Das Schicksal der Mitstreiter von Andreas Hofer nach der Niederlage

 

Josef Speckbacher, 

geboren am 13.07.1767 in  Gnadenwald in Tirol und dann Bauer in Rinn. Kommandant der Landesverteidiger  in den Tiroler Befreiungskrieg von 1809. Nachdem Tirol von den Bayern und Franzosen besetzt war, wurde eine Belohnung von 500 Gulden auf seine Ergreifung ausgesetzt. Im Mai 1810 flüchtete er unter großen Beschwerden über die Gebirge nach Wien, wo er vom Kaiser Franz in Ehren aufgenommen wurde. Als Tirol 1914 wieder zu Österreich kam siedelte er sich mit seiner Familie in Hall an, wo er dann im alter von 53 Jahren am 28.03.1820 starb.

Pater Joachim Haspinger, 

geboren am 28.10.1776 St. Martin in Gsiesertal. Kommandant der Landesverteidiger  in den Tiroler Befreiungskrieg von 1809. Flüchtet ende November 1809 in die Schweiz. Von dort wieder nach Tirol zurückgekehrt, hielt er sich neun Monate lang bei Perlinger, einen seiner treuen Freunde, in Tschengelsburg (Vinschgau) versteckt. Im Herbst 1810 musste er wiederum die Flucht ergreifen und kam glücklich nach Niederösterreich, wo er anfangs als Kaplan in Jedlsee bei Wien war und später Pfarrer in Traundorf wurde. Mit 72 Jahren zog Haspinger 1848 als Feldkaplan der Tiroler Studenten abermals in den Krieg. Lebte danach in Salzburg und starb dort am 12.01.1858

Peter Sigmair - Thalerwirt,

geboren am 05.02.1775 in Olang . Schützenhauptmann aus dem Pustertal, Mitstreiter von Andreas Hofer im Jahre 1809. Er hatte sich 1810 auf einer Alm bei Geiselsberg versteckt und konnte vom Feinde nicht gefunden werden. Als dieser,  anstelle von ihn seinen Vater verhaftete und ihm zum Tod durch Pulver und Blei verurteilte, wenn sich sein Sohn nicht innerhalb von drei Tagen stelle. Begab sich Peter Sigmair sofort in die Hände der Franzosen und wurde somit am 14.01.1810 in seinem Haus in Olang von den Franzosen erschossen.

Peter Mayr - Wirt an der Mahr bei Brixen,

geboren am 15.08.1767 in Siffian am Ritten. Schützenhauptmann aus dem Eisacktal, Mitstreiter von Andreas Hofer im Jahre 1809. Mayr wurde am 8. Februar 1810 von den Franzosen in seinem Versteck bei Felturns gefangen genommen und nach Bozen überführt. Hätte sein Leben retten können, wenn er geleugnet hätte vom Friedenschluss etwas gewusst zu haben. Das erste Todesurteil gegen ihm wurde sogar aufgehoben. Doch Peter Mayr sagte: "Durch eine Lüge, erkauf ich mir mein Leben nicht! Ich habe vom Friedenschluss gewusst, es jedoch nicht geglaubt".  Er wurde am 20.02.1810, am selben Tag wie Andreas Hofer, auf dem Richtplatz vor Bozen erschossen.