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Eine historisch gerechte Lösung
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Die Mikrotoponomastik würde gemäß UN-Richtlinien in der Sprache der alteingesessenen Bevölkerung, also überwiegend deutsch oder ladinisch, lauten. Der Rethenbach würde seine verunstaltete Übersetzung (Rio Rosso) ablegen und aus- schließlich zu Rethenbach werden. |
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Warum sollten sich nicht alle in Süd-Tirol Ansässigen für die Lösung einsetzen, wenn diese europaweit das friedliche und gedeihliche Zusammenlaben von Volksgruppen fördert? Von italienischer Seite wird eingewendet, dass mit dieser Neuregelung der Ortsnamen tetwas weggenommen wird. Man könne 70 Jahre später nicht in den italienischen Sprachgebrauch eingegangene Bezeichnung einfach löschen. Zwei überzeugende Argumente sprechen dagegen:
Den Italienern wird also nichts weggenommen, sondern die regionale Identität und Beheimatung angeboten und ermöglicht. Zum Einwand, nach 70 Jahren könne man Namen nicht ändern: In Katalonien wurden die seit 250 Jahren ausschließlich spanisch geschriebenen amtlichen Ortsnamen im Rahmen einer "Gerechten Autonomie" ganz in die katalanische Sprache der Mehrheitsbevölkerung rückgeführt. Gleiches gilt in Wales, wo nur mehr 25% der Bevölkerung walisisch spricht: Die seit Jahrhunderten amtlichen englischen Ortsnamen wurden abgeschafft und die Ursprungsform, also gälisch, wieder eingeführt, ebenso in Friesland und in den baltischen Republiken. An den Tolomei`schen Ortsnamen festzuhalten heißt:
Manche Süd-Tiroler glauben,.....
Viele Italiener kommen nach Österreich, in die Schweiz oder zu uns, um eine andere Kultur, einen anderen Lebensstil kennen zu lernen. Ortsbezeichnungen sind ein Teil dieser Kultur, mit der wir werben. Die historisch richtigen Namen würde in Reiseführen ein zusätzliches Interesse für Süd-Tirol schaffen. Was können wir jetzt schon tun?
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