohl in der Diskothek Jeton und auf der Straße mehrfach den Hitlergruß, und stürzten sich mit den Worten „du Zecke wirst nicht mehr aufstehen" auf das Opfer, um es dann mit einem „Bordsteinkick“ und lebensgefährlich zu verletzen. .
Hier keinen neonazistischen Hintergrund erkennen zu wollen, wie es Staatsanwaltschaft und Richter getan haben, widerspricht all diesen Tatsachen und scheint sich lediglich auf die Schutzbehauptungen der Angeklagten „mit Rechts gegen Links“ habe die Attacke nichts zu tun gehabt, zu beziehen.
Wer neonazistische Gewalttaten nicht als solche benennt, oder nicht als solche erkennen will, leistet allen Bemühungen im Kampf gegen Neonazismus, Rassismus und Antisemitismus einen Bärendienst und beleidigt die Opfer, statt ihnen die gesellschaftliche und auch menschliche Unterstützung zukommen zu lassen, die sie verdient haben.
Ermittlungsbehörden und Justiz taugen sicherlich nicht als alleinige Mittel um neonazistischer Gewalt den Boden zu entziehen – dass sie dem aber, wie in diesem Falle, so offensichtlich im Wege stehen, ist ein Skandal.

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Thor-Steinar-Shop eröffnet in Friedrichshain

Die bei Neonazis beliebte Modemarke "Thor Steinar" eröffnete am 28.02. einen 200qm-großen Outlet-Shop in der Petersburger Str. 94, unmittelbar neben dem Bezirksamtsgebäude und neben der Gedenktafel "Zu Ehren der Opfer des Mörderkellers-Keglerheim", das sich während des Nationalsozialismus an der Stelle befand. Betrieben wird der Laden durch die SKYTEC Outlets GmbH. Mittlerweile gibt es eine Stellungnahme des Hauseigentümers SF-Immoblilienfonds Beteiligungsgesellschaft Nummer Drei KG in Köln (Garmischer Straße 4, 80339 München), die den Mietvertag mit Skytech unterschrieben hat. In dem Schreiben heißt es: "... bis zur Öffnung des ’Tromso-Geschäftes’ weder die Marke ’Thor Steinar’ bekannt war, noch der Geschäftsname ’Tromso’ noch, dass in der Immobilie Petersburger Straße 94 ein ’Tromso’-Geschäft mit dem Vertrieb von ’Thor Steinar’-Produkten eröffnet werden soll. Der Bezug von ’Tromso’ und ’Thor Steinar’ zur Neonazi-Szene ist dem Eigentümer erst aufgrund der Vorgänge vom vergangenen Wochenende und der Berichterstattung hierüber bewusst geworden. Er hat hierauf eine Rechtsanwaltskanzlei mit der Prüfung der Rechtslage und der Wahrnehmung seiner Interessen beauftragt. Der Eigentümer ist bestürzt über die Vorfälle der vergangenen Tage und wird alle rechtlichen Maßnahmen ausschöpfen, um den Vertrieb von ’Thor Steinar’ in dem Objekt zu unterbinden.” Am 16.03. meldete TAZ unter Berufung auf Jan Bamberger von SF-Immobilienfonds-Gruppe, dass dem Laden fristlos gekündigt wurde. Grund: Arglistige Täuschung über den Verkauf rechtsextremer Kleidung.
Auch die DIM (Deutsche Immobilien Management GmbH), die sonst für Wirtschaftlichkeit und Vermietung bei Objekten des SF-Immoblilienfond zuständig ist, hat sich ablehnend gegenüber Thor-Steinar geäußert und hofft auf geringen Imageschaden für die eigene Firma. Die Firma G+S Berlin ist für Hausmeisterdienste in dem Objekt engagiert.

Protest aus Norwegen
Der Laden Tromsø ist nach der gleichnamigen Stadt in Norwegen benannt. Die Stadt war während der deutschen Besatzung im Zweiten Weltkrieg Flottenstützpunkt für Überwasserschiffe der Wehrmacht. An diesen Wehrmachtschick will Thor-Steinar anknüpfen. Außerdem versucht Thor Steinar mit der Namensgebung (viele TS-Läden sind nach norwegischen Städten benannt) mit nordisch-heidnischen Ursprüngen bei der völkisch orientierten Kundschaft zu punkten. Die norwegische Kommune hat sich sofort gemeldet und ihren Unmut über die Verwendung des Namens zum Ausdruck gebracht. >>> Artikel "Opprør mot «norsk» nazibutikk i Berlin"

Infos zum SA-Mörderkeller Keglerheim in der damaligen Petersburgerstr. 86 (Heute Nr. 94):
Seit Dezember 1929 fanden hier Mitgliederversammlungen der NSDAP statt. Nach den Reichstagswahlen 1932 wurden hier vor allem RFB-Aktivisten im Keller gefoltert Zeitzeugenbericht: Ein Beispiel für eine dieser Aktionen der Berliner SA ist die im August `33 durchgeführte Folterung und versuchte Hinrichtung von Max Weichert, Leiter der KPD Straßenzelle 517, Bruno Schilter und Kurt Zinke, der damals mit der Reorganisierung der Roten Jungfront in Lichtenberg beauftragt war und der den Hergang wie folgt beschreibt: „In der Nacht wurde ich durch den Horst-Wessel-Sturm in der Wohnung meiner Eltern verhaftet und in das Keglerheim (Petersburger Str. 86) gebracht. Bei dieser Vernehmung wurde mir ein Lungenriss, ein Leberriss und eine Nierenquetschung beigebracht, bevor ich zusammen mit den Genossen Schilter und Weichert an der Schwarzen Brücke (Thaerstraße) erschossen werden sollte“. Weichert und Zinke wehrten sich gegen die Exekution und konnten entkommen, während Schilter mit ausgekugelten Armen und Beinen an drei Kopfschüssen starb. Vielen anderen unbekannt gebliebenden ist es ebenso ergangen. Die Zahl der Razzien und Folterungen in den sog. „wilden KZs“ der SA in Friedrichshain (neben dem Keglerheim gab es noch die „Viehbörse“ in der Eldenaer Str.) und das verursachte Leid sind heute nicht mehr zu ermessen. Aus: Antifa Friedrichshain "Der Horst-Wessel Mythos - eine historische Aufbereitung" (2005)

28.02.2009: Eröffnung des Ladens Tromsø: Indymedia. Kundgebung vor dem Laden > Ankündigung und Presse, Berichte 1, | Bilder 1, 2, 3, 4, 5, 6 | Videos 1, 2 ,3 , 4
02.03.2009:
Am Morgen wird ein Mann festgenommen, der einen Anti-Nazi-Aufkleber an einer Regenrinne neben dem Laden hinterlassen hat. Erste Kratzer am Schaufenster des Ladens werden am späten Nachmittag von der Polizei begutachtet. Bilder 1, 2 und Neue Presseartikel
Norwegen spricht sich gegen den Thor Steinar Laden aus: Nazibutikken "Tromsø"
04.03.2009: Die Polizei ist stark im Kiez präsent. Auf Indymedia werden Tipps dazu verhandelt und für die Demo am Samstag geworben. Mittlerweile ist auch der Eigentümer des Hauses Petersburgerstr. 94 die SF-Immoblilienfonds Beteiligungsgesellschaft Nummer Drei KG in Köln (Garmischer Straße 4, 80339 München) bekannt, der prompt eine Stellungnahme abgegeben hat, den Laden so schnell es geht wieder loswerden zu wollen.
06.03.2009: Die Anwohner und Initiativen im Nachbarhaus Petersburgerstr. 92 rufen zum Protest auf. Pressemitteilung. Am Frankfurter Tor wird mit einer großen Flyeraktion (Bilder 1, 2)auf die Demo am nächsten Tag hingewiesen. Ein paar Punks wollen gegen 18 Uhr gemütlich vor dem Laden ihr Feierabendbier zischen und werden von Polizisten des Abschnitts 57/58 umstellt. Angeblich hätten sie randaliert, so die Anruferin aus dem Thor-Steinar-Laden. 6 Personen werden mit Handschellen abgeführt.
07.03.2009: Demo mit 1.500 Teilnehmenden gegen den Tromso. Die kurze Route vom S-Bhf. Warschauer geradeaus bis zum Laden wurde zügig abgelaufen. Schilder und fahnen dominieten das Bilde der Demonstration, die ein erstaunlich breites Spektrum angezogen hat. Der Laden wurde weiträumig mit Gittern geschützt und musste 2 Stunden vor regulärem Ladenschluss auf Anraten der Polizei schließen. Im Nachgang der Demonstration war ein bisschen Katz-und-Maus-Spiel mit der gelangweilten Polizei. Irgendwie muss der Einsatz auch legitimiert werden. Anwohner-Flyer | Redebeiträge | Berichte 1 2 3 4 5 6 7 | Bilder 1 2 3 4 5 6 | Videos 1
09.03.2009: In der Nacht zu Dienstag bekommt der Tromso einen roten Anstrich.
11.03.2009: Podiumsdiskussion zum Umgang mit dem Thor-Steinar-Laden im Kiez mit Robert Schwind (Hedwig-Wachenheim-Gesellschaft), Pfarrer Botembe (Afrikanische Gemeinde), Dr. Andreas Köhler (Paul-Singer-Verein), Dr. Franz Schulz (Bezirksbürgermeister), Canan Bayram (Initiative gegen Rechts Friedrichshain) und Sabine Kritter (MbR) >>> Bericht Indymedia
13.03.2009: Farbbeutel-Bewurf für den Thor-Steinar-Laden.
14.03.2009:
Am Vormittag wird der Laden mit Flaschen und Steinen spontan beworfen. Am Abend greifen ca. 300 ehemalige Demonstrationsteilnehmer der "United we Stay"-Demo den Laden an. Er wird von einer Hundertschaft Polizisten bewacht und ist schon den ganzen Tag mit Gittern abgezäunt. Video
15.03.2009: Die TAZ meldet: "Der Vermieter hat den Mietvertrag mit der Skytec Outlets GmbH aufgrund arglistiger Täuschung angefochten und eine fristlose Kündigung ausgesprochen", teilte Jan Bamberger von der Hausverwaltung der taz mit. Die SF-Immobilienfonds-Gruppe, der das Gebäude gehört, sei von Skytec nicht über den geplanten Verkauf der bei Rechtsextremen beliebten Modemarke Thor Steinar informiert worden. "Der Eigentümer wird alle rechtlichen Maßnahmen ausschöpfen, um den Vertrieb von Thor Steinar in dem Objekt zu unterbinden", so Bamberger. Artikel
18.03.2009: Der ehemalige Baustadtrat von Friedrichshain Lorenz Postler hat Strafanzeige gegen die Betreiber des Tromso wegen "Verunglimpfung des Andenkens Verstorbener" erstattet.
20.03.2009: Am Vormittag werden von der Initiative Gegen Rechts mit Unterstützung aus dem Abgeordnetenhaus Tafeln an den Laternen in der Petersburgerstr. angebracht, die vor der Thor-Steinar-Laden warnen. Die Polizei
21.03.2009: Am internationalen Tag gegen Rassismus findet eine Kiezparade mit vier Lautsprecherwagen, 1500 DemnstrantInnen, vom Boxhagener Platz, am Jeton vorbei, durch die Rigaerstr, direkt zum Thor-Steinar Laden statt. Der muss den vierten Samstag in Folge früher schließen als geplant. Aufrufe 1, 2, 3, 4 | Mobi-Plakate 1 | Redebeiträge | Berichte 1 2 | Fotos 1 2 3 4 5 | Videos 1 2 3 4 5 6
26.03.2009: Die Schaufenster des Tromso in der Petersburgerstr. werden am Vormittag mit Steinen beworfen. Im Innenraum wird eine Rauchgranate gezündet. Zeitgliech bekommt auch der Thor-Steinar-Shop in der Rosa-Luxemburg-Str. in Mitte besucht. Hier wird übelriechende Flüssigkeit auf die Ware gekippt. Polizeimeldung + Indymedia
27.03.2009: Ein paar Passanten werden kurz vor Ladenschluss vom Personal des Tromso als potentielle Kunden abgewiesen. Zwei Flaschen fliegen gegen die bereits kaputte Scheibe des Ladens. Am Abend werden außerdem die Rolländen mit "Nazis Raus" besprüht.
29.03.2009: Wieder wird der Laden mit Anti-Nazi Parolen bemalt.
30.03.2009: Mitarbeiter des Tromsö entfernen Anti-Thor-Steinar Plakate der Ini Gegen Rechts von Laternen entlang der Petersburgerstr. Indymedia
02.04.2009: Im Roten Laden (Büro der LINKEN) im Weidenweg findet mit rund 50 Teilnehmern eine Veranstaltung zur Historie des "Horst-Wessel-Bezirks", dem Keglerheim und der Durchsetzung der NSDAP im Friedrichshain der 30iger Jahre statt. Außerdem klärte eiin Referent des APABIZ über rechte Symbole und die Hintergründe der Marke ThorSteinar auf.
03.04.2009: Der Tromsö wird in den Morgenstunden mit Anti-Nazi-Parolen besprüht
05.04.2009: Farbflaschen fliegen in Richtung des Tromsö und verschönern die Fassade.
20.04.2009: Der TS-Laden Tromso wird mit schwarzer Farbe besprüht.
23.04.2009: Der frisch geputzte TS-Laden wird mit Farbeiern beworfen.
08.05.2009: Polizisten entdeckten gegen 1 Uhr 30 politische Parolen in roter Farbe auf den Jalousien des Tromsö. 25 Personen, vor allem aus dem Nachbarhaus verteilen am Nachmittag Flyer gegen den Laden.
In Lichtenberg eröffnet zeitgleich der neue Naziladen Horrido, der Erik&Sons (Thor-Steinar-Konkurrent) und "Kategorie C" verkauft. Neues zum Horrido unter Antifa Hohenschönhausen
09.05.2009: In der Nacht zu Sonntag wird der Laden wieder mit Graffiti verschönert.
Juni 2009: Der Doorbreaker im RingCenter2, der ebenfalls Thor-Steinar verkaufte, wurde geschlossen.
19.06.2009: Das Hoffest im Nachbarhaus des Tromsö in der Petersburgerstr. wurde auf zwei Stunden reduziert, da es Drohungen von Nazis gab und das Publikum dieser Gefahr nicht ausgesetzt werden sollte. Soll nachgeholt werden.
10.07.2009: Der Tromso kann nicht mehr die Rollläden öffnen und bleibt für diesen Samstag geschlossen. Indymedia
18.07.2009: Als Reaktion auf einen brutalen Übergriff am S-Bhf. Frankfurter Allee demonstrieren 4000 Menschen u.a. am Tromsö vorbei gegen rechten Lifestyle und Neonazigewalt.
23.07.2009: Gegenüber des Jeton eröffnet ein neuer Doorbreaker. dieser führt kein Thor-Steinar. Trotzdem wird über den Laden disktuiert. Indymedia
24.07.2009: Ein Mann versucht eine Thor-Steinar-kritische Parole in die Scheibe des Tromsö zu kratzen und wird festgenommen
25.07.2009: Die Grünen demonstrieren am Frankfurter Tor mit einer Kunstaktion gegen den Tromsö.
27.08.2009: Einweihung des Info-Containers der Ini-Gegen-Rechts vor dem Tromsö. Der Container soll 2 Monate dort stehen und über rechten Lifestyle informieren.
29.08.2009: Antifa-Demo gegen den Tromsö und den Horrido in Lichtenberg
25.09.2009: Infocontainer gegen den Tromsö wird um einen Monat verlängert!
28.09.2009: Molotovcocktail-Angriff auf den Tromsö.
26.10.2009: Infocontainer gegen den Tromsö wird abgebaut. Auswertung: Super Erfolg!
21.11.2009: Silvio-Meier-Demo auch gegen den Tromsö
28.02.2010: Demo gegen den Tromsö mit knapp 300 Leuten

Materialien zum Kopieren
>>> Zeitloses: Plakat und Flyer gegen Thor-Steinar in Friedrichshain

Wie es geht? Erfolgreiche Kampagnen gegen Thor-Steinar-Läden:

>>> Berlin-Mitte | Dresden | Leipzig | Hamburg | Nürnberg | Zusammenfassung aller Kampagnen

Weitergehende Infos zu Thor Steinar
>>> investigatethorsteinar >>> stopthorsteinar
>>> D-Radio-Sendung >>> Nazi-Verbindungen

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Euromayday - Solidarität statt Prekarität
Über den Tellerrand Antifaschistischer Praxis

Um neue Handlungsspielräume am 1. Mai und darüber hinausgehend zu entwickeln hat sich 2006 das Euromayday Bündnis Berlin gegründet und nun schon dreimal die Maydayparade organisiert. Da wir Perspektiven über diesen Tag hinaus entwickeln wollen, gibt es zwischen den Paraden mehrere Aktionen.

- 22.09.2007 Prekärer Block auf der Demo gegen Sicherheitswahn
- 4.10.2007 Kiezkundgebung gegen den Sparwahn des Bezirks Friedrichshain
- 21.11.2007 Infoveranstaltung "Yomango: Umverteilung leichtgemacht?"
- 08.02.2008 Geschichte der Wilden Streiks in der BRD. Buchvorstellung und Workshop
- 09.02-16.02.2007: Mir reichts nicht..! - Aktionen auf und um die Berlinale
- 28.03.2008: Verlagsverlängerungen - Sofort! Soliaktion mit und für die Besucherbetreuer des DTMB
- Aktion "Enteignet Springer!" zum 40igsten Jahrestag des Attentats auf Rudi Dutschke
- MaydayParade2008
- 24.05.2008: Workshop "Streiken in Prekären Zeiten"
- 06.06.2008: KundInnen unterstützen Streikende im Einzelhandel ab 6 Uhr morgens
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12.07.2008: Spreeparade für mehr Bürgerbeteiligung und gegen Verdrängung
- 30.10.2008: Schulden? Zahlt der Staat! - Offener Brief und Kundgebung zur Finanzkrise
- 23.01.2009 Love Emmely – Protestieren vor Kaisers
- 05.03.2009 „Keiner muss allein zum Amt – selber solidarischen Begleitschutz organisieren!“
- „Wir zahlen nicht für eure Krise – Für eine solidarische Gesellschaft“
-
27.04.2009 Ambulante Dienste im Scheiss-Streik
-
28.04.2009 Zahltag-Aktion vor dem Jobcenter in Neukölln (Sonnenallee 242)
- MaydayParade 2009: Diesmal mit Farbeierattacke
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Bildungsstreik 2009: Studierende gegen Niedriglöhne beim Studentenwerk
-
25.06.2009: Kundgebung gegen Prekäres Arbeiten bei Babylon
- 27.08.2009: Kundgebung gegen Babylohn in der Kinobranche
- 01.05.2010: Maydaylabor an der Pamukkale-Brunnen-Ruine im Görlitzer Park

>>> berlin.euromayday.org

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Friedrichshainer Sporthallen für Nazis?
Kleine Anfrage in der BVV vom September 2008

Eine Kleine Anfrage in der Bezirksverordnetenversammlung Friedrichshain-Kreuzberg fragt nach einem ominösen Kampfsporttraining, dass seit einem Jahr jeden Mittwoch ab 18 Uhr in der Turnhalle der Lasker-Realschule stattfiden soll. Rechtsoffene Personen, die sich zu Hooligan-Gruppen wie Lichtenberger-Dynamo-Crew, Riot Sport oder Kameradschaft Friedrichshain zusammengefunden haben sollen dort ungestört trainieren. Fussball spielen sie in jedem Fall nicht.

>>> Kleine Anfrage